Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Die Verratene Verschneiter Morgen! Über Nacht gewoben ein weißer Schleier! O wär' es ein Linnen zur Leichenfeier Den erwachenden Sorgen. Jäh ging er fort, verschneit ist der Weg, Dort ging er hin, verschneit ist die Brücke. Verschneit ist der einzige Weg Zum Glücke.
Des Lebens seligstes Bewusstsein ist es, sich in einem andern lebendig zu wissen.
Der Verzweifelte Nicht mehr zu dir zu gehen, Beschloss ich und beschwor ich, Und gehe jeden Abend, Denn jede Kraft und jeden Halt verlor ich. Ich möchte nicht mehr leben, Möcht augenblicks verderben, Und möchte doch auch leben Für dich, mit dir, und nimmer, nimmer sterben. Ach rede, sprich ein Wort nur, Ein einziges, ein klares, Gib Leben oder Tod mir, Nur dein Gefühl enthüllle mir, dein wahres!
Wenn du mehr Liebe lernen willst, fang' am besten an mit einem Freund, den du hasst!
Die Frau hört nie auf, zu lieben; muß sie der Erde entsagen, nimmt sie ihre Zuflucht zum Himmel!
Nimmer weiß ich, wie's gekommen, War es doch, als müßt' es sein, Daß mein Herz du hingenommen - Gar so heimlich schlich es ein. So wie Blumen still erblühen, Wie im Lenz ergrünt die Au, Wie nach heißen Tages Glühen Hold und labend sinkt der Tau. Nicht bestürmt mich wild Verlangen Glutenvoller Sehnsuchtsnacht! - Wie der Mond kam es gegangen In der stillen Sommernacht.
Ergänzung Es gab der Gott, zu dem wir beten, Dem Lenz der Blüten bunt Gewirr, Den Sonnen gab er die Planeten, Und meine Seele gab er dir. Er gab dem nachtbedeckten Meere Des Mondesstrahles lichte Zier, Dem dunkeln Grund die gold'ne Ähre, Und deine Liebe gab er mir!
Und das ist ja der Liebe einziger Bedarf, aufgenommen zu sein; und was nicht ihrer Empfängnis fähig ist, das ist auch nicht der Liebe Gegenstand.
Die Lawine Allgewaltig, allzermalmend Donnert die Lawine hin, Eine zarte, weiche Flocke War sie im Beginn. Und das Weh, das mich zertrümmert, Das entsetzliche Geschick, War im Anfang nur ein stiller, Kaum verstandner Blick.
Aber wo die Liebe herrscht, haben wir, die wir eben noch wilde Tiere waren, jetzt Kultur – Kunst und alles Große, dessen wir uns mit Recht rühmen.
Kein steinern Bollwinkel kann der Liebe wehren, und Liebe wagt, was Liebe kann.
Venus stellt sich lieblich dar, Aber laß dich nicht verblenden: Ihre falsche Süßigkeit Wird allzeit mit Gallen enden; Venus bringt um Ehr' und Habe, Venus schwächet Geist und Brust, Gibt zu Zentnern Reu' und Schmerzen Und zu Loten schnöde Lust.
Ich saß an einem Tisch von Silber reich. Nie sah ich solchen Aufwand all mein Leben. Drei süße Speisen gab es da zugleich: Zucker und Honig und mein Schatz daneben.
Sie saßen und tranken am Teetisch, Und sprachen von Liebe viel. Die Herren, die waren ästhetisch, Die Damen von zartem Gefühl. »Die Liebe muß sein platonisch«, Der dürre Hofrat sprach. Die Hofrätin lächelt ironisch, Und dennoch seufzet sie: »Ach!« Der Domherr öffnet den Mund weit: »Die Liebe sei nicht zu roh, Sie schadet sonst der Gesundheit.« Das Fräulein lispelt: »Wieso?« Die Gräfin spricht wehmütig: »Die Liebe ist eine Passion!« Und präsentieret gütig, Die Tasse dem Herren Baron. Am Tische war noch ein Plätzchen, Mein Liebchen, da hast du gefehlt. Du hättest so hübsch, mein Schätzchen, Von deiner Liebe erzählt.
Der Mensch kann nur dasjenige wollen, was er liebt; seine Liebe ist der einzige, zugleich auch der unfehlbare Antrieb seines Wollens und aller seiner Lebensregung und Bewegung.
Mein Herz ist zerrissen, du liebst mich nicht! Du ließest mich's wissen, du liebst mich nicht! Wiewohl ich dir flehend und werbend erschien, Und liebebeflissen, du liebst mich nicht! Du hast es gesprochen, mit Worten gesagt, Mit allzugewissen, du liebst mich nicht! So soll ich die Sterne, so soll ich den Mond, Die Sonne vermissen? Du liebst mich nicht! Was blüht mir die Rose, was blüht der Jasmin? Was blühn die Narzissen? Du liebst mich nicht!
Der liebt am wenigsten, der am beredtesten von seiner Liebe spricht.