Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Geübtes Herz Weise nicht von dir mein schlichtes Herz, Weil es schon so viel geliebet! Einer Geige gleicht es, die geübet Lang ein Meister unter Lust und Schmerz. Und je länger er darauf gespielt, Stieg ihr Wert zum höchsten Preise; Denn sie tönt mit sichrer Kraft die Weise, Die ein Kundiger ihren Saiten stiehlt. Also spielte manche Meisterin In mein Herz die rechte Seele, Nun ist's wert, dass man es dir empfehle, Lasse nicht den köstlichen Gewinn!
Die Liebe besteht in der Kommunikation von beiden Seiten, nämlich darin, daß der Liebende dem Geliebten gibt und mitteilt, was er hat, oder von dem, was er hat oder kann; und genauso umgekehrt der Geliebte dem Liebenden.
Bei der Geliebten nur darf man von sich reden.
Ständchen Gute Nacht! Mädchen, das der Liebe lacht, Und die kältesten der Männer, Und die größten Herzenskenner Alle zu Verliebten macht! Gute Nacht! Mädchen, das der Liebe lacht! Gute Nacht! Schön ist dieser Tag vollbracht! Reime haben wir gefunden, Kränze haben wir gewunden, Und gescherzt und viel gelacht! Gute Nacht! Schön ist dieser Tag vollbracht! Gute Nacht! Loses Mädchen! Gib doch Acht: Von den tausend schönen Reimen, Die dich loben, sollst du träumen, Gute Nacht! Bis die Lieb' in dir erwacht!
Ich liebe sie, sie liebet mich, Doch keines sagt: "Ich liebe dich!"
Eine erbärmliche Liebe, die man an der Leine und im Zaum halten muß.
Letzter Schmuck Ich will, wann ich gestorben werde sein, Als Blume blühn aus meines Grabes Staube; Daß, die mich tötet jetzt, mich pflücke fein, Und Liebe noch einmal mein Leben raube. Ich will, wann ihre schöne Hand mich pflückt, Daß sie nicht wisse, wen sie also pflücke; Daß sie, mit der ich lebend mich geschmückt, Im Tode doch mit mir einmal sich schmücke.
Sie war ein Mädchen von achtzehn Jahren, verführt von einer Jünglingshand. Sie mußte schon so früh erfahren, was falsche Liebe angebrannt. Sie liebte ihn mit ihrem Herzen, doch er, er war ein Bösewicht. Da fühlte sie mit tausend Schmerzen: Er, der Geliebte, liebt mich nicht! Von Hamburg ging sie bis nach Bremen, von dort bis an die Eisenbahn. Sie wollt ihr Haupt auf Schienen legen, bis daß der Zug aus Barmbeck kam. Jedoch der Schaffner sahs von ferne, er bremste mit gewaltger Hand. Jedoch der Zug, er blieb nicht stehen. – Ein Haupt rollt blutrot in den Sand.
Die Liebe zu träumen, heißt alles zu träumen; es ist die Unendlichkeit des Glücks, das Mysterium der Lust.
Jede Liebe verzehnfacht jede Kraft… Dieses Besitzergreifen, zu zweien, einer neuen Wahrheit macht der Besitz doppelt sicher, den Begriff doppelt klar.
Die Liebe ist das Leben, ist das Wesentliche. Aus ihr entfalten sich die Verse, die Taten und alles Übrige. Die Liebe ist das Herz des Ganzen. Sobald dieses seine Arbeit einstellt, stirbt alles Übrige ab, wird überflüssig, unnütz.
Eine traurige Geschichte Ein Hering liebt eine Auster Im kühlen Meeresgrund; Es war sein Dichten und Trachten Ein Kuß von ihrem Mund. Die Auster, die war spröde, Sie blieb in ihrem Haus; Ob der Hering sang und seufzte, Sie schaute nicht heraus. Nur eines Tags erschloß sie Ihr duftig Schalenpaar; Sie wollt' im Meeresspiegel Beschauen ihr Antlitz klar. Schnell kam der Hering geschwommen, Streckt seinen Kopf herein Und dacht an einem Kusse In Ehren sich zu freu'n! O Harung, armer Harung, Wie schwer bist du blamiert! – Sie schloß in Wut die Schalen, Da war er guillotiniert. Jetzt schwamm sein toter Leichnam Wehmütig im grünen Meer Und dachte: "In meinem Leben Lieb' ich keine Auster mehr!"
Langsam! Amor sprach, den Becher haltend: "Nipp' ein wenig, nur vom Rande!" Doch, als ich nun erst gekostet, Nahm ich mir den Becher schräger. "Langsam! rief er, rückwärts beugend: Denn ich gab dir nur zu kosten. Alles trinkst du ja auf einmal! Glaubst du denn, der Becher Amors Halt' in sich die ganze Meerflut?"
In meinem Garten die Nelken Mit ihrem Purpurstern Müssen nun alle verwelken, Denn du bist fern. Auf meinem Herde die Flammen, Die ich bewacht so gern, Sanken in Asche zusammen, Denn du bist fern. Die Welt ist mir verdorben, Mich grüßt nicht Blume, nicht Stern; Mein Herz ist lange gestorben, Denn du bist fern.
Eines der Dinge, in denen wir uns gründen müssen, um unserem Herrn zu gefallen, wird darin bestehen, alle Dinge von uns zu weisen, die uns von der Liebe zu den Brüdern trennen können, indem wir uns mühen, sie mit herzlicher Liebe zu lieben.
Liebst du wohl, wenn du nicht die Welt in dem Geliebten findest?
Denn das ist die Kraft und Seligkeit der Liebe, nicht daß wir gelebt werden, sondern daß wir lieben dürfen.
Keiner meiner Freunde soll mit Eros unbekannt sein, sondern ihn halten, wo er ihm begegnet.
Erkenntnis Was einst mein Herz erquickte, Der Himmel Stern an Stern, Seit in Dein Aug ich blickte, Wie lass' ich ihn so gern! Nach einem Zauber heb' ich Mein Aug', nach einer Zier: Ah! alle Schönheit geb' ich Um einen Blick von dir. Was einst mein Leben schmückte, Des Wissens goldner Kern, Seit ich ans Herz dich drückte, Wie miss' ich ihn so gern! Nach einem Glücke streb' ich, Nach einem Trostpanier: Ach! alle Weisheit geb' ich Um ein Kuß von dir.