Liebe Sprüche – romantisch

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Die Blumen des Herzens wollen freundliche Pflege. Ihre Wurzel ist überall, aber sie selbst gedeihn in heitrer Witterung nur.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Das Zartgefühl ist der Schatten, die Wollust der Körper und die Grausamkeit der Geist der Liebe.

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Die Liebe würde ihren Namen verdienen, könnte sie sich die Beständigkeit der Eigenliebe zum Muster nehmen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Sind echte Seelen innerlich vereint, Trennt nichts sie. Der hat lieben nie gelernt, Der Wechsel findend, wechselt; sich entfernt. Wenn sich der andre zu entfernen scheint. Nein, Liebe ist ein festgefügtes Mal, Von Sturm und Wogen ewig unversehrt; Irrendem Boot ein Richtstern, dessen Wert Erhaben über Maß, Begriff und Zahl. Der Liebende ist nicht der Narr der Zeit, Wenn süßer Wangen Reiz auch welken mag. Er wandelt sich nicht mit dem Stundenschlag, Er lebt im Schicksalslicht der Ewigkeit. Ist Irtum dies, so fällt, was ich je schrieb, Und niemals sprach ein Mensch: Ich hab dich lieb.

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Eine Liebe, die mit unbegrenzter Hingebung den ganzen Menschen erfaßt, Vermag auch die Eifersucht zu überwinden, die doch mehr eine Furcht der Selbstliebe als der Liebe zu einem andern ist.

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Geheimnis Worte die dein Mund gesprochen, sonnenwarm und sonnenhell, Küsse die dein Mund gespendet, unversiegter Wonne Quell, Sind zum Liede mir geworden, und ich preis' es immerdar, Wie so selig deine Seele und dein Leib so lieblich war; Doch das Süßeste, das Tiefste zeigt kein Bild und faßt kein Reim, Und es bleibt unausgesprochen zwischen Gott und uns geheim.

Carrière, Agnes. Liebeslieder und Gedankendichtungen, 1883

Welchen Wert, sprich, hat dein Leib, wenn ihn Des Geliebten Arme nicht umfangen?

Bodenstedt, Tausend und ein Tag im Orient, 2 Bde., 1850. Aus: Tatarisches Liebeslied, Erstdruck in "Das Ausland", 1846

O Liebe, sprudelnder Bronnen; der wallet von Tiefe zur Höh'! Wie hast du glühender Wonnen; wie hast du frierendes Weh!

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Heimliches Lieben O du, wenn deine Lippen mich berühren, Dann will die Lust die Seele mir entführen. Ich fühle tief ein namenloses Beben Den Busen heben. Mein Auge flammt, Glut schwebt auf meinen Wangen; Es schlägt mein Herz Ein unbekannt Verlangen; Mein Geist, verirrt In trunkner Lippen Stammeln Kann kaum sich sammeln. Mein Leben hängt in einer solchen Stunde An deinem süßen, rosenweichen Munde, Und will, bei deinem trauten Armumfassen, Mich fast verlassen. O! daß es doch nicht außer Sich kann fliehen Die Seele ganz in deiner Seele glühen! Daß doch die Lippen, Die voll Sehnsucht brennen, Sich müssen trennen! Daß doch im Kuß Mein Wesen nicht zerfließet Wenn es so fest an deinen Mund Sich schließet, Und an dein Herz, Das niemals laut darf wagen Für mich zu schlagen!

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Wenn du zur Geliebten gehst, spürst du nicht, wie die Mücken stechen.

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Erinnerung In meinen Versen weint und lacht, Was mir mein Leben reich gemacht. Wie mir das stille Tröstung gibt: Ich habe dich so sehr geliebt. Auch du blickst wohl darauf zurück; Und wars dir auch kein großes Glück, Wars doch vielleicht, mags wenig sein, Ein Wegestreckchen Sonnenschein.

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Genügen Weiße Rose, die so bleich Und so duftig blüht! Liebe, die so schmerzenreich Und so selig glüht! Was an ew'ger Geistessaat Mir der Herr geschenkt, Meine ganze Seele hat Sich darein versenkt! – Pflanzen laß die Rose mich In den Staub vor dir, Nicht zum Schmuck und Stolz für dich, Doch zur Wonne mir.

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Lieben belebt.

Goethe, J. W., Briefe. Schrieb Goethe auf eine Autogrammkarte am 28. August 1830

Die meisten Frauen sind darum so wenig empfänglich für Freundschaft, weil sie reizlos ist, wenn man die Liebe erlebt hat.

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Krone des Lebens, Glück ohne Ruh, Liebe, bist du!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lieder. Aus: Rastlose Liebe

Aus der ach so karg gefüllten Schale unsres Herzens laßt uns Liebe schöpfen, wo nur immer einer Seele Schale leersteht und nach Liebe dürstet. Nicht versiegen drum wird unsre Schale, steigen wird die so geschöpfte Flut, nicht fallen, Fülle wird das Los des so verschwenderischen Herzens.

Morgenstern, C., Gedichte. Sprüche und Epigramme

Die dunkle Schwelle Du gingst in Sommerhelle im frohen Jugendkleid über die dunkle Schwelle mein Herz schrie vor lauter Leid. Nun über allen Landen rauschet der Frühling her, bin ich ganz still geworden: ich liebe dich nur noch mehr.

Stammler, Streit und Stille. Gedichte, 1939

Amor bleibet ein Schalk, und wer ihm vertraut, ist betrogen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Aus: Elegien 1

Zu Liebesboten taugen nur Gedanken, die zehnmal schneller fliehn als Sonnenstrahlen, wenn sie die Nacht von finstern Hügeln scheuchen.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Liebe ist eine Pflanze, die nur im Boden der Achtung perennierend wird. Keimt sie in dem Sumpfe der Sinnlichkeit, so schießt sie, ein üppiges Unkraut, rasch empor, und der nächste Lenz findet sie verdorrt am Boden liegend, ohne Fähigkeit, je wieder Blüten zu bekommen.

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O Liebe, süßes Labsal aller Leiden Der Sterblichen, du wonnevoller Rausch Vermählter Seelen! welche Freuden Sind deinen gleich?

Wieland, Oberon, Erstdruck 1780