Liebe Sprüche – romantisch

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Tadelt man, daß wir uns lieben, Dürfen wir uns nicht betrüben, Tadel ist von keiner Kraft. Andern Dingen mag das gelten; Kein Mißbilligen, kein Schelten Macht die Liebe tadelhaft.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Inschriften, Denk- und Sendeblätter

Der, der liebt, bringt immer den, der nicht liebt, gegen sich auf.

Radiguet, Der Teufel im Leib (Le diable au corps), 1923

Ein Narr liebt den, der ihn nicht wieder lieben wil.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Aus: Die hoffärtige oder übersichtige Welt. Originaltext

Wenn man liebt, wird der Berg zum Tale!

Gorki, Tamerlan und die Mutter

Lied Bin ich einst tot, mein Liebster, sing keine Trauermessen; pflanz mir zu Häupten Rosen nicht noch schattige Zypressen: Laß grünes Gras mich decken, das Tau und Regen näßt; und wenn ihr wollt, gedenket, und wenn ihr wollt, vergeßt. Ich sehe nicht die Schatten, spür nicht des Regens Fall; hör nicht den schwermutsatten Gesang der Nachtigall; und träumend lang im Dämmer, der nimmer steigt noch fällt, wer weiß, ob ich gedenke, ob ich vergeß der Welt.

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Das Geisterschiff Alle Schiffer kamen wieder, Kay kam nicht. Auf die Erde warf Meike sich nieder, In den Sand das Gesicht. Sie weinte und rang die weißen Arme: Kay, komm, Kay! Sie flehte und fluchte, daß Gott erbarme: Kay, komm, Kay! Da lief ein Schiff auf schwarzer Welle Nachts an den Strand, Da kam ihr toter Herzgeselle Und nahm sie bei der Hand. Sie fühlte es bis in die spitzen Zehen Und bis in ihr blondes Haar. Und Meike mußte mit ihm gehen Und segeln immerdar.

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Man braucht ja nix als Liebe und alles mögliche andere, und die Erde ist ein Paradies.

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Die Frau bringt in der Liebe größere Opfer als der Mann.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Angriff Tücher Winken Flattern Knattern. Winde klatschen. Dein Lachen weht. Greifen Fassen Balgen Zwingen Kuß Umfangen Sinken Nichts.

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Eine Frau ist nicht immer glücklich mit dem, den sie liebt, aber sie ist immer unglücklich mit dem, den sie nicht liebt.

Tillier, Mein Onkel Benjamin (Mon oncle Benjamin), 1843

Blümekens Kleine Blüten, anspruchslose Blumen, Waldrandschmuck und Wiesendurcheinander, Rote, weiße, gelbe, blaue Blumen Nahm ich im Vorbeigehn mit nach Hause. Kamen alte, liebe Zeiten wieder: Auf den Feldern wehten grüne Hälmchen, Süß im Erlenbusche sang der Stieglitz, Eine ganze Welt von Unschuld sang er Mir und dir. Nun, seit Jahren, ordnen deine Hände Perlenschnur und Rosen in den Haaren. Wie viel schöner, junge Frau doch schmückten Kleine Blumen dich, die einst wir pflückten, Ich und du.

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Geheimnis Was an Liebe du erfahren, Trage tief in deiner Brust, Wo es keiner mag gewahren, Keinem außer dir bewußt. Sieh der Berg, im Felsenherzen, Wie er alles wohl versteckt, Was sein Schacht an edlen Erzen Und Gesteinen je bedeckt. Sieh die Perlen, wie Gedanken, Schlafen sie im Muschelhaus, Das sie innen ganz durchranken, Niemals treten doch heraus. Und dein eignes Herz, der Riese An Gefühlen und an Glut, Sieh, wie es im Paradiese Deiner Brust verborgen ruht. Also deine Liebe wahre Tief in deines Busens Schrein, Das Geheimnis offenbare Der Geliebten nur allein. Denn nur Liebende beglücken Kann die Liebe – andre nicht: So wie Sterne nur entzücken, Die da sehen – Blinde nicht.

Böttger (Hg.), Dichtergarben vom Felde deutscher Lyrik, hg. von Adolf Böttger, 2. Auflage 1857

Gefunden Du hast ein Herz gefunden; Hell durch die Seele bricht Nach sturmbewegten Stunden Der Liebe Sonnenlicht. Was deinen Geist umschwebte Im süßen Traum der Nacht, Was selig dich durchbebte, so oft du sein gedacht: Das Bild, das du getragen, Verklärt im Herzensschrein In sehnsuchtsbangen Tagen - Dies holde Bild ist dein. Wohl klingt's in solchen Stunden Wie Sang im Lenzrevier. - Du hast ein Herz gefunden; Der Himmel hüt' es dir!

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Wonne der Wehmut Trocknet nicht, trocknet nicht, Tränen der ewigen Liebe! Ach, nur dem halbgetrockneten Auge Wie öde, wie tot die Welt ihm erscheint! Trocknet nicht, trocknet nicht, Tränen unglücklicher Liebe!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lieder

Wer Lieb' erzwingt wo keine ist, Der bleibt ein Narr zu aller Frist.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Keine Macht, so weit der Himmel reicht, die nicht dem Zauber der Liebe weicht.

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Unruhe in der Liebe ist keineswegs das Wesen der Liebe, Unruhe ist etwas, was gar nicht zur Liebe gehört; die Liebe ist fröhlich und sorglos.

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Liebe ist, wenn du mit jemandem zum Essen ausgehst und du die meisten deiner Pommes Frites hergibst, ohne dass sie dir welche von ihren geben müssen.

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Liebe trägt ihr Gegengift bei sich.

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Der liebt nicht, der die Fehler des Geliebten nicht für Tugenden hält.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Die Liebe zu Gott wird nicht beeinträchtigt, wenn noch eine andere Liebe in uns wohnt, sofern diese nur die schuldige Ehrfurcht und das rechte Maß einhält gegenüber der göttlichen Liebe.

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