Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Jugend und Alter Jugend liebt und wird geliebt; Alter liebt und wird verlacht; Liebe nimmt so leichte nicht Liebe, die nicht Liebe macht.
Die Weiber lieben einander nicht so sehr, weil sie sich nicht in den schönsten Augenblicken je sehen – des Gebets und der Liebe.
Wer die Menschen nicht mehr liebt, findet wieder Liebe und Interesse an einem, der leidet. Der Schmerz führt uns die alte Liebe des ganzen Geschlechts zurück.
Aber auch noch eure beste Liebe ist nur ein verzücktes Gleichnis und eine schmerzhafte Glut. Eine Fackel ist sie, die euch zu höheren Wegen leuchten soll.
Was nützt es, wenn das brache Feld ... Was nützt es, wenn das brache Feld Die Furche nur vom Pflug erhält? Streust du nicht Samen auch hinein, Wird Unkraut nur die Ernte sein! Mein Schatz, mit deinem Blick, so mild, Hast du das Herz mir aufgewühlt, Ja scharf, wie eines Pfluges Erz, Fuhr mir's da mitten durch das Herz. Doch ward mein Herz umsonst gepflügt, Da doch nur Gram darinnen liegt – O pflanze deine Liebe drein, Dann wird es voll von Rosen sein!
Der Freundschaft Sanftmut mäßigt der Liebe Ungestüm.
Ich nenne Liebe die Bewegung der Seele dahin, Gott wegen seiner selbst, sich und den Nächsten aber wegen Gott zu lieben. Begierlichkeit aber heiße ich das Streben des Geistes, sich, den Nächsten und jeden Körper nicht wegen Gott zu genießen.
Fällt von einem immer noch geliebten Wesen der Zauber des Geschlechts allmählich für dich ab, so erlebst du zuweilen das neue Wunder, daß das Kind wieder vor dir steht, das jenes Wesen war, bevor du es als Frau umarmtest, und du liebst es besser als zuvor.
An die Liebe Wenn deine Göttermacht, o Liebe, Aus der Verbannung Nebeltal Zur Sternenwelt uns nicht erhübe, Wer trüge dann des Lebens Qual? Ins Reich der Unermeßlichkeiten, Bis wo die letzte Sphäre klingt, Folgst du dem Fluge des Geweihten, Wenn er dem Staube sich entschwingt! Und stürzt, umwogt von Feuerfluten, Der Erdball selbst ins Grab der Zeit, Entschwebst, ein Phönix, du den Gluten; Dein Nam ist Unvergänglichkeit.
Die Liebe hat kein Gedächtnis für das, was ihr hat Abbruch tun wollen; ja, sie gedeiht erst recht unter Störungen.
Und damals tat's nicht halb so weh. Was gingst du nicht in jener Nacht, Da ich dir trotzig sagte; "Geh!" Auch heute gilt dasselbe Wort Und damals tat's nicht halb so weh. Ach, damals wagt' ich noch den Kampf, Da war ich mutig, jung und stark, Doch wenn du heute von mir gehst, Dann trifft der Streich mich bis ins Mark.
Ein Wesen, das wir lieben und verehren, vergessen machen, daß es unglücklich gewesen, hat für edle Seelen wohl noch einen größeren Reiz, als der frühlingsheiteren Seele der noch Ungeprüften die erste Empfindung des Glückes zu geben. In einer solchen Liebe ist fast gar kein Egoismus mehr, es ist die Liebe der Seele, nicht die Liebe der Sinne.
Die echte Liebe blüht nur auf, wo sie sich unbelauscht weiß, sich selbst ein dunkel-süßes Geheimnis bleibt.
Die erste Liebe, die ins Herz einzieht, ist die letzte, die aus dem Gedächtnis schwindet.
Echte Liebe ist tief verborgen wie Gold im Schachte und wächst langsam wie Kernholz, wenn sie fest werden und aushalten soll fürs lange Leben.
Wahrhaft Liebende betrachten alles, was sie bisher empfunden, nur als Vorbereitung zu ihrem gegenwärtigen Glück.
Die Liebe begann im Monat März, Wo mir erkrankte Sinn und Herz. Doch als der Mai, der grüne, kam: Ein Ende all mein Trauern nahm. Es war am Nachmittag um drei Wohl auf der Moosbank der Einsiedelei, Die hinter der Linde liegt versteckt, Da hab ich ihr mein Herz entdeckt. Die Blumen dufteten. Im Baum Die Nachtigall sang, doch hörten wir kaum Ein einziges Wort von ihrem Gesinge, Wir hatten zu reden viel wichtige Dinge. Wir schwuren uns Treue bis in den Tod. Die Stunden schwanden, das Abendrot Erlosch. Doch saßen wir lange Zeit Und weinten in der Dunkelheit.
Mädchen mit den krummen Beinen Mädchen mit den krummen Beinen, wie ein Dackel schief im Gang, glätte mir dein weißes Leinen. Grade will dein Wuchs mir scheinen, liegst du lang. Deine Haut, die fleckig, kreidig, dir verunziert Stirn und Wang, rötet sich und wird geschmeidig, und dein Borstenhaar wird seidig, liegst du lang. Dein Organ ist wie der Spatzen kreischend krächzender Gesang. Komm auf schwellende Matratzen! Wohllaut wird dein heisres Kratzen, liegst du lang. Armes Kind, nie kam ein Freier, der dich auf sein Lager dang. Komm zu mir zur Liebesfeier! Mir schwillt Mut und Blut und Leier, liegst du lang.
Die Liebe sagt nie »genug«.
Was die Perle für die Muschel, das ist die Liebe für manches Frauenherz – sein einziger Schatz, aber auch seine unheilbare Krankheit!
Sturmnacht Die Sturmnacht hat uns vermählt In Brausen und Toben und Bangen: Was unsre Seelen sich lange verhehlt, Da ist's uns aufgegangen. Ich las so tief in deinem Blick Beim Strahl vom Wetterleuchten: Ich las darin mein flammend Glück, In seinem Glanz, dem feuchten. Es warf der Wind dein duft'ges Haar Mir spielend um Stirn und Wangen, Es flüsterte lockend die Wellenschar Von heißem tiefem Verlangen. Die Lippen waren sich so nah, Ich hielt dich fest umschlungen; Mein Werben und dein stammelnd Ja, Die hat der Wind verschlungen ...