Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Ja! eine Sonne ist der Mensch, allsehend, allverklärend, wenn er liebt, und liebt er nicht, so ist er eine dunkle Wohnung, wo ein rauchend Lämpchen brennt.
Wie herrlich glänzt die Rosenpracht, Wenn Liebreiz rings die Felder schmücket, Die Lieb aus tausend Rosen blicket, Aus Sternen ihrer Wonnennacht.
Ich liebe dich – dafür habe ich dir dankbar zu sein; nicht du mir. Aber das darf nur ich sagen; du darfst es nicht sagen.
Die Liebe vermag alles; sie vollbringt Dinge, die den, der nicht liebt, vergeblich ermüden und erschöpfen.
Liebe und Freundschaft sind wie ein Echo: Sie geben soviel zurück, wie sie erhalten.
Das größte Wunder der Liebe ist, wenn sie die Koketterie heilt.
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.
Der Zauber des Neuen verwirrt unser Herz, gleichwohl bringt er Freundschaft – Freude wie Schmerz. Wer ist so stark, der Versuchung zu widerstehen? Wer es nie versucht, wird es nie fühlen oder sehn. Es liegt an jedem selbst, zu entscheiden, glücklich zu sein oder allein zu bleiben. Wenn auch nur für einen Moment, in dem die Liebe unser Herz fast verbrennt. Zu fühlen, was es heißt, zu lieben, sich dem stellen, was kommen mag, ein schöner Gedanke für jeden Tag.
Ich glaube doch, dass kein Mann je ein rechtes Leben geführt hat, der nicht geheiligt wurde durch die Liebe einer Frau, gestärkt durch ihren Mut und geleitet durch ihre Umsicht.
Nach der Erfüllung Das Schönste bleibt doch stets das Sehnen, Der Liebe erste Werdezeit, Das bange Zagen, süße Wähnen, Die stille Traumesseligkeit. Denn was du damals vorempfunden, Die Brust vom Himmelsglanz erhellt, Das bringt, wieviel du auch gefunden, Dir später kein Besitz der Welt.
Die Liebe ist das höchste, das unirdischste der Gefühle, ein fremdes Ich dringt in das deine ein.
Der Abgekühlte Und ist man tot, so muß man lang Im Grabe liegen; ich bin bang, Ja, ich bin bang, das Auferstehen Wird nicht so schnell vonstatten gehen. Noch einmal, eh' mein Lebenslicht Erlöschet, eh' mein Herze bricht – Noch einmal möcht ich vor dem Sterben Um Frauenhuld beseligt werben. Und eine Blonde müßt es sein, Mit Augen sanft wie Mondenschein – Denn schlecht bekommen mir am Ende Die wild brünetten Sonnenbrände. Das junge Volk voll Lebenskraft Will den Tumult der Leidenschaft, Das ist ein Rasen, Schwören, Poltern Und wechselseit'ges Seelenfoltern! Unjung und nicht mehr ganz gesund, Wie ich es bin zu dieser Stund', Möcht ich noch einmal lieben, schwärmen Und glücklich sein – doch ohne Lärmen.
Eine Frau gehört von Rechts wegen dem Manne, der sie liebt und den sie mehr liebt als das Leben.
Hast du noch die alten Briefe? Hast du noch die alten Briefe, Die ich dir heimlich zugesteckt; Liest du manchmal drin, wenn tiefe Nacht dich mit Gespenstern schreckt: – Schreib geschwind: das Herzensflämmchen Brennt's für mich noch lichterloh? Maus, dein gelbes Schildpattkämmchen Fand sich unterm Vertikow. Fand sich auch das Silberbörtchen, Abgerissen in der Hast, Und – wie schad' – ein Mandeltörtchen, Das du nicht gegessen hast. Tief im Schleier Stirn und Näschen, Keiner kennt dich – sei doch dreist, Komm, mein Herzchen, komm, mein Häschen, Dreimal klopfen – na, du weißt… – Ach, daß heut ich, blondes Liesel, Keine Antwort lesen darf, Weil ich blöder Bildungsstiesel Damals sie ins Feuer warf. Denn – so kernecht auch dein Lieben – Raubte mir's die Seelenruh', Daß du Herz hast klein geschrieben Und mit tz auch noch dazu. Als du wieder, blondes Liesel, Schlüpftest in mein Gartenhaus, Flink und munter wie ein Wiesel, Blieb ich kühl – und es war aus. Heut? – na ja, ich kann nicht klagen, Und ein Spaß ist auch dabei. Viele reife Damen sagen, Daß ich sehr poetisch sei. Und sie lieben mich seraphisch, – Seelenfreundschaft – oder so – Und sie schreiben orthographisch Und zitieren Rochefoucauld. Und für ewig unvergessen Sei mein Liedchen, sagen sie; Und sie laden mich zum Essen Und zu etwas Pomery. Und mit nützlichen Geschenken Machen sie sich wert und lieb. Ich – ich muß der Kleinen denken, Die ihr Herz mit tz schrieb. All die Flammen, all die Flämmchen Gäb' ich heute seelenfroh. Läg' ein blondes Schildpattkämmchen Wieder unterm Verikow.
Seufzer eines Ungeliebten Hast du nicht Liebe zugemessen Dem Leben jeder Kreatur? Warum bin ich allein vergessen, Auch meine Mutter du! Natur? Wo lebte wohl in Forst und Hürde, Und wo in Luft und Meer ein Tier, Das nimmermehr geliebet würde? - Geliebt wird alles außer mir! Wenngleich in Hain und Wiesenmatten Sich Baum und Staude, Moos und Kraut Durch Lieb und Gegenliebe gatten; Vermählt sich mir doch keine Braut. Mir wächst vom süßesten der Triebe Nie Honigfrucht zur Lust heran. Denn ach! mir mangelt Gegenliebe, Die Eine nur gewähren kann.