Leben Sprüche – tiefgründig

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Das Leben gleicht jener beschwerlichen Art zu wallfahrten, wo man drei Schritte vor und zwei zurück tun muß.

Goethe, J. W., Briefe. An Johann Heinrich Meyer, 28. April 1797

Aus Verbindungen, die nicht bis ins Innerste der Existenz geh'n, kann nichts Kluges werden.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 12. Juli 1786

Tiefere Bedeutung liegt in den Märchen meiner Kinderjahre als in der Wahrheit, die das Leben lehrt.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 4. Akt, 3. Auftritt, Max

Unsäglich Schweres wird von mir verlangt. Aber die Mächte, die mich so verpflichten, sind auch bereit, mich langsam aufzurichten, so oft mein Herz behängt mit den Gewichten der Demut, hoch in ihren Händen hangt.

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Auf einem weiten Weg gibt es keine leichten Lasten.

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Der Mensch sät, doch ob er die Frucht essen wird, ist zweifelhaft.

Sukka 49

Je weniger du bist, je weniger du dein Leben äußerst, um so mehr hast du, um so größer ist dein entäußertes Leben, um so mehr speicherst du auf von deinem entfremdeten Wesen.

Marx, Ökonomisch-philosophische Manuskripte (Pariser Manuskripte), 1844. 3. Manuskript. Bedürfnis, Produktion und Arbeitsteilung

Denke dir einen Teppich aus Wasser. Und als die Stickerei dieses Teppichs die Geschichte des Menschen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Was haben die Menschen schon alles erdacht, Und scheinen weit mehr noch zu wittern! – Am weitesten haben sie's darin gebracht, Das Leben sich selbst zu verbittern.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Manche Menschen sterben mit zwanzig, werden aber erst mit achtzig beerdigt.

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Wer sich hinter Schutzmauern verkriecht, verbringt sein Leben im Schatten – oft, ohne es zu merken.

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Zwar ist es leicht, doch ist das Leichte schwer.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 1. Akt, Kaiserliche Pfalz, Mephistopheles zum Kaiser

Viele Menschen, die in Wirklichkeit tot sind, spazieren auf der Straße herum, und viele, die in ihren Gräbern liegen, leben in Wirklichkeit noch.

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Stell' dir vor, es ist Krieg, und niemand erinnert sich an das Ende dieses Spruches: Stell' dir vor es ist Krieg, und alle gehen drauf.

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Das Leben muß man kauen, das Dasein ist ein Priem.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Gedichte, 1931. Aus: Der Priem, in: Die Weltbühne, 08.09.1931, Nr. 36 (Theobald Tiger)

Denn wer mehr Leben lebt als eins, muß viele Tode sterben.

Wilde, Die Ballade vom Zuchthaus zu Reading (The Ballad of Reading Gaol), 1898

Das Sein ist eine aus lauter Knoten bestehende Linie.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1849

Was das Geheimnis des Daseins so innig berührt, kann nicht in den üblichen sprachlichen Formen ausgedrückt werden.

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Viele Jahre schwer daneben, viele Jahre einmaleins: ich und ich. Zwei leere Leben machen keins.

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Leben heißt, tief einsam sein.

Hebbel, F., Gedichte. Aus: An die Jünglinge, 1839

Die eine Schwester ergriff den Schleier und die andere den Hosen-Schlitz.

Lichtenberg, Sudelbuch C, 1772-1773. [C 5]