Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Eine Frau, die wahrhaft geliebt, oder wie man ebensogut sagen kann, gelitten hat, sieht die andern flirten mit den Augen einer Mutter, die ein Kind verloren hat und die zusieht, wie kleine Mädchen mit Puppen spielen.
Geheimnis Über meines Liebchens Äugeln Stehn verwundert alle Leute; Ich, der Wissende, dagegen Weiß recht gut, was das bedeute. Denn es heißt: ich liebe diesen, Und nicht etwa den und jenen. Lasset nur, ihr guten Leute, Euer Wundern, euer Sehnen! Ja, mit ungeheuren Mächten Blicket sie wohl in die Runde; Doch sie sucht nur zu verkünden Ihm die nächste süße Stunde.
Des Mädchens Lied Schaust du mir so innig In das Aug' hinein, Sprichst du, ewig bin ich, Meine Liebe, dein; Muß ich dir erscheinen Als ein töricht Blut; Laß mich dann nur weinen, Weinen tut so gut. Fragst du, welch ein Leiden Mich zu Tränen zwingt? Kann's die Harfe meiden, Daß, berührt, sie klingt? Wie der Klang erscheinen Muß, der in ihr ruht, – Sieh, so muß ich weinen; Weinen tut so gut.
Fern Fern vom Strand, wenn an den Felsenklippen scheidend, glühend-rot der Tag verglomm, hauchen in die Dämmrung meine Lippen still verträumt ein sehnsuchtszittern: "Komm!" Meine Blicke, die noch tränenfeuchten, streifen hoffnungslos den öden Strand. Stille rings! Die See, vom Meeresleuchten überflutet, trägt ihr Prachtgewand. Sinnend weil ich in dem Zauberlande, bis der Vollmund küßt die schwüle Nacht, träum, ich ruht in deinem Arm am Strande, wachgeküßt von deiner Liebesmacht.
Schweige, Mund Schweige, Mund, und redet, Augen! Andre Sendung will ich nicht; Nur so zarte Boten taugen, Wo ein zart Geheimnis spricht. Durch der Wimpern Schattenschleier Dringen Blicke, bang, doch kühn, Süßes, wunderbares Feuer Spiegelnd in der Wangen Glüh'n. Ja, mit Wundermacht entzünden Licht sie im verwandten Sein, Wissen schnell die Bahn zu finden Tief in Herzens Herz hinein. Und die lieblichen Gesandten Führen mächt'ge Sprache dort, Und so schlingt mit Wechselbanden Sich der Blicke Botschaft fort. Unentweiht von äußern Zeugen, Und im heilig stillen Raum, Lang noch weil' im zarten Schweigen, Lichter sel'ger Himmeltraum!
Die Liebe ist das Kind der Illusion und die Mutter der Desillusion.
Unruhige Nacht Heut ward mir bis zum jungen Tag Der Schlummer abgebrochen, Im Herzen ging es Schlag auf Schlag Mit Hämmern und mit Pochen. Als trieb' sich eine Bubenschar Wild um in beiden Kammern; Gewährt hat, bis es Morgen war, Das Klopfen und das Hammern. Nun weist es sich bei Tagesschein, Was drin geschafft die Rangen: Sie haben mir im Herzensschrein Dein Bildnis aufgehangen!
Du bist mir gut, doch du liebst mich nicht, so kühl und so ruhig bleibt dein Gesicht, ganz unbewegt - wenn heiß dich mein brennender Mund geküßt, ob dann wohl das Herz - ach wie gern ichs wüßt - dir wilder schlägt? Wir ließen die Rosen am Strauch verglühn, nun ist die Zeit, da die Herbstastern blühn - du siehst sie kaum - zur schimmernden Ferne schweift still dein Blick, erfaßt dich Sehnsucht? Ahnst du das Glück? Lockt dich ein Traum? ...
Weiße Rosen Du bissest die zarten Lippen wund, Das Blut ist danach geflossen; Du hast es gewollt, ich weiß es wohl, Weil einst mein Mund sie verschlossen. Entfärben ließt du dein blondes Haar In Sonnenbrand und Regen; Du hast es gewollt, weil meine Hand Liebkosend darauf gelegen. Du stehst am Herd in Flammen und Rauch, Daß die feinen Hände dir sprangen; Du hast es gewoll, ich weiß es wohl, Weil mein Auge daran gehangen.
Die Liebesneigung ist die stärkste Regung in jedem Menschen.
Das ist ja eben das Zeichen, daß die Liebe echt ist, wenn sie Strahlen wirft, wenn sie die Gefühle mildert und alle Menschen mit teilnehmen lassen möchte an dem eigenen Glück.
Wohl mir, nach all dem Spielen, Schweifen: du bist der Ernst, und du bist mein; um unsere Liebe auszureifen, braucht's keiner Sonne warmen Schein! Hörst du die Winde heulen, pfeifen? Hochzeitlich dringt's zu uns herein! Wir lachen, wenn die Balken knarren, denn unser Glück hat feste Sparren.
Die Nacht ist klar, die Nacht ist kühl, Am Himmel schießen die Sterne – Du hast mich einst so lieb gehabt Und mich geküßt so gerne. Du hast mich einst so lieb gehabt, Wo blieb dein heiß Gefühl? – Am Himmel schießen die Sterne, Die Nacht ist klar und kühl.
Ich habe dich geheiratet, um dich in Gott und nach dem Bedürfnis meines Herzens zu lieben, und um in der fremden Welt eine Stelle für mein Herz zu haben, die all ihre dürren Winde nicht erkälten und an der ich die Wärme des heimatlichen Kaminfeuers finde, an das ich mich dränge, wenn es draußen stürmt und friert; nicht aber um eine Gesellschaftsfrau für andre zu haben [...].
Die vollkommene Geliebte ist ganz Gegenwart. Vergangenheit hat sie vergessen, Zukunft kümmert sie nicht.