Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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O lebendige Liebesflamme, die du zart verwundest meine Seele in der tiefsten Mitte!

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Wenn sie bei solchen Anlässen sich einen unbefangen heiteren Ton erlaubten und wohl gar eine scherzhaft scheinende zärtliche Vertraulichkeit zur Schau stellten, so war das ein schwacher Ersatz für die Entsagung, die sie sich unverbrüchlich auferlegt, indem sie streng jedes Alleinsein vermieden, die stärkste Prüfung für Liebende, welche kein fremder Wille hindern könnte, sich zu sehen.

Keller, Hadlaub (in: Züricher Novellen), 1876

Wo zwei an einem Kranze wanden, An ihrer Liebe Rosenbanden, Weiß selten einer, wessen Hand Mehr Dornen zu Blüten band.

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Ein Irrtum, welcher sehr verbreitet Und manchen Jüngling irreleitet, Ist der: daß Liebe eine Sache, Die immer viel Vergnügen mache.

Busch, Bildergeschichten. Der heilige Antonius von Padua, 1870

An vollen Büschelzweigen, Geliebte, sieh nur hin! Laß dir die Früchte zeigen, Umschalet stachlig grün. Sie hängen längst geballet, Still, unbekannt mit sich; Ein Ast, der schaukelnd wallet, Wiegt sie geduldiglich. Doch immer reift von innen Und schwillt der braune Kern; Er möchte Luft gewinnen Und säh die Sonne gern. Die Schale platzt, und nieder Macht er sich freudig los; So fallen meine Lieder Gehäuft in deinen Schoß.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, entst. 1814-1819, Erstdruck Cotta, Stuttgart u. Tübingen 1819. Buch Suleika

Geheime Liebe fordert Schweigen, Und Edelsinn ist dem nicht eigen, Der laut und prahlend davon spricht.

Langbein, A. F. E., Gedichte. Aus: Die Ungenannte

Die Liebe ist das Kind der Freiheit.

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Liebe ist Erkenntnis, und die ist Besitz.

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Es ist schwer, die zu lieben, die wir nicht achten, aber nicht weniger schwer, jene zu lieben, die wir mehr achten als uns selbst.

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Niemand hat jemals probiert, einen Staat zu gründen mit der Macht der Liebe.

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Der Zauber der Liebe veredelt das, was durch sie berührt wird.

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Wahre Liebe öffnet die Arme und schließt die Augen.

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Wo Liebe ist, ist Glück.

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Ach, wer heilet die Schmerzen Des, dem Balsam zu Gift ward? Der sich Menschenhaß Aus der Fülle der Liebe trank? Erst verachtet, nun ein Verächter, Zehrt er heimlich auf Seinen eignen Wert In ungnügender Selbstsucht.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Vermischte Gedichte. Aus >Harzreise im Winter<, entst. 1777, Erstdruck 1789

Die wahre Liebe bedarf weder Sympathie noch Freundschaft, sie lebt vom Wunsch und nährt sich vom Betrug, wirklich liebt man nur das, was man nicht kennt.

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Liebesgenuss hat noch nie genutzt, man darf zufrieden sein, wenn er nicht schadete.

Epikur, Vatikanische Spruchsammlung (Gnomologium Vaticanum Epicureum). [51]

Die Liebe hat viele Mysterien, und dies erste Verliebtsein ist auch ein Mysterium, wenn es auch nicht das größte ist – die meisten Menschen sind in ihrer Leidenschaft wie wahnsinnig, sie verloben sich oder machen andre dumme Streiche, und in einem Augenblick ist alles zu Ende, und sie wissen weder, was sie erobert, noch was sie verloren haben.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Erster Teil. Das Tagebuch des Verführers. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

Liebesleid Wollt vorübergehen, Doch es mußt geschehen, Daß ich deine Küsse Wie im Traum gepflückt. Daß ich leiden müsse, Wenn du mich beglückt. Gehe nun im Leide Wie im Festtagskleide, Hast mit Küssen, Liebster, Mich so reich geschmückt. Will mit deinen Klagen Dir nur eines sagen, Ewig leiden müssen, Ist, was mich beglückt. –

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Mit einem gemalten Band Kleine Blumen, kleine Blätter Streuen mir mit leichter Hand Gute junge Frühlingsgötter Tändelnd auf ein luftig Band. Zephir, nimms auf deine Flügel, Schlings um meiner Liebsten Kleid; Und so tritt sie vor den Spiegel All in ihrer Munterkeit. Sieht mit Rosen sich umgeben, Selbst wie eine Rose jung. Einen Blick, geliebtes Leben! Und ich bin belohnt genug. Fühle, was dies Herz empfindet, Reiche frei mir deine Hand, Und das Band, das uns verbindet, Sei kein schwaches Rosenband!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lieder

Der Preis deiner Liebe bist du selbst.

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Liebesglück Nicht beneid ich die Herrscher der Welt Um die gewaltigen Reiche. Reicher bin ich, nun du mir gesellt, Der ich keine vergleiche. Hielten sich jene den Göttern gleich, Lach ich und küsse dich munter. – Königin, auch in unserem Reich Geht die Sonne nicht unter!

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