Liebe Sprüche – klassisch

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Lieben und Untergehn: das reimt sich seit Ewigkeiten. Wille zur Liebe: das ist, willig auch sein zum Tode.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Von der unbefleckten Erkenntnis

Niemals kroch ich im Leben vor Mächtigen; und log ich je, so log ich aus Liebe.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Auf dem Ölberge

Nimmersatte Liebe So ist die Lieb'! So ist die Lieb'! Mit Küssen nicht zu stillen: Wer ist der Tor und will ein Sieb mit eitel Wasser füllen? Und schöpfst du an die tausend Jahr, und küssest ewig, ewig gar, du tust ihr nie zu Willen. Die Lieb', die Lieb' hat alle Stund neu wunderlich Gelüsten; wir bissen uns die Lippen wund, da wir uns heute küßten, das Mädchen hielt in guter Ruh, wie's Lämmlein unterm Messer; ihr Auge bat: Nur immer zu, je weher, desto besser! So ist die Lieb' und war auch so, wie lang es Liebe gibt, und anders war Herr Salomo, der Weise, nicht verliebt.

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In der Welt ist ein Gott begraben, der auferstehen will und allenthalben durchzubrechen sucht, in der Liebe, in jeder edlen Tat.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Ein Jüngling liebt ein Mädchen, Die hat einen andern erwählt; Der andre liebt eine andre, Und hat sich mit dieser vermählt. Das Mädchen heiratet aus Ärger Den ersten besten Mann, Der ihr in den Weg gelaufen; Der Jüngling ist übel dran. Es ist eine alte Geschichte, Doch bleibt sie immer neu; Und wem sie just passieret, Dem bricht das Herz entzwei.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Lyrisches Intermezzo

Nach der Erzählung einer edlen Tat, der Ausruf: Größer als alle Pyramiden, als der Himalaya, als alle Wälder und Meere, ist das menschliche Herz – es ist herrlicher als die Sonne und der Mond und alle Sterne, strahlender und blühender – es ist unendlich in seiner Liebe, unendlich wie die Gottheit, es ist die Gottheit selbst.

Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. VI. Vermischte Einfälle

Was Prügel sind, das weiß man schon; was aber die Liebe ist, das hat noch keiner herausgebracht.

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Die Bäder von Lucca. Kapitel 7

Solidität Liebe sprach zum Gott der Lieder, Sie verlange Sicherheiten, Ehe sie sich ganz ergebe, Denn es wären schlechte Zeiten. Lachend gab der Gott zur Antwort: »Ja, die Zeiten sich verändern, Und du sprichst jetzt wie ein alter Wuchrer, welcher leiht auf Pfändern. Ach, ich hab nur eine Leier, Doch sie ist von gutem Golde. Wieviel Küsse willst du borgen Mir darauf, o meine Holde?«

Heine, H., Gedichte. Romanzero. Zweites Buch. Lamentationen

Wo wahre Liebe und Weisheit ist, da ist nicht Furcht noch Unwissenheit.

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Schön ist solch ein Leben in ewiger Schönheit, wenn man den Mantel um sich schlägt wie ein König, die höchsten Leidenschaften nachempfindet und Liebe liebt.

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Allein die Liebe –, hat sie nicht jedes Jahrhundert eine andere Gestalt? Man hat angemerkt, daß sie in den barbarischen Zeiten ungemein bescheiden, ehrerbietig, und bis zur Schwärmerei züchtig und beständig gewesen ist; es waren die Zeiten der irrenden Ritter, in den Zeiten hingegen, in welchen sich Witz und Geschmack aus dem Bezirke der Künste und Wissenschaften bis in den Bezirk die Sitten ausgebreitet hatten, waren sie immer kühn, flatterhaft schlüpfricht, und schweiften wohl gar aus dem Gleise der Natur ein wenig aus.

Lessing, Rettungen des Horaz, 1754

Alle Körper, das Himmelsgewölbe, die Sterne, die Erde und ihre Königreiche wiegen nicht den geringsten der Geister auf; denn er erkennt das alles und sich, und die Körper erkennen nichts. Alle Körper insgesamt und alle Geister insgesamt und alles was sie hervorbringen, wiegen nicht die geringste Regung der Liebe auf: sie gehört einer unendlich höheren Ordnung an.

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Die Dichter haben keinen Grund, uns die Liebe als blind zu schildern; man muß ihr die Binde von den Augen nehmen und diesen hinfort den Genuß gestatten.

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Dies ist der Liebenden Rat; laß ihn das Herz dir berühren: Liebe schweigend, denn still sagt ihr Geheimstes die Welt.

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Auch ein großer Elefant verwickelt sich in ein Frauenhaar.

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Das Fließen des Wassers und die Wege der Liebe haben sich seit Göttergedenken nicht geändert.

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Die Liebe Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel, Und dringt durch alles sich; Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel, Und schlägt sie ewiglich.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Sechster Teil

Wer am meisten liebt, der gibt am meisten weg. Wer am meisten anhäuft, der verliert am meisten. Wer sich bescheidet, der erfährt keine Schande. Wer weiß aufzuhören, der gerät nicht in Gefahr. Der kann ewig dauern.

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Wie kommt's, daß sich des Amors Flamme nie verzehret? Weil er vom Müßiggang die Liebesfackel nähret.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Manche kluge Frau hat das Welken männlicher Liebe durch ihre Kunst, pikante Leckerbissen herzustellen, zu verhindern gewußt.

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Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch, der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.

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