Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Das größte Geschenk ist ein Stück von dir.

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Wås nutzt's a', wånn d' Liab sitzt In ieda Fålt'n? Dein Herz is a Sieb, Kann die Liab nit hålt'n.

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Ein schweres Rätsel ist das Leben, Allein die Liebe löst es leicht.

Gottschall, R., Gedichte. Aus: Das Rätsel, 1858

Noch leichter als die Jugend flieht die Liebe.

Lenau, N., Gedichte. Aus: Jugend und Liebe, 1836

Wenn die Liebe ihr eigenes Wesen ergründet, dann geht sie zugrunde.

Lipperheide (Hg.), Spruchwörterbuch, hg. von Franz Freiherrn von Lipperheide, Berlin 1907

Entflohen ist ihm nie, dem Gott der Liebe, ein Mädchen.

Theokrit, Idyllen (Eidyllia)

Amors süßer Zaubermacht Ist der Orkus untertänig: Freundlich schmollt der schwarze König, Wenn ihm Ceres' Tochter lacht; Liebe sonnt das Reich der Nacht.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Der Triumph der Liebe. Eine Hymne, in: Anthologie auf das Jahr 1782

Geheime Liebe Unbeglückt muß ich durchs Leben gehen, Meine Rechte sind nicht anerkannt; Aus der Liebe schönem Reich verbannt, Muß ich dennoch stets ihr Schönstes sehen! Nicht die schwache Zunge darf's gestehen, Nicht der Blick verstohlen zugesandt, Was sich eigen hat das Herz ernannt, Nicht im Seufzer darf's der Brust entwehen! Tröstung such' ich bei der fremden Nacht, Wenn der leere lange Tag vergangen, Ihr vertrau' ich mein geheim Verlangen; Ist in Tränen meine Nacht durchwacht, Und der lange leere Tag kommt wieder, Still ins Herz steigt meine Liebe nieder.

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Vor dem Glücklichen her tritt Phöbus, der pythische Sieger, Und der die Herzen bezwingt, Amor, der lächelnde Gott.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Liebe Leise wie ein Hauch, Zärtlich wie ein Lied, Furchtsam wie der Schatten, Und so treu doch auch – Arme kleine Liebe, Die ich hart verstieß, Die ich oft des Tages, Zürnend von mir wies, Stehst du nun zur Nacht, Stehst vor meiner Tür, Rufst mit süßer Stimme, Bis ich aufgemacht? Arme kleine Liebe, Hast nun doch gesiegt, Daß dir meine Seele Still zu Füßen liegt.

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Durch die tiefste Seele geht Mein süßes Deingedenken, Wie ein stilles Nachtgebet!

Lenau, N., Gedichte. Schilflieder. Aus: Sehnsucht, 1831

Mein Herz ist wie die dunkle Nacht, Wenn alle Wipfel rauschen; Da steigt der Mond in voller Pracht Aus Wolken sacht – Und sieh, der Wald verstummt in tiefem Lauschen. Der Mond, der helle Mond bist du: Aus deiner Liebesfülle Wirf einen, einen Blick mir zu Voll Himmelsruh – Und sieh, dies ungestüme Herz wird stille.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Erstes Buch. Lieder als Intermezzo, 13.

Was ist denn ohne Liebe, ohne Kampf das Dasein wert?

Madách, Die Tragödie des Menschen (Az ember tragédiája), 1861

Dies Kind hat deine Augen nicht, Geliebte! Dein Aug' ist blau und froh und licht, Und meins ist braun und heiß, und flammt – Doch des Kindes Augen sind schwarz wie Sammt, Wie die Nacht, so tief und lind – Geliebte, Von wem hat die das Kind? Die Mutter sieht in den Schoß und lacht Und flüstert schelmisch: So war es ja, So war's, wie ich deine Auge sah, Geliebter, Im Dämmerschein der Nacht.

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Freundschaft bindet nur das Gleiche; Ungleich aber kann mit Ungleich Nur in Liebe sich vereinen.

Raupach, Das Mährchen im Traum. Ein dramatisches Gedicht, 1836. Dritter Auftritt. Constanza

Es muß was Wunderbares sein Ums Leben zweier Seelen? Sich schließen ganz einander ein, Sich nie ein Wort verhehlen; Und Freud und Leid und Glück und Not So mit einander tragen, Vom ersten Kuß bis in den Tod Sich nur von Liebe sagen.

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Das ist der Segen der wahren Liebe, daß in der Liebe selbst der Balsam liegt für die Wunden der Liebe.

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Nur durch die Einbildungskraft bist du sicher, daß die Frau, die du liebst, bestimmte Vorzüge hat.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Er merkt etwas »Ich hab die lieb...« Ich höre das so. Könnt' ich es glauben, Wär' ich wohl froh. »Ich hab dich lieb...« Welch holder Ton! Wie Geig' und Flöte... Ich hörte ihn schon. »Ich hab dich lieb...« Sag's immer, Kind! Ich weiß, daß Lügen Geschenke sind.

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Wie dem Pilger der Quell silbern entgegenrinnt, Wie der Regen des Mays über die Blüthen träuft, Naht die Liebe; des Jünglings Seele zittert, und huldigt ihr!

Hölty, L., Gedichte. Aus: Die Liebe, entst. 1773, Erstdruck in: Musenalmanach 1774, Göttingen. Originaltext

"Ich fühle die Pflicht, ihm Liebe schuldig zu sein." Liebe schuldig? Wenn Liebe eine Schuld sein könnte, so könnt man s' auf einem Dreißigkreuzerstempel verschreib'n, man könnt s' zedieren, exequieren, ratenweise abtragen, wenn es ein auf einmal zu viel is. Es liegt wirklich ein kühner, überg'würzg'wölblicher Materialismus drin, dem poetischsten aller Gefühle zuzumuten, daß es nach der juridischen Paragraphenpfeife tanzen soll.

Nestroy, Mein Freund. Posse mit Gesang in drei Akten nebst einem Vorspiele, 1851