Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Die Sendung An Alexis send' ich dich, Er wird, Rose, dich nun pflegen; Lächle freundlich ihm entgegen, Daß ihm sey, als säh' er mich! Frisch, wie du der Knosp' entquollst, Send ich dich; er wird dich küssen: Dann – jedoch er wird schon wissen, Was du alles sagen sollst. Sag' ihm leise, wie ein Kuß Mit halb aufgeschloßnem Munde, Wo mich, um die heiße Stunde, Sein Gedanke suchen muß.
Ich habe nicht gesagt, daß man das Herz unterdrücken müsse, aber man muß es leider Gottes bezähmen.
Lebe wohl, Du Einzige, in die ich nichts zu legen brauche, um alles in Dir zu finden.
Es gibt so viele Ersatzgefühle für die Liebe, daß, wer ihr einmal rein begegnet, verwirrt vor dem Unwahrscheinlichen steht.
Weiß nicht, wo ich steh' Durch der Liebe Hand, Nicht, wohin ich geh' Durch der Liebe Hand. Wohn' in Bergen wild, Blut'ge Träne quillt Immer ungestillt Durch der Liebe Hand. Bogen ward ich nun, Flöte ohne Ruh'n – Klagen all mein Tun Durch der Liebe Hand. Hör mein Jammern an! Meine Scham vertan, Gab mein Haupt ich dran Durch der Liebe Hand. Will mein Sein hingeben, Mich zu Ihm begeben, Nackt und bloß nur leben Durch der Liebe Hand. Sieh, was Yunus tut: Recht ist sein Wort, gut – Immer weint er Blut, Durch der Liebe Hand.
Die Liebe ist der Zustand, wo der Mensch die Dinge am meisten so sieht, wie sie nicht sind.
Wenn sich zwei Herzen scheiden Wenn sich zwei Herzen scheiden, Die sich dereinst geliebt, Das ist ein großes Leiden, Wie's größres nimmer gibt. Es klingt das Wort so traurig gar: Fahr wohl, fahr wohl auf immerdar! Wenn sich zwei Herzen scheiden, Die sich dereinst geliebt. Als ich zuerst empfunden, Daß Liebe brechen mag, Mir war's, als sei verschwunden Die Sonn' am hellen Tag. Mir klang's im Ohre wunderbar: Fahr wohl, fahr wohl auf immerdar, Da ich zuerst empfunden, Daß Liebe brechen mag. Mein Frühling ging zur Rüste, Ich weiß es wohl warum; Die Lippe, die mich küßte, Ist worden kühl und stumm. Das eine Wort nur sprach sie klar: Fahr wohl, fahr wohl auf immerdar! Mein Frühling ging zur Rüste, Ich weiß es wohl warum.
Streitsücht'ge Liebe! Du Alles, aus dem Nichts zuerst erschaffen! Schwermüt'ger Leichtsinn! Ernste Tändelei! Entstelltes Chaos glänzender Gestalten! Bleischwinge! Lichter Rauch und kalte Glut! Stets wacher Schlaf, dein eignes Widerspiel! So fühl ich Lieb' und hasse, was ich fühl'!
Wie süß ists, das Geliebte zu beglücken Mit ungehoffter Größe Glanz und Schein!
Die Welt ist so groß und wir sind so klein! Doch sind wir in heißer Umarmung allein, Dann sinket die Welt in Dämmrung zurück – Wie klein ist die Welt, wie groß unser Glück!
Die Liebe ist etwas ganz Persönliches. Wir lieben nicht ein wirkliches Wesen, sondern eines, das wir uns selbst erschaffen haben.
Heimliche Liebe Kein Feuer, keine Kohle kann brennen so heiß, als heimliche Liebe, von der niemand weiß. Keine Rose, keine Nelke kann blühen so schön, als wenn zwei verliebte Seelen beieinander tun stehn. Setze du mir einen Spiegel ins Herze hinein, damit du kannst sehen, wie so treu ich es mein.
Brautnacht Mit süßem Druck löst sich der Kuß zuletzt. Wie nach dem Sturm die letzten Tropfen fallen Vom Sims – bald dicht – bald einzeln nur verhallen – Klopft noch im Wechselschlag ihr Herz. Und jetzt Löst Brust sich leicht von Brust – ein Stengel trägt Oft so zwei Blüten bräutlich nah beisammen – Und ihre Lippen, die vom Kuß noch flammen, Sind von der Liebe Lächeln sanft bewegt. Noch tiefer als in Traumesflut versinken Läßt sie der Schlaf; die Träume fliehen leise, Dann steigen langsam wie durch Dämmerkreise Der Flut die Seelen auf. Ein traumhaft Blinken Des Tages weckt ihn. – Durch die Seele fliegt Ein tiefes Wundern, weil sie bei ihm liegt.
Das Bedürfnis zu lieben zwingt zu größern Torheiten als die Liebe selber.
An der sonngewohnten Straße, in dem hohlen halben Baumstamm, der seit lange Trog ward, eine Oberfläche Wasser in sich leis erneuernd, still ich meinen Durst: des Wassers Heiterkeit und Herkunft in mich nehmend durch die Handgelenke. Trinken schiene mir zu viel, zu deutlich: aber diese wartende Gebärde holt mir helles Wasser ins Bewußtsein. Also, kämst du, braucht ich, mich zu stillen, nur ein leichtes Anruhn meiner Hände, Sei's an deiner Schulter junge Rundung, sei es an den Andrang deiner Brüste.
Fühltest du etwa [...] daß alles, was die Liebe tut, um zu sterben, nur ein Mittel ist, um wieder zu auferstehen, und daß alle ihre Epilogen nur Prologen zum zweiten Akte sind?
Nicht Gold, nicht Edelsteine können ein Weib wahrhaft glücklich machen, sondern nur das Gefühl, geliebt zu werden, und darin sind sie alle gleich, die Vornehmen und Geringen, die Reichen und die Armen.
Liebe kennt kein Alter … Was schadet das Alter, wenn man zu zweit ist!
Wie Gustav die abwesende Beata liebte, errät jeder, der empfunden hat, wie die Liebe nie zärtlicher, nie uneigennütziger ist, als während der Abwesenheit des Gegenstandes.
Die Lieb' umfaßt des Weibes volles Leben, Sie ist ihr Kerker und ihr Himmelreich; Die sich in Demut liebend hingegeben, Sie dient und herrscht zugleich.