Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Laß mich aus seinem Mund es vernehmen, daß Tränen der Liebe schöner glänzen in unsern Augen als die Brillanten in unserm Haar.

Schiller, Kabale und Liebe, entstanden 1782/83, Erstdruck 1784. 2. Akt, 1. Szene,

Tod zerstört nicht die Lieb', – er entflammt zur Unkenntlichkeit sie nur! –

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Es tönen die Hörner von ferne herüber Es tönen die Hörner von ferne herüber, Die Düfte des Abends umwehen mich mild! Der Himmel verschleiert sich trüber und trüber, Bald decket nun Dämmrung das ganze Gefild. Des Tages Verwirrungen, Wünsche und Sorgen, Sie lösen sich leise im wechselnden Raum; Doch bleibet, was tief in der Seele verborgen, Die Liebe, geheiligt im seligsten Traum. Verhallen auch jenseits die Töne der Freude; Uns bleibet der Liebe beglückender Ton, Sie sei es, woran meine Seele sich weide, Bis einst mit dem Leben die Liebe entfloh'n.

Oft Schiller zugeschrieben; wurde mehrfach vertont. In: "Allgemeines deutsches Lieder-Lexikon oder vollständige Sammlung aller bekannten deutschen Lieder und Volksgesänge in alphabetischer Folge. 1. Band, A-E, Leipzig 1844" wird als Autor "Fischer" genannt.

Treue Lieb hilft alle Laster heben.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 1. Auftritt, Thibaut d'Arc

Dein Bildniß wunderselig Hab' ich im Herzensgrund, Das sieht so frisch und fröhlich Mich an zu jeder Stund'. Mein Herz still in sich singet Ein altes schönes Lied, Das in die Luft sich schwinget Und zu dir eilig zieht.

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Liebe ist ein wahrer Fieber-Paroxysmus, nur daß dieser mit Kälte anfängt und mit Hitze endet, die Liebe aber den umgekehrten Weg geht.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Die Liebe

Die sinnliche Liebe täuscht über die himmlische hinweg; allein könnte sie es nicht, aber da sie das Element der himmlischen Liebe unbewußt in sich hat, kann sie es.

Kafka, Die Zürauer Aphorismen, entstanden 1917-1918, von Max Brod unter dem Titel "Betrachtungen über Sünde, Hoffnung, Leid und den wahren Weg" veröffentlicht 1931

Alte Liebe rostet nicht.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Rinne, Strom des Lebens, Rinne nur so zu! Rannst doch nicht vergebens, Flücht'ge Welle, du! Liebe war am Quelle, Liebe war im Hain - Liebe wird, o Welle! wo du landest, sein.

Feuchtersleben, Gedichte, 1836

Wen Liebe nie zu weit getrieben, Den trieb sie auch nie weit genug!

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851. Vermischte Gedichte und Sprüche, 15.

Drum spar' die Liebe bis zur Ehe und lieb' nur eine dann, verstehe: daß dir dann Gegenlieb' erwachs' von deinem Weibe, wünscht Hans Sachs.

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Die Liebesschwüre der Männer sind lauter Wechsel an die Ewigkeit, in diesem Leben zahlt sie keiner aus.

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Nichts süßer ist als Liebespein, Nichts lustiger als Liebesklagen, Nichts fröhlicher als Liebesnot, Nichts seliger als Liebestod.

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Die Liebe ist süß, jedoch nur mit Brot.

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Nicht alles Gut ist gut; Mensch, überred dich nicht, Was nicht im Lieböl brennt, das ist ein falsches Licht.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Hätten wir ohne die Leidenschaften die Künste gepflegt, und hätte uns Überlegung allein unsere Hilfsmittel, unsere Bedürfnisse und unsere Gaben offenbart?

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Alles fühlt die süßen Triebe, Auch der Stolz, der sie verschwur: Alles ladet euch zur Liebe, Jugend, Frühling und Natur.

Uz, J. P., Gedichte. Aus: Die Liebe

Zu der Zeit liebt sich's am besten, wenn man noch denkt, dass man allein liebt und noch kein Mensch so geliebt hat und lieben werde.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 27. Juni 1811

Lieb' ja ist, wie ein Bruder, ein Gast und nahender Fremdling jenem Mann, der im Herzen auch nur ein Weniges fühlet.

Homer, Odyssee, Ende 8./Anfang 7. Jhdt. v. Chr. Originaltext der Übersetzung

Die Liebe fordert, daß wir jedem Menschen zu Hilfe kommen, der in Not ist, auch wenn wir feststellen, daß er Fehler hat.

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Eine Heimat wüßte ich uns beiden ... Eine Heimat wüßte ich uns beiden, Wo im Schoß der Nacht in Wolkenreichen Liegt des Mondes Stadt, in grünen Weiden Kleiner Inseln, wo die Herden streichen. In das gelbe Rund der Türme träten Wir zu zweit, zu ruhn, wo einsam leuchtet Noch ein Licht. Zu horchen auf den späten Gang der Nacht, wenn Tau die Wiesen feuchtet. Meine Hände wollten dann versinken In dem Haar dir, in die Kissen zögen Deinen Kopf sie, gäben mir zu trinken Ewigen Schlaf von Mundes Purpurbögen.

Heym, Dichtungen und Schriften. Gesamtausgabe hg. von Karl Ludwig Schneider, Band 1, Lyrik, Verlag Heinrich Ellermann 1964. Band 1, Lyrik