Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Je mehr ein Weib männliches Temperament hat, desto sinnlicher ist ihre Liebe.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Männer und Weiber

Wer sich am Süßen der Liebe will laben, Ohne das Bittre genossen zu haben, Will im Tempel zu Mekka ruhn, Ohne das Pilgerkleid anzutun.

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien. Vierzeilen

Ich: Was ist's, das Freundschaft und Liebe zerstört? Er: Geiz bei Großen, Eigendünkel bei Gelehrten, Schamlosigkeit bei Weibern und Lüge bei Männern.

Diez, Denkwürdigkeiten von Asien, in Künsten und Wissenschaften, Sitten, Gebräuchen und Alterthümern, Religion und Regierungsverfassung aus Handschriften und eigenen Erfahrungen gesammelt, 1811-15

O menschliche Liebe! Du gibst uns auf Erden schon das, was wir uns vom Himmel erwarten.

Internet

Ob ich dich liebe? Frage die Sterne [...].

Herloßsohn, Buch der Liebe (Gedichte), 1842. Aus: Irene

In einer echten Liebe ist das Vertrauen die einzige Zuflucht der Eifersucht.

Internet

Liebe denkt in süßen Tönen, Denn Gedanken stehn zu fern. Nur in Tönen mag sie gern Alles, was sie will, verschönen.

Tieck, L., Gedichte. Aus: Glosse

Liebe und Logik sind wie Sonne und Mond; wenn das eine Gestirn aufgeht, geht das andere unter.

Internet

Eine Frau heißt unbeständig, wenn sie nicht mehr liebt, leichtfertig, wenn sie einen andern liebt, flatterhaft, wenn sie nicht mehr weiß, ob und wen sie liebt, gleichgültig, wenn sie nichts liebt.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

Wir sind noch eher fähig, die zu lieben, die uns hassen, als die, welche uns mehr lieben, als wir wollen.

Rochefoucauld, Betrachtungen oder Moralische Sentenzen und Maximen

Liebe braucht keinen Mund, Stumm auch tut sich Liebe kund.

Internet

Fassung Kaum ruhte ich in ihren Armen Wie nach dem Sturm im Hafen aus, So reißt die Welle ohn' Erbarmen Mich wieder in die See hinaus. So tobt denn, Winde! heule, Brandung! Ihr wilden Fluten meint es gut – Nur nach dem Sturme freut die Landung, Und nur im Kampfes reift der Mut.

Internet

Liebe und edler Sinn sind der Unsterblichkeit Pfänder.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Die Liebe ist eine Kunst, und jede Kunst hat ihre Technik, und jede Technik will erworben werden. Kein Wunder, daß die meisten Brautnächte mißlingen.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Daher liebt die Frau den Mann reiner; sie liebt in ihm den gegenwärtigen Gegenstand ihres Herzens, er in ihr öfter das Gebilde seiner Phantasie; daher sein Wanken kommt.

Jean Paul, Die unsichtbare Loge, 2. verbesserte Auflage 1822 (EA: 1793). Erster Teil. 11. Sektor

Es kommt selten vor, daß einer sagen kann: Ich war ehrgeizig. Entweder ist man es gar nicht, oder man ist es immer. Aber es kommt eine Zeit, in der man eingesteht, daß man geliebt hat.

Internet

Man respektiert einen Mann wegen seiner Stärke, aber lieben kann man ihn nur wegen seiner Schwächen.

Internet

Es gibt auch eine Gewohnheit des Gefühls, die fortfährt, ein Wesen zu lieben, von dem man längst losgelöst ist. Als höre man eine Uhr weiterticken, die stille steht.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

So ist die Liebe: erst wollen sie für einander sterben, dann nicht einmal mit einander leben.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum). Originaltext

Geliebt werden ist nur gut, wenn man selbst liebt.

Internet

Holde Liebe! Immer aufs neue ersinnst du Sommernachtsträume und Wintermärchen! Du umspinnst die irdische Bedürftigkeit mit goldigem Schimmer und täuschest über die Größe der Opfer, welche wir bringen. Selbst wenn du uns eine Dornenkrone auf das Haupt setzest, zauberst du Rosenglanz darum.

Frenzel, Lucifer. Ein Roman aus der Napoleonischen Zeit, 5 Bde., 1873