Liebe Sprüche – klassisch

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Was auch als Wahrheit oder Fabel In tausend Büchern dir erscheint, Das alles ist ein Turm zu Babel, Wenn es die Liebe nicht vereint.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 3

Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, Bald Helenen in jedem Weibe.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Hexenküche, Mephistopheles leise zu Faust

Daß unsrer Glut die Zeit nicht schade, Räumt sie kein Recht aus Schwachheit ein, Und ihre Gunst bleibt immer Gnade, Und ich muß immer dankbar sein.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss

Sei ohne Tugend, doch verliere Den Vorzug eines Menschen nie! Denn Wollust fühlen alle Tiere, Der Mensch allein verfeinert sie.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, Aus: Der wahre Genuss

Flieht, Freunde, ja die Liebe nicht! Denn niemand flieht ihr Reich: Und wenn euch Amor einmal kriegt, Dann ist es aus mit euch.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. 1827, Annette, hier aus: Pygmalion,

Erde mag zurück in Erde stäuben, Fliegt der Geist doch aus dem morschen Haus! Seine Asche mag der Sturmwind treiben, Seine Liebe dauert ewig aus!

Schiller, F., Gedichte. Elegie auf den Tod eines Jünglings, in: Anthologie auf das Jahr 1782

Allmächtge Liebe! Göttliche! Wohl nennt Man dich mit Recht die Königin der Seelen!

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Don Manuel

An** Du willst Wahres mich lehren? Bemühe dich nicht; nicht die Sache Will ich durch dich, ich will dich durch die Sache nur sehn.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Die größte Gewalt über einen Mann hat die Frau, die sich ihm zwar versagt, ihn aber in dem Glauben zu erhalten versteht, daß sie seine Liebe erwidere.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Liebe, nicht deutsche Philosophie, ist die wahre Auslegung dieser Welt, wie immer auch die Auslegung der nächsten lauten mag.

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Das ist das Ungeheuerliche in der Liebe, dass der Wille unendlich ist und die Ausführung beschränkt, dass das Verlangen grenzenlos ist und die Tat ein Sklave der Beschränkung.

Shakespeare, Troilus und Cressida (Troilus and Cressida), Erstdruck 1610

Meine Großzügigkeit ist so grenzenlos wie das Meer. Meine Liebe ist so tief: je mehr ich Dir gebe, desto mehr habe ich, denn beides ist unendlich.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Seine Liebe war ewig. Als seine Frau starb, nahm er sich eine andere.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Selbst Götter zwingt der Liebe Macht.

(Pseudo-)Seneca, Herkules auf dem Oeta (Hercules Oetaeus), vermutlich nicht von Seneca. V. 473. Übersetzt von Franz Kunz [?] (1897). Originaltext: Vicit et superos amor.

Lieben und vernünftig sein, ist kaum einem Gotte möglich.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Originalext: Amare et sapere vix deo conceditur

Der beste Lehrmeister zu Weisheit und Tugend ist die Liebe.

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Wo der Wein fehlt, da stirbt der Reiz der Venus.

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Mensch, was du liebst, in das wirst du verwandelt werden. Gott wirst du, liebst du Gott, und Erde, liebst du Erden.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Im Strömen der Liebe, in der Verehrung der Demut stellt sich die Frage der Dauer überhaupt nicht. Kein inspirierter Mensch fragt je danach oder läßt sich herab, Beweise zu führen.

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Auf der Welt gibt es nur deshalb Liebe, weil die Menschen an die Unsterblichkeit glauben. Mit dem Aufhören des Glaubens würde die Liebe vernichtet werden.

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Was einer sucht, das hat er nicht: nun sucht die Liebe das Schöne und Gute; also hat sie solche nicht.

Platon, Symposion (Das Gastmahl), entstanden um 380 v. Chr. Übersetzt von Arthur Schopenhauer