Liebe Sprüche – romantisch

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Es ist unendlich verschieden, einen Menschen lieben und etwas an ihm lieben, und sei dieses Etwas das Edelste; er wird doch Mittel; aber das Lieben des ganzen Menschen macht ihn mir nur zum Ziel seiner und meiner selber.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. August 1811

In der Liebe ist jener der Hausherr, der dem andern den Vortritt läßt.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. I. Eros

In der Liebe gibt es kaum einen anderen Grund, sich nicht mehr zu lieben, als daß man sich zu sehr geliebt hat.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688. Vom Herzen

Liebe hat die Eigenart, nicht vernünftig sein zu können.

Kraszewski, Gräfin Cosel (Hrabina Cosel), 1873; erste dt. Übersetzung unter dem Titel 'Am Hofe August des Starken (Die Gräfin Cosel). Zweiter Band', um 1900

Die Liebe ist eine Zikade, die leicht aus dem Herzen auf die Zunge hüpft.

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Die Liebe ist blind und macht blind, Wer's nicht glaubt, der ist ein Kind.

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Erste Wünsche Könnt' ich zu dir, mein Licht, Nur einmal, einmal dringen! Von deinem Angesicht Nur einem Strahl erschwingen! Könnt' ich an dein Gewand Nur einmal, einmal rühren! Und deine kleine Hand Mit süßem Schauer spüren! Könnt' ich an deinem Mund Nur einmal, einmal hangen! Und dann vergeh'n zur Stund' In wonnevollem Bangen!

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Liebe spricht in zarten Tönen Nirgends wie im deutschen Land.

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Lieb ist selig allezeit, Ein Ringen so voll Seligkeit, Daß ohne ihre Lehre Nicht Tugend ist, noch Ehre.

Gottfried von Straßburg, Tristan, um 1210 (Fragment)

Wer nie unglücklich liebte, kennt das Wesen der Liebe nur halb.

Ernsthausen, Gedankenstriche, 1843

Daß ich sterbe hin vor Schmerzen, - Minne, sieh! Das tatest du!

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder, 1827

Die Knabenliebe stellt sich spät ein, nach der Blüte des Lebens, eine unechte und düstere Liebe, und vertreibt die echte und ursprüngliche.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Liber amatorius. Kap. 5, p 751f

Auch in der Liebe haben die feinsten Austernesser manchmal Appetit auf a paar Knödel und a G'selchs.

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Liegt junger Männer Liebe Denn in den Augen nur, nicht in des Herzens Triebe?

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Untreu Dein Lächeln weint in meiner Brust Die glutverbissnen Lippen eisen Im Atem wittert Laubwelk! Dein Blick versargt Und Hastet polternd Worte drauf. Vergessen Bröckeln nach die Hände! Frei Buhlt dein Kleidsaum Schlenkrig Drüber rüber!

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Lip (Liebe) habin unde nicht genyssin, daz mochte wohl der geyir (Geier) vordrissen (verdrießen).

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Hochrot Du innig Rot, Bis an den Tod Soll meine Liebe Dir gleichen, Soll nimmer bleichen, Bis an den Tod, Du glühend Rot, Soll sie Dir gleichen.

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Lieben heißt leiden. Man kann sich nur gezwungen (natura) dazu entschließen, das heißt, man muß es nur, man will es nicht.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 11. Juli 1810

Die Welt ist dumm, die Welt ist blind, Wird täglich abgeschmackter! Sie spricht von dir, mein schönes Kind: Du hast keinen guten Charakter. Die Welt ist dumm, die Welt ist blind, Und dich wird sie immer verkennen; Sie weiß nicht, wie süß deine Küsse sind, Und wie sie beseligend brennen.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Lyrisches Intermezzo, 15.

Als Ideal der Liebe verstehe ich vollkommene Aufopferung für den geliebten Gegenstand.

Tolstoi, Tagebücher. 1851

Misch dich nicht drein: In Liebesdingen raten, Das heiß ich Narrenthaten. Red an die Wand, red in den Wind, Sie werden eher hören, als Die in Liebe sind.

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