Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Das ist der Bann der Fee'n: Der Mann, der Eine gesehn, Muß sie haben oder vergehn.

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Wenn! Wenn ein jeder Seine Feder, Eh' er schriebe, Taucht' in Liebe – Engel müßten sich drängen Zu den Botengängen.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Liebe Die Hand, die mich zu Boden warf, Die alle meine Lebenstriebe Beschneidet unerbittlich scharf, Die Hand heißt »Liebe«.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Die Liebe lehrt mich lieblich reden, da Lieblichkeit mich lieben lehrte.

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Täglich steht der Tod mir bevor, wohl weiß ich es sicher. Doch wenn ich schau', wie der Chor kreisender Sterne sich schlingt, fühl' ich mich aufwärts gehoben, ich sitze an himmlischer Tafel.

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Heute lieb, morgen leid, das ist der Welt Unstetigkeit.

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Der Mensch ist gut, ich weiß es; denn sie lebet. Ihr Herz ist Bürge mir für eine Welt!

Schubert (Hg.), Grillparzers Meisterwerke, 1905

Die Liebe ist das Unbedingteste im Leben.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Zwei Seelen und ein Gedanke, zwei Herzen und ein Schlag!

Halm, Der Sohn der Wildnis. Dramatisches Gedicht in fünf Akten, 1842

Wer kalt ein liebend Herz verschmäht, Hat ew'gen Haß hinein gesä't.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Buhle nicht um Gunst – sie lässt sich nicht erkaufen. Aus freien Stücken sucht sie dich auf, wenn du dich ihrer würdig erzeigst.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Wenn die ersten Veilchen blühn Wenn die ersten Veilchen blühn Ist die Rosenzeit nicht fern. Mädchenwangen rosig glühn, Trifft sie ein geliebter Stern. Scheitert an der Blicke Klippen Nicht der Mund, zu bittrem Leid, Von den Augen zu den Lippen Ist es dann nicht allzuweit.

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So viele Erfahrungen hatten die Wahrheit in mir bestätigt, daß die Liebe immer unglaubliche Veränderungen in dem Menschen hervorbringt; ich habe schwache Jünglinge durch die Liebe stark werden sehen, rohe ganz weichherzig, unempfindliche ganz zärtlich…

Kleist, H., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, am 11. Januar 1801

Wie mancher Lüge stellen wir uns im täglichen Leben unter, um nicht einen kleinen Fehler bekennen zu müssen.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Wenn Liebe erst nach Gründen sucht, dann steht sie schon am Abgrund.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Zwei Augen wie Sterne Die sähen so gerne Das wonnige Licht, Und dürfen es nicht; Die hellen Karfunkeln Die könnten verdunklen Das sonnige Licht, Und dürfen es nicht. O Liebesverlangen! In Kerker gefangen, Sind die Augen so minniglich, Die Lippen so wonniglich, Die Worte die milden, Die Locken so gülden, Es bricht mir das Herz Vor Leidmuth und Schmerz. Ich sehe bis an den Tod Die Lippen rosinroth Und sollt ich nimmer genesen, Dächt ich doch an ihr minniglich Wesen, An ihr Blicken so mild, An das schönste Frauenbild, Und sollt ich Schmach und Tod erwerben Das Mägdlein minnt ich und sollt ich sterben.

Günderrode, K., Gedichte. Aus: Melete. Valorich. Originaltext

Wie wir die Menschen sehn, nicht wie sie sind, So lieben wir sie. Unser tiefstes Sehen Ist, wo wir lieben, kinderselig blind, Und mag nur mit dem Herzen sich verstehen. Erkenntniß selbst wird eingehüllt geschwind, In schönem Trug mit uns einher zu gehen. Wie reich die Armuth, die das Herz verschwendet! Wie arm der Reichthum, wenn der Trug sich wendet!

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Als entfesselte Leidenschaft gleicht die Liebe einem Vulkan, der alles versengt, verzehrt, einem Abgrund, der alles verschlingt – Ehre, Vermögen, Gesundheit.

Krafft-Ebing, Nervosität und neurasthenische Zustände, 1895

»Ich hab dich lieb...« Sag's immer, Kind! Ich weiß, daß Lügen Geschenke sind.

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In der Liebe gibt es die meisten Fälle, wo auch die feinste Selbstbeherrschung einen Moment von Durchsichtigkeit hat.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Aus dem Traktat »De Amore« des Andreas Capellanus (in der niederdeutschen Bearbeitung von Eberhard Cersne um 1400): "Nuwe liebe trybit dye alden hyn". In Lillis Übersetzung: "Liebe ist, wenn einem ein anderer besser gefällt".

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921