Liebe Sprüche – hochzeit
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Ihr seufzt und singt und schmelzt und küsst Und jauchzet, ohne dass ihr's wisst, Dem Abgrund in der Nähe. Flieht Wiese, Bach und Sonnenschein, Schleicht, soll's euch wohl im Winter sein, Bald zu dem Herd der Ehe.
Gegen große Vorzüge eines andern gibt es kein Rettungsmittel als die Liebe.
Spott vertreibt die Liebe nicht.
Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, Bald Helenen in jedem Weibe.
Ohne dich, Liebste, was wären die Feste? Ohne dich, Süße, was wäre der Tanz? Wärst du mein Schatz nicht, so möcht' ich nicht tanzen, Bleibst du es immer, ist Leben ein Fest.
Die Liebe herrscht nicht, aber sie bildet, und das ist mehr.
Es ist doch nichts besser, als wenn man sich liebt und zusammen ist.
Ich, der ich diese Kunst verstehe, Ich habe mir ein Kind gewählt, Daß uns zum Glück der schönsten Ehe Allein des Priesters Segen fehlt.
Das Schicksal sorgt für die Liebe, und um so gewisser, da Liebe genügsam ist.
Kein Mißbilligen, kein Schelten Macht die Liebe tadelhaft.
Die Lieb' hält Maß, die Lust hat nie genug; Die Lieb' ist Wahrheit ganz, die Lust ganz Lug.
Ehret die Frauen! Sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben, Flechten der Liebe beglückendes Band, Und in der Grazie züchtigem Schleier Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand.
Das größte Glück, das die Liebe zu geben vermag, liegt im ersten Händedruck der geliebten Frau.
Die Liebe will ein freies Opfer sein.
Sphären ineinander lenkt die Liebe, Weltsysteme dauren nur durch sie.
Das ist der Liebe heilger Götterstrahl, Der in die Seele schlägt und trifft und zündet, Wenn sich Verwandtes zum Verwandten findet, Da ist kein Widerstand und keine Wahl, Es löst der Mensch nicht, was der Himmel bindet.
Hoffnungslose Liebe macht den Mann kläglich und die Frau beklagenswert.
Die Liebe hat nicht nur Rechte, sie hat auch immer recht.
Die Liebe überwindet den Tod, aber es kommt vor, daß eine kleine üble Gewohnheit die Liebe überwindet.
Es gibt Frauen, die ihre Männer mit einer ebenso blinden, schwärmerischen und rätselhaften Liebe lieben, wie Nonnen ihr Kloster.
Jeder ist der Liebe würdig, nur der nicht, der sich selbst für würdig hält.