Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Der Geliebte, der nicht alles ist, ist nichts!

Balzac, Die Lilie im Tal (Le lys dans la vallée), 1835

Goldlieb weiß nicht, wo die Sterne stehen.

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Aber eine geheime Vorliebe für das, wofür wir einstmals gekämpft und gelitten, bleibt immer in unserm Herzen.

Heine, Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland, 1793. Zweites Buch. Fußnote

Die Geschlechterliebe ist die, die am wenigsten Glück auf die Welt bringt. Eine Mutter hat jeder, einen Freund so mancher, eine Liebste selten einer.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Wenn's irgend auf dem Erdenrund Ein unentweihtes Plätzchen gibt, So ist's ein junges Menschenherz, Das fromm zum ersten Male liebt.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Viertes Buch. Escheberg. Sankt Goar. Aus: Rühret nicht daran

Können Menschen seelenverwandt sein? Können Menschen sich voll vertrauen? Können Menschen sich alles erzählen? Können Menschen selbstlos lieben? Kann es das auf der Welt geben? Ja in der Liebe ist alles möglich!

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Liebesnacht im Haine Um uns her der Waldnacht heilig' Rauschen Und der Büsche abendlich' Gebet, Seh ich dich so lieblich bange lauschen, Wenn der West durch dürre Blätter weht. Und es ist so traulich dann, so stille Wenn ihr zarter Arm mich fest umschlingt Und ein einz'ger liebevoller Wille Unsrer Seelen Zwillingspaar durchdringt. Fest an dich gebannt, in dich verloren, Zähle ich an deines Herzens Schlag Liebesstammelnd jeden Schritt der Horen. Scheidend küsset uns der junge Tag.

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Ohne Titel Strebet mutig, meine Geister, noch ist nicht die Höh erreicht! wer noch nicht des Lebens Meister, ringe, bis er sie ersteigt! Will die Zeit doch wieder kommen, wo das Herz in Freude schwimmt, alles Leid ist dem entnommen, den die Liebe zu sich nimmt. Schon in meinem Spiegel strahlt mir eine Welt voll Lust, und das Leben regt die Flügel mächtiglich in meiner Brust. Zweige wehn wie Freudenfahnen, Morgenrot ist Liebesschein, und der Vögel süßes Mahnen kehr in meinen Busen ein. Wieder will ich Lieder singen, Leben, wieder Dich verstehen, und auf Deinen leichten Schwingen durch die grünen Täler gehen.

Mereau, S., Gedichte. Als Beilage zu einem Brief an Clemens Brentano, am 10. Oktober 1803

Liebesglück O wie so leicht in seligen Genüssen Sich mir die Stunden jetzt dahinbewegen! Ins Auge schau' ich dir, bist du zugegen, Und von dir träum' ich, wenn wir scheiden müssen. Oft zügeln wir die Sehnsucht mit Entschlüssen, Doch will sich stets ein neu Verlangen regen, Und wenn wir kaum verständ'ger Rede pflegen, Zerschmilzt sie wieder uns und wird zu Küssen. Der erste weckt Begier nach tausend neuen, Es folgt auf Liebeszeichen Liebeszeichen, Und jedes scheint uns höher zu erfreuen. Nun erst begreif' ich ganz den Lenz, den reichen, Wenn er nicht endet, Rosen auszustreuen, Die alle schön sind und sich alle gleichen.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Zweites Buch. Sonette und Distichen aus Griechenland als Intermezzo

Hütet euch! Wo am Herd ein Brautpaar siedelt, Seid auf eurer Hut, ihr Knaben, Wahrt, ihr Mädchen, euer Herz! Denn am Morgen, denn am Mittag Wie ein Duft von wilden Rosen Schwebt die Glut verstohlner Küsse Dort bezaubernd in den Lüften. Ach, und wenn der Abend dunkelt, Unverhüllt durch die Gemächer Wandelt mit geschwungner Fackel Eros dann, und unablässig Sprühn der Sehnsucht irre Funken Weiterzündend um ihn her. Wo am Herd ein Brautpaar siedelt, Seid auf eurer Hut, ihr Knaben, Wahrt, ihr Mädchen, euer Herz!

Geibel, E., Gedichte. Vermischte Gedichte, entst. ab 1860

Letzte Worte Geliebte, wenn mein Geist geschieden, So weint mir keine Träne nach; Denn, wo ich weile, dort ist Frieden, Dort leuchtet mir ein ewger Tag! Wo aller Erdengram verschwunden, Soll euer Bild mir nicht vergehn, Und Linderung für eure Wunden, Für euern Schmerz will ich erflehn. Weht nächtlich seine Seraphsflügel Der Friede übers Weltenreich, So denkt nicht mehr an meinen Hügel, Denn von den Sternen grüß ich Euch!

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Liebesprobe Laß den Jüngling, der dich liebt, Eine Lilje pflücken, Eh' dein Herz sich ihm ergibt, Um ihn zu beglücken. Wird kein Tropfe von dem Tau Dann durch ihn vergossen, Der sie tränkte auf der Au, Sei der Bund geschlossen. Wer so zart die Blume bricht, Daß sie nicht entwallen, Sorgt auch, daß die Tränen nicht Deinem Aug' entfallen.

Hebbel, F., Gedichte

Die Liebe ist ein physisches Bedürfnis, eine notwendige Sekretion.

Helvetius, Vom Menschen (De l'homme, de ses facultés intellectuelles et de son education), 1772 (posthum)

Und klar auf einmal fühl ichs in mir werden,Dieist es, oderkeinesonst auf Erden!

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Don Cesar

Ein Lieb und nicht mehr, Wär allen Frauen ein Ehr.

Moscherosch, Wunderbahre Satyrische gesichte (weitere Drucke unter abweichenden Titeln, z. B. Wunderbahre und wahrhaftige Gesichte Philanders von Sittewald), 1640

Der Lieb frewde wehret so lang als ein Löffel von Brodt.

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630. Originaltext

Huldige nicht mehrern Frauenzimmern zu gleicher Zeit, an demselben Orte, auf einerlei Weise, wenn es Dir darum zu tun ist, Zuneigung oder Vorzug von einer einzelnen zu erlangen.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 5. Kapitel, 7.

Lasset uns beherzen, blühende Herzen, lasset uns lieben ohne Verschieben!

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Ein Nagel saß in einem Stück Holz. Der war auf seine Gattin sehr stolz. Die trug eine goldene Haube Und war eine Messingschraube. Sie war etwas locker und etwas verschraubt, Sowohl in der Liebe, als auch überhaupt. Sie liebte ein Häkchen und traf sich mit ihm In einem Astloch. Sie wurden intim. Kurz, eines Tages entfernten sie sich Und ließen den armen Nagel im Stich. Der arme Nagel bog sich vor Schmerz. Noch niemals hatte sein eisernes Herz So bittere Leiden gekostet. Bald war er beinah verrostet. Da aber kehrte sein früheres Glück, Die alte Schraube wieder zurück. Sie glänzte übers ganze Gesicht. Ja, alte Liebe, die rostet nicht!

Ringelnatz, J., Gedichte. Die Schnupftabaksdose. Stumpfsinn in Versen, 1912

Fürchte nichts mehr! Die Augen gab Gott dir für das Licht, Die Seele für den Himmel dir Und für dein Herz der Liebe Wahrheit.

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Die Füße im Feuer Wild zuckt der Blitz. In fahlem Lichte steht ein Turm Der Donner rollt. Ein Reiter kämpft mit seinem Roß Springt ab und pocht ans Tor und lärmt. Sein Mantel saust Im Wind. Er hält den scheuen Fuchs am Zügel fest. Ein schmales Gitterfenster schimmert goldenhell Und knarrend öffnet jetzt das Tor ein Edelmann ... "Ich bin ein Knecht des Königs, als Kurier geschickt Nach Nîmes. Herbergt mich! Ihr kennt des Königs Rock!" "Es stürmt. Mein Gast bist du. Dein Kleid, was kümmerts mich? Tritt ein und wärme dich! Ich sorge für dein Tier!" Der Reiter tritt in einen dunkeln Ahnensaal, Von eines weiten Herdes Feuer schwach erhellt, Und je nach seines Flackerns launenhaftem Licht Droht hier ein Hugenott im Harnisch, dort ein Weib, Ein stolzes Edelweib aus braunem Ahnenbild ... Der Reiter wirft sich in den Sessel vor dem Herd Und starrt in den lebendgen Brand. Er brütet, gafft ... Leis sträubt sich ihm das Haar. Er kennt den Herd, den Saal ... Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut. Den Abendtisch bestellt die greise Schaffnerin Mit Linnen blendend weiß. Das Edelmägdlein hilft. Ein Knabe trug den Krug mit Wein. Der Kinder Blick Hangt schreckensstarr am Gast und hangt am Herd entsetzt ... Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut. "Verdammt! Dasselbe Wappen! Dieser selbe Saal! Drei Jahre sinds ... Auf einer Hugenottenjagd ... Ein fein, halsstarrig Weib ... 'Wo steckt der Junker? Sprich!' Sie schweigt. 'Bekenn!' Sie schweigt. 'Gib ihn heraus!' Sie schweigt. Ich werde wild. Der Stolz! Ich zerre das Geschöpf ... Die nackten Füße pack ich ihr und strecke sie Tief mitten in die Glut ... 'Gib ihn heraus!' ... Sie schweigt ... Sie windet sich ... Sahst du das Wappen nicht am Tor? Wer hieß dich hier zu Gaste gehen, dummer Narr? Hat er nur einen Tropfen Bluts, erwürgt er dich." - Eintritt der Edelmann. "Du träumst! Zu Tische, Gast ..." Da sitzen sie. Die drei in ihrer schwarzen Tracht Und er. Doch keins der Kinder spricht das Tischgebet. Ihn starren sie mit aufgerißnen Augen an - Den Becher füllt und übergießt er, stürzt den Trunk, Springt auf: "Herr, gebet jetzt mir meine Lagerstatt! Müd bin ich wie ein Hund!" Ein Diener leuchtet ihm, Doch auf der Schwelle wirft er einen Blick zurück Und sieht den Knaben flüstern in des Vaters Ohr ... Dem Diener folgt er taumelnd in das Turmgemach. Fest riegelt er die Tür. Er prüft Pistol und Schwert. Gell pfeift der Sturm. Die Diele bebt. Die Decke stöhnt. Die Treppe kracht ... Dröhnt hier ein Tritt? Schleicht dort ein Schritt? ... Ihn täuscht das Ohr. Vorüberwandelt Mitternacht. Auf seinen Lidern lastet Blei, und schlummernd sinkt Er auf das Lager. Draußen plätschert Regenflut. Er träumt. "Gesteh!" Sie schweigt. "Gib ihn heraus!" Sie schweigt. Er zerrt das Weib. Zwei Füße zucken in der Glut. Aufsprüht und zischt ein Feuermeer, das ihn verschlingt ... "Erwach! Du solltest längst von hinnen sein! Es tagt!" Durch die Tapetentür in das Gemach gelangt, Vor seinem Lager steht des Schlosses Herr - ergraut, Dem gestern dunkelbraun sich noch gekraust das Haar. Sie reiten durch den Wald. Kein Lüftchen regt sich heut. Zersplittert liegen Ästetrümmer quer im Pfad, Die frühsten Vöglein zwitschern, halb im Traume noch. Friedselge Wolken schwimmen durch die klare Luft, Als kehrten Engel heim von einer nächtgen Wacht. Die dunkeln Schollen atmen kräftgen Erdgeruch, Die Ebne öffnet sich. Im Felde geht ein Pflug, Der Reiter lauert aus den Augenwinkeln: "Herr, Ihr seid ein kluger Mann und voll Besonnenheit Und wißt, daß ich dem größten König eigen bin. Lebt wohl! Auf Nimmerwiedersehn!" Der andre spricht: "Du sagsts! Dem größten König eigen! Heute ward Sein Dienst mir schwer ... Gemordet hast du teuflisch mir Mein Weib! Und lebst ... Mein ist die Rache, redet Gott."

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