Liebe Sprüche – neuanfang
78 Sprüche gefunden
Bei der Liebe wie beim Haß haben wir den Anfang wohl in der Hand ... nie aber das Ende.
Es ist unmöglich, zum zweitenmal zu lieben, was man zu lieben wirklich aufgehört hat.
Fühltest du etwa [...] daß alles, was die Liebe tut, um zu sterben, nur ein Mittel ist, um wieder zu auferstehen, und daß alle ihre Epilogen nur Prologen zum zweiten Akte sind?
Das Tragische im Liebesleben des Menschen ist, daß mit Ausnahme der ganz jungfräulichen, jede neue Liebe eine alte zerstört oder an die Stelle einer zerstörten tritt.
Neue Liebe Zum zweitenmal Steigt dieses Jahr der Frühling nieder Ins Erdental. Die Rosen blühn, die Vögel singen Lieder, Und ich, ach – liebe wieder, Mit gleicher Lust und gleicher Qual Wie dazumal. – Wie dazumal, Als mir noch frohe Jugend blühte, Der Sonnenstrahl Ins Herz mir junge Lieder sprühte. Ich glühe, wie ich damals glühte, Es ist die gleiche süße Qual Wie dazumal.
Anfang, Mitte und Ende von jedem Beginnen sei Liebe!
Geschenke gibt man, wenn man anfängt und aufhört zu lieben.
Der Zauber der ersten Liebe ist: Wir wissen noch nicht, daß sie je enden kann.
Es kann von religiöser Erneuerung in uns selber und in der Welt nicht die Rede sein, wenn mit dem Gebot der Liebe nicht ernst gemacht wird.
Die Liebe beginnt gern wieder von vorn und wird nicht müde, sich zu wiederholen.
Eine Liebe Blühst du meinen späten Tagen, Süße Liebe, noch einmal? Bäumen, die schon Früchte tragen, Lacht ein zweiter Frühlingsstrahl? Zwischen Blüten, zwischen Früchten, Hab ich nun die schwere Wahl, Möchte pflücken, möchte flüchten – Neue Liebe, neue Qual.
Lieb ist Leides Anfang.
Februarschnee Februarschnee tut nicht mehr weh, denn der März ist in der Näh! aber im März hüte das Herz, daß es zu früh nicht knospen will! warte, warte und sei still! Und wär der sonnigste Sonnenschein, und wär es noch so grün auf Erden, warte, warte und sei still : es muß erst April gewesen sein, bevor es Mai kann werden!
Neues Leben Hat dich die Liebe berührt, Still unter lärmenden Volke, Gehst du in goldner Wolke, Sicher von Gott geführt. Nur wie verloren, umher Lässest die Blicke du wandern, Gönnst ihre Freuden den Andern, Trägst nur nach einem Begehr: Scheu in dich selber verzückt, Möchtest du leugnen vergebens, Daß nun die Krone des Lebens, Strahlend die Stirn dir schmückt.
Wir lieben nur den, der in uns Erneuerung schafft.
Jedes Leben erstarret, wenn dem alten nichts neues, vollkommeneres zugeführt wird.
Nur die Vermehrung der Liebe unter den Menschen kann die bestehende gesellschaftliche Einrichtung verändern.
Heimkehr Wie ich in den Hofraum trete durch das mittlere Tor, drängt sich wiederum das stete blinde Weinen empor. Vor zwei Jahren, langen Jahren, stand ich hier zuletzt. Blumen, die damals Blüte waren, duften und blühen auch jetzt. Und die Halle mit dem Dach, grün und dunkelbraun, und das Fenster von meinem Gemach und der Bambuszaun, alles nimmt sich wie damals aus, atmet die gleiche Ruh. Aber am Eingang zum inneren Haus fehlt nun etwas: du.
Alle Flammen sind im Grunde »liebende Flammen«, irregegangene Liebes- und Sehnsuchtskräfte. Und solange die Flammennatur im Menschen noch nicht erloschen ist, gibt es noch immer Erlösungsmöglichkeiten für ihn. Sie muß nur geklärt und in ihrer Richtung zum Göttlichen hin gewandelt werden.
Lebenswechsel Einst litt ich Schmerzen der Liebe, sie gingen vorüber; Seitdem hab' ich jedoch Stunden und Tage vergähnt.
Manchmal ein Zaun dazwischen, Weckt neu die Lieb und tut erfrischen.