Liebe Sprüche – neuanfang
78 Sprüche gefunden
Jede neue und ohne unser Zutun und unser Verdienst uns entstandene Liebe ist wie ein neugeborenes Kind, zart, aber gebrechlich und der sorgfältigen Pflege bedürftig.
Alte Lieb' und alter Span Brennen leichtlich wieder an.
Neue Liebe lockert stets das alte Band.
Durch einen neuen Nachfolger wird jede Liebe überwunden.
Anfang und Ende einer Liebe stehen einander wie Rätsel gegenüber.
Küß mich noch einmal, küß mich wieder, küsse Mich ohne Ende. Diesen will ich schmecken, In dem will ich an deiner Glut erschrecken, Und vier für einen will ich, Überflüsse Will ich dir wiedergeben. Warte, zehn Noch glühendere, bist du nun zufrieden? O daß wir also, kaum mehr unterschieden, Glückströmend ineinander übergehn. In jedem wird das Leben doppelt sein. Im Freunde und in sich ist einem jeden Jetzt Raum bereitet. Laß mich Unsinn reden: Ich halt mich ja so mühsam in mir ein Und lebe nur und komme nur zur Freude, Wenn ich, aus mir ausbrechend, mich vergeude.
L*ass I*mmer E*ine B*rücke E*ntstehen
Weil wir fleischlich sind und aus der Begierlichkeit des Fleisches geboren werden, muß unsere Begierde oder Liebe im Fleisch beginnen. Wird diese in die rechte Ordnung gelenkt, so wird sie unter Führung der Gnade voranschreiten und schließlich im Geist zur höchsten Vollendung gelangen.
Neue Liebe O Blitz, der aus dem Tiefsten springt Und mir durch jede Faser zuckt, Der mich mit neuer Glut durchdringt, Die sonst mein Inn'res still verschluckt; Ich grüße dich viel tausend Mal Und frag' nicht: bringst du mir Genuß? Denn du befrei'st mich von der Qual, Daß ich mich selber lieben muß.
Jeder Mensch wünscht sich im Frühling zu verlieben.
In der Liebe entzückt nur der Anfang. Ich wundere mich deshalb nicht, daß wir gerne so oft aufs neue anfangen. –
Nur wenn du die Empfindung hast, Als ob dein Leben jetzt beginne, Dann ist dein liebend Herz erfaßt Von einer wahren, echten Minne.
Wo Liebe neu geboren wird, wird das Leben neu geboren.
1901 Schließ auf das Tor; laß seine Flügel springen; zünd deine Leuchte an in allen Landen! Mir ist, als hörte ich den Ruf erklingen, es sei der Tod zum Leben auferstanden. Breit deine Fluren aus und deine Pfade; laß deine Wasser klar und freundlich fließen, und von dem Himmel möge sich die Gnade auf Alles, was die Erde trägt, ergießen. Schließ auf das Tor; es tritt die Menschheit ein; o, laß ihr diesen Schritt gesegnet sein! Schließ auf den Schrein, vor dem wir betend knien, dem wir die Liebe, die Verehrung zollen, die wir auf seinen Inhalt doch beziehen und nicht dem Menschenwerke widmen sollen! Laß uns erkennen, was wir nicht erkannten, uns der Geist die Seele stets verhehlte; laß uns verstehen, was wir nicht verstanden, weil uns die wahre Liebe nicht beseelte. Schließ auf den Schrein, und zeig, was er enthält, daß mit dem Schleier auch der Irrtum fällt! Schließ auf die Herzen; nirgends stehn sie offen, denn jedes will nur für sich selbst empfinden, und doch ist es ihr eignes, schönstes Hoffen, daß sie in Liebe sich zusammenfinden! Laß diese Liebe endlich doch erwachen und aus dem Ich heraus ins Leben steigen, die Menschen zur gesamten Menschheit machen und sich als Seele dieses Leibes zeigen. Schließ auf die Herzen; lehre sie verstehn, daß alle Pulse nur als einer gehn! Schließ auf das Paradies; gib es uns wieder! Wir wollen heim; wir wollen Frieden halten. Der Vater ist das Haupt; wir sind die Glieder; nur seine Güte soll im Hause walten. Sei du die Zeit, die uns um ihn versammelt, zeig uns der Worte köstlichstes auf Erden, das unsre Bitte um Versöhnung stammelt, dann wirst du eine Zeit des Edens werden. Schließ auf das Paradies, das Gottesland, und sei uns zur Erleuchtung zugesandt!
So viele fingen mit der Liebe an, mit der sie wirken wollten, und mußten aufhören mit der Furcht, die sie gaben.
Beim Jagen und beim Lieben weiß man wohl, wo man anfängt, aber nicht, wohin man kommt.
Ich würde Jahrtausende lang die Sterne durchwandern, in alle Formen mich kleiden, in alle Sprachen des Lebens, um dir Einmal wieder zu begegnen. Aber ich denke, was sich gleich ist, findet sich bald.
Ich möchte nicht angefangen haben zu lieben, wenn ich je aufhören könnte.
Lumpella Du sahst mich in der Jugend Prangen, Wie ein Gebild aus Himmels Höhn, Mit züchtigen verschämten Wangen Von Dir, mein lieber Schlande, geh'n. Ich gieng ohn' alles Gut und Habe, Ins Leben irrt ich wild hinaus, Und bat mich um eine milde Gabe in manchem Ort, in manchem Haus. Da kam auf einmal ein Gens d'arme, Und nahm mich züchtig an dem Arm. Erröthend folgt' ich seinen Spuren, Er brachte mich ins Zuchthaus nun, Da hieß es, daß ich wegen Huren Drei Jahre lang soll Buße thun. Die Zeit ist aber jetzt vorbei, Gottlob, ich bin nun wieder frei.
Du Da du getreten in mein Leben ein, Da wich die Nacht dem hellen Morgenschein; Weit offen stand des Himmels festlich Tor, Und eine Rosenlandschaft stieg empor.
Wie die Liebe alles verändert und umstürzt! Das »Ich« ist ein Hirngespinst. Ich fühle bestimmt, daß ich nicht »Ich« bin. Ich bin »Sie«, und um das zu sein, brauche ich gar nichts an mir aufzugeben. Ihre Interessen, Ihre Neigungen, Ihr Glück, Ihre Freuden – das ist das »Ich«, lieber Freund, das mir lieb und wert und vertraut ist. Alles übrige ist mir etwas Fremdes.