Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Du nahmst für Liebe, daß ein junges Mädchen auf eigene Lebensbetätigung verzichtete, ein junges Mädchen, das auf das Glück wartete; das deinen Wünschen entgegenflog in der Hoffnung, du würdest auch den seinigen entgegenkommen.

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Man muß ganz uneigennützig lieben.

Lessing, Minna von Barnhelm, oder das Soldatenglück, 1767. 4. Akt, 6. Auftritt, das Fräulein

Wie schwierig ist es, nicht ungerecht gegen diejenigen zu werden, die man liebt.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Der Tod der Liebe ist das traurigste Sterben.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)

Über die Heide Über die Heide hallet mein Schritt; dumpf aus der Erde wandert es mit. Herbst ist gekommen, Frühling ist weit – gab es denn einmal selige Zeit? Brauende Nebel geistern umher; schwarz ist das Kraut und der Himmel so leer. Wär' ich hier nur nicht gegangen im Mai! Leben und Liebe – wie flog es vorbei!

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Spannung Zwei Körper sind einander wohl bekannt, Zittern vor Verlangen nach sinnlicher Berührung. Bewegungen ausgeführt voll rhythmischer Sehnsucht steigern Die Sucht mehr, noch mehr zu bekommen. Atem kommt stoßweise und aus den Tiefen der menschlichen Lust, Befriedigung verlangend. Verstand setzt aus, Denken ist sinnlos, Hände, Finger, Lippen alles weiß instinktiv Wo was gefällt und was wie. Schweißperlen auf bebenden Körper als stumme Zeugen des Gefallens und des Genießens. Aus tiefem Atem wird sehr bald Genußvolles leises Stöhnen bereitwillig lauter werdend. Zärtliches Knabbern an Hals und Ohr Wandelt sich zu forschen, stürmischen Bissen. Jede Berührung elektrisiert wie tausend Volt, durchdringt die Haut, erfaßt jede Zelle. Spannung durchzieht alle Muskeln um sich In einer Explosion aus Gefühlen und Begierden zu entladen. Hände suchen nach Halt, finden Haut, Krallen sich in die Decke, versuchen Den Körper nicht entkommen zu lassen. Die Seele fliegt, der Körper sinkt, Alle Spannung entladen, alle Muskeln weich. Nur noch kuscheln, im Schlaf versinkend Flüstern: "Ich liebe dich".

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Mir kam heute in den Sinn, daß die selbstloseste Liebe am Ende nur der größte Egoismus ist und daß die größte Demut und Sanftmut im Grunde nichts anderes ist als entsetzlicher Stolz und versteckte Heftigkeit.

Herzen, Aus den Memoiren eines Russen, 1855-59

Der Unterschied zwischen Liebschaft und Liebe ist ungefähr der gleiche wie zwischen einem Gassenhauer und einer Symphonie.

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Liebe gleicht die natürliche Feindschaft aus zwischen Mann und Weib.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Nur Liebe darf der Liebe Blumen brechen.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Begegnung, 1798

Den heilt vom Schmerze nur des Todes Hand, Der sich betrogen in der Liebe fand.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Man liebt einen Menschen nicht alle Tage.

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Liebe beginnt und steigt durchaus nur an der Gegenliebe und mit ihrem wechselseitigen Erraten.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 16. Hundposttag

Das Maß der Seligkeit mißt ihr die Liebe ein; Je völler du von Lieb, je selger wirst du sein.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Der wahrhaft Liebende liebt Gott in allem und findet Gott in allem.

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Was wär die Ros in ihrer stolzen Pracht, Hätte die Sonn ihr Duften nicht entfacht? Ähnlich wie Blumen nur im Licht gedeihen, Erblüht die Maid im Strahl der Lieb allein.

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Liebe ist eine große Ehrfurcht.

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Gepriesen sei der Tag, der Mond, das Jahr, die Jahr- und Tageszeit, der Augenblick, das schöne Land, der Ort, da mein Geschick sich unterwarf ein schönes Augenpaar. Gepriesen sei die erste süße Qual der Strahlen ihres Blicks, die mich bezwangen, die Pfeile Amors, die mein Herz durchdrangen, die Herzenswunden tief und ohne Zahl. Gepriesen sei’n die Stimmen, die im Leeren verhallten, nach ihr rufend, dort und hier, das Seufzen, Weinen, Bitten und Begehren, gepriesen seien Feder und Papier, die ihren Ruhm verkünden und die schweren Gedanken, die ihr nah sind, einzig ihr.

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Ohne Liebe ist nichts zu erreichen, es sei denn mit Gewalt.

Dostojewski, Über russische Literatur

Nichts erkältet Liebe so leicht als Beschämung.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Liebe ist von allen menschlichen Empfindungen die am meisten bildsame. Sie nimmt jede Form an: dem Boden gemäß, in dem sie Wurzel schlägt.

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