Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

In der Wüste des Lebens ist die Liebe Oase oder – Fata Morgana.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Es ist nicht möglich, zu leben, ohne etwas lieb zu haben.

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Hienieden verschlingen tausend hitzige Leidenschaften die innere Empfindung und narren das Gewissen.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Das Wesen aller Liebe besteht in der Verbindung. Die Liebe besteht darin, daß das Eigene Teil des Anderen werde und daß man dessen Lust als Lust in sich empfindet.

Swedenborg, Die Weisheit der Engel über die Göttliche Liebe und die Göttliche Weisheit (Sapientia angelica de Divino amore et de Divina sapientia), 1763

Licht und Schatten Schwarz ihre Brauen, Weiß ihre Brust, Klein mein Vertrauen, Groß doch die Lust. Schwatzhaft mit Blicken, Schweigend die Zung', Alt das Mißglücken, Wunsch immer jung; Arm was ich brachte, Reich meine Lieb', Warm was ich dachte, Kalt was ich schrieb.

Grillparzer, F., Gedichte

Vorsatz Ich will's dir nimmer sagen, wie ich so lieb dich hab'; im Herzen will ich's still tragen, will stumm sein wie ein Grab. Kein Lied soll dir's gestehen, soll flehen um mein Glück! Du selber sollst es sehen, du selbst in meinem Blick. Und kannst du es nicht lesen, was dort so zärtlich spricht, so ist's ein Traum gewesen: Dem Träumer zürne nicht.

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An dem Feuer saß das Kind, Amor, Amor, Und war blind; Mit dem kleinen Flügel fächelt In die Flamme er und lächelt, Fächle, lächle, schlaues Kind! Ach, der Flügel brennt dem Kind, Amor, Amor Läuft geschwind! "O, wie mich die Glut durchpeinet!" Flügelschlagend laut er weinet, In der Hirtin Schoß entrinnt Hülfeschreind das schlaue Kind. Und die Hirtin hilft dem Kind Amor, Amor, Bös und blind. Hirtin, sieh, dein Herz entbrennet, Hast den Schelm du nicht gekennet? Sieh, die Flamme wächst geschwind, Hüt' dich vor dem schlauen Kind!

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Mein Käthchen Mein Käthchen fordert zum Lohne Von mir ein Liebesgedicht. Ich sage: Mein Käthchen verschone Mich damit, ich kann das nicht. Ob überhaupt ich dich liebe, Das weiß ich nicht so genau. Zwar sagst du ganz richtig, das bliebe Gleichgültig; doch, Käthchen, schau: Wenn ich die Liebe bedichte, Bedicht ich sie immer vorher, Denn wenn vorbei die Geschichte, Wird mir das Dichten zu schwer.

Wedekind, F., Gedichte. Die vier Jahreszeiten. Sommer

Liebe und Gegen-Liebe Wozu dient so süsses Blicken Wenn du bist in nichts verliebt? Ist's daß unser Seuffzer-schicken Cloris dir Vergnügen giebt? Zwar offt heist das Herze geben Sich begeben seiner Ruh Doch wer immer frey will leben Bringt sein Leben übel zu. Schönheit mit Verstand vermählet Trifft offt schlechte Gleichheit an: Manch getreues Herz erwehlet Was nicht Farbe halten kan: Fremde Qual heist Achtung geben Was für eine Wahl man thu; Doch wer unverliebt will leben Bringt sein Leben übel zu. Liebe Cloris lieb in Zeiten Liebe was dich wieder liebt Was dir ohne Widerstreiten Sein getreues Herze giebt. Lieb‘ und Gegen-Liebe geben Süsse Lust und stille Ruh Wer von Liebe frey will leben Bringt sein Leben übel zu.

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Wir fuhren allein im dunkeln Postwagen die ganze Nacht; Wir ruhten einander am Herzen, Wir haben gescherzt und gelacht. Doch als es morgens tagte, Mein Kind, wie staunten wir! Denn zwischen uns saß Amor, Der blinde Passagier.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Die Heimkehr

Nur die Liebe bringt uns Verständnis bei.

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Die Liebe ist das Flügelpaar, das Gott der Seele gegeben hat, um zu ihm aufzusteigen.

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Wenn du liebst, dringst du ans Licht wie der Same, der in der Erde verborgen war.

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Sei nicht so besessen von der Liebe, dass du nicht bemerkst, wenn es zu regnen beginnt.

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Liebe, Du der Menschen göttlichster Verstand, Die des Unglücks Stürme siegend überwand, Die im Unglück fester Herz an Herzen band, Knüpfe Seel' an Seele, knüpfe Hand in Hand!

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Die Erfinderin der Künste

Ich sprach zur Sonne Ich sprach zur Sonne: "Sprich, was ist die Liebe?" Sie gab nicht Antwort, gab nur gold'nes Licht. Ich sprach zur Blume: "Sprich, was ist die Liebe?" Sie gab mir Düfte, doch die Antwort nicht. Ich sprach zum Ew'gen: "Sprich, was ist die Liebe?" Ist's heil'ger Ernst, ist's süße Tändelei? Da gab mir Gott ein Weib, ein treues, liebes, Und nimmer fragt' ich, was die Liebe sei.

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Du willst, daß ich in Worte füge Du willst, daß ich in Worte füge, Was flüchtig ist wie Windeswehn, Und meiner Seele Atemzüge, Die leisen, kannst du nicht verstehn? Doch glaub! die Wonne wie die Klage, Die nur in Geistertönen lallt, Bleibt eine unverstandne Sage, Wenn ihr das Herz nicht wiederhallt. Ihr Sinn ist hin, ihr Laut verklungen, Sobald die Lippe sie erst nennt: Nicht eignet sich für Menschenzungen, Was nur der Himmel weiß und kennt.

Schack, A. F., Gedichte. Erstdruck der ersten Gedichtsammlung 1866; Erstdruck der zweiten Gedichtsammlung (Weihgesänge) 1878

Nach diesen trüben Tagen, wie ist so hell das Licht. Zerrissene Wolken tragen die Trauer aus meinem Gesicht. Nach Herzenslust zu leben, heißt der Herzenslust nachzugeben. Ich weiß genau, unsere Herzen sind rein, darum frag ich dich hier und jetzt: Möchtest Du für immer der Mann an meiner Seite sein? Aus Liebe und Vernunft zu frein, wie sollt' das nicht das gleiche sein? Da es doch für mich nichts Schöneres und Wichtigeres auf der Welt gibt, frag ich dich hier und jetzt: Möchtest du für immer der Mann an meiner Seite sein, welcher mich liebt? Dein Herz soll wie eine Auster sein, es soll sich nur einmal aufschließen, um den Tau der Liebe in sich aufzunehmen und ihn als Perle ein Leben lang in sich zu tragen. Aber etwas möchte ich Dir auch noch sagen: Ich liebe dich über alles und darum möchte ich dich fragen: Möchtest du für immer der Mann an meiner Seite sein? Ich möchte dich lieben, ich möchte dich ehren. In guten wie in schlechten Zeiten soll unsere Liebe niemals von uns kehren. Bis daß der Tod uns scheide. Denn ich kann ohne dich nicht leben! Ich liebe Dich.

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Was hilft mir alles Denken, Was hilft mir alles Sprechen, Was hilft mir alles Tun! Mein Liebchen will mich kränken Und will das Herz mir brechen, Ich darf nicht bei ihr ruhn.

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Rasch im Flug die Freud' umarmen, leise nur den Mund ihr berühren, wie die Biene Nektarblumen berührt, o Freund! Versetzt uns unter die Götter!

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Die moderne Liebe ist schwache Melodie, überinstrumentiert.

Hofmannsthal, Buch der Freunde, 1922