Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Mein Alles ist dahin, mein Trost in Lust und Leiden, mein ander Ich ist fort, mein Leben, meine Zier mein Liebstes auff der Welt ist wegk, ist schon vohn hier. (die Lieb ist bitter zwahr, viel bittrer ist das Scheiden) Ich kann nicht von dir seyn, ich kann dich gantz nicht meiden, O liebste Dorile! Ich bin nicht mehr bey mir Ich bin nicht der ich bin, nun ich nicht bin bey dir. Ihr Stunden lauft doch fort, wolt ihr mich auch noch neiden? Ey Phoebus halte doch die schnelle Hengste nicht! fort, fort, ihr Tage fort, komb bald du Monden Licht! Ein Tag ist mir ein Jahr, in dem ich nicht kann sehen mein ander Sonnenlicht! fort, fort, du faule Zeit, spann doch die Segel auff, und bring mein Lieb noch heut, und wan sie hier dan ist, so magstu langsam gehen.

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Diese Rose von heimlichen Küssen schwer: Sieh, das ist unsre Liebe. Unsre Hände reichen sie hin und her, unsre Lippen bedecken sie mehr und mehr mit Worten und Küssen sehnsuchtsschwer, unsre Seelen grüßen sich hin und her – wie über ein Meer – wie über ein Meer. Diese Rose, vom Duft unsrer Seelen schwer: Sieh, das ist unsre Liebe.

Morgenstern, C., Gedichte

O! sie sind pfiffig, solang sie es nur mit dem Kopf zu tun haben, aber sobald sie mit dem Herzen anbinden, werden die Böswichter dumm.

Schiller, Kabale und Liebe, entstanden 1782/83, Erstdruck 1784. 5. Akt, 1. Szene, Luise

An die Liebe Von dir, oh Liebe, nehm ich an Den Kelch der bittern Leiden; Nur einen Tropfen dann und wann, Nur einen deiner Freuden! So wird dein Kelch, oh Liebe, mir Wie Feuerbecher glänzen; Auch unter Tränen will ich dir Mit Rosen ihn bekränzen.

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Liebt euch auf Erden, liebt, und wißt, Daß Gott im Himmel Liebe ist.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Ein gülden ABC

Wenn ich ihn nur habe, Wenn er mein nur ist, Wenn mein Herz bis hin zum Grabe Seine Treue nie vergißt: Weiß ich nichts von Leide, Fühle nichts, als Andacht, Lieb und Freude.

Novalis, Geistliche Lieder, 1802. V.

Die Lieb ists schnellste Ding, sie kann für sich allein In einem Augenblick im höchsten Himmel sein.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Aus Liebe gehn und stehn, Lieb atmen, reden, singen Heißt seine Lebenszeit wie Seraphim verbringen.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Wenn deine Seele genauso faszinierend ist wie das Leuchten deiner Augen und das Lächeln auf deinen Lippen, so verlieren alle Worte über die Liebe ihren Sinn.

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Bei dir sind meine Gedanken Und flattern um dich her; Sie sagen, sie hätten Heimweh, Hier litt es sie nicht mehr! Bei dir sind meine Gedanken Und wollen von dir nicht fort; Sie sagen, das wär' auf Erden, Der allerschönste Ort! Sie sagen, unlösbar hielte Dein Zauber sie festgebannt; Sie hätten an deinen Blicken Die Flügel sich verbrannt.

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Rühret nicht daran Wo still ein Herz voll Liebe glüht, O rühret, rühret nicht daran! Den Gottesfunken löscht nicht aus! Fürwahr, es ist nicht wohlgetan. Wenn's irgend auf dem Erdenrund Ein unentweihtes Plätzchen gibt, So ist's ein junges Menschenherz, Das fromm zum ersten Male liebt. O gönnet ihm den Frühlingstraum, In dem's voll ros'ger Blüten steht! Ihr wißt nicht, welch ein Paradies Mit diesem Traum verloren geht. Es brach schon manch ein starkes Herz, Da man sein Lieben ihm entriß, Und manches duldend wandte sich, Und ward voll Haß und Finsternis; Und manches, das sich blutend schloß, Schrie laut nach Lust in seiner Not, Und warf sich in den Staub der Welt; Der schöne Gott in ihm war tot. Dann weint ihr wohl und klagt euch an; Doch keine Träne heißer Reu' Macht eine welke Rose blühn, Erweckt ein totes Herz aufs neu'.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Viertes Buch. Escheberg. Sankt Goar

Es geht mehr Liebes zur Kirche als Schönes.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Man liebt wahrhaft erst, wenn man es nicht mehr zu sagen braucht.

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Die Zeit, nicht der Verstand, macht der Liebe ein Ende.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Originaltext: Amori finem tempus, non animus facit

Die Liebe ist reich an Honig und Galle.

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Die Liebe befahl mir zu schreiben, worüber ich mich schämte, zu sprechen.

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Liebe ist ein Brunnen aus Sorge und Angst.

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Nichts erwacht einfacher als schlummernde Liebe.

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Jede Berührung, jeder Kuß, jede Umarmung ist ein Stern am Himmel.

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Liebe kennt der allein, der ohne Hoffnung liebt.

Schiller, Don Carlos (ursprünglich Dom Karlos), Infant von Spanien, 1782-1787; Erstdruck des ganzen Dramas 1787. 2. Akt, 8. Auftritt, Don Carlos

Je mehr sie sich geliebt wissen, desto rücksichtsloser werden sie meistens, bis sie endlich der Liebe nicht mehr würdig sind, und wirklich ein Riss entsteht.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Zweite Abteilung: Der Wanderer und sein Schatten