Liebe Sprüche – romantisch

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So viel Blumen der Acker trägt, So viel Wunden die Liebe schlägt.

Wegeler (Hg.), Philosophia patrum (Die Philosophie der Alten in lateinischen Versen und ihren Übersetzungen), 1869

Aus den Steinen kommt das Wasser Lispelnd hergetrieben; Wer nicht Seufzen noch gelernet, Lernt es überm Lieben.

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Sagen zu können, wie man liebt, heißt wenig lieben.

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Deshalb ist auch nichts flüchtiger, nichts traumhafter, nichts unbeständiger als solch eine erste Liebe; wie selten führt sie zum wahrhaft beglückenden Ziel.

Polko, Unsere Pilgerfahrt von der Kinderstube zum eigenen Herd, 1862

Rosendornen stechen sehr; Falsche Liebe noch viel mehr.

Brentano/Arnim, Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, 3 Bde., 1805-1808

Mein Herz, Versprech ich Ihnen, soll allein und ewig Der Richter meiner Liebe sein.

Schiller, Don Carlos (ursprünglich Dom Karlos), Infant von Spanien, 1782-1787; Erstdruck des ganzen Dramas 1787. 4. Akt, 21. Auftritt, Königin zum Marquis von Posa

Ein Fieberparoxysmus fängt mit Frost an und endigt mit Hitze. Beim Liebesparoxysmus ereignet sich das Umgekehrte.

Kästner, Gesammelte poetische und prosaische schönwissenschaftliche Werke, 4 Bde., 1841

Liebeswahnsinn! Pleonasmus! Liebe ist ja schon ein Wahnsinn!

Heine, Atta Troll. Ein Sommernachtstraum, 1847. Caput 19

Nach Frauenglut mißt Männerliebe nicht, wer Liebe kennt und Leben, Mann und Frau.

Grillparzer, Sappho. Trauerspiel in fünf Aufzügen, 1819

Die Liebe ist in allen Dingen gleichsam die Seele und das Auge. In dieser Liebe schließt sich der Lauf der Welt. Liebe ist die volle Wirklichkeit des Guten.

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Ich denke an nichts als an Sie, aber ich kann mich vielleicht noch bekämpfen. Seit den letzten zwei Tagen sehe ich nichts anderes als Sie. All Ihr Reiz, den ich immer gefürchtet habe, ist in mein Herz eingefallen. So sehr, daß ich kaum zu atmen vermag […]. Ich komme Ihnen vielleicht verrückt vor; aber ich sehe Ihren Blick, ich wiederhole mir Ihre Worte […]. Ich habe recht, wenn ich verrückt bin. Ich wäre verrückt, wenn ich es nicht wäre.

Constant, B., Briefe. An Madame Récamier, am 3. September 1814

Ich habe mich oft und lange gegen die Liebe gewehrt; nun hat mich's gepackt, nun will ich auch von keiner Teilung meines Wesens zwischen der Welt und meiner Liebe wissen, nun will ich lieben, nichts als lieben […], bis zum Wahnsinn lieben, Dich, Dich, mein Schatz!

Herwegh, G., Briefe. An Emma Siegmund, seine spätere Frau, am 26. Januar 1843

Es ist ja nicht Liebe, wenn Liebe verläßt.

Herder, Stimmen der Völker in Liedern, 1807 (posthum). Aus: Das Mädchen am Ufer. Englisch

Einer Verlassenen Wir haben deinen tiefen Gram vernommen Und sind in deinen Garten still gekommen, Wir stimmen unsre Saiten mit Bedacht, Erwartend lauscht die laue Maiennacht. Zu deines Ungetreuen Reu und Leide, Zu deiner Nachbarinnen bitterm Neide, Zu deiner Mutter Stolz und stiller Lust, So wollen singen wir aus voller Brust! Zünd an dein Licht, daß unser Lied dich ehre Und vor dem Sternenzelt dein Leid verkläre! Noch gibt's manch Auge, das in Treuen blitzt, Manch Herz, das noch an rechter Stelle sitzt! Wohl selig sind, die in der Liebe leiden, Und ihrer Augen teure Perlen kleiden Die weißen Wangen mehr als Morgentau Die Lilienkelche auf der Sommerau. Die Liebe, die um Liebe ward betrogen, Glänzt hoch und herrlich gleich dem Regenbogen; Zu seinen Füßen, die in Blumen stehn, Da liegen goldne Schüsseln ungesehn.

Keller, G., Gedichte. Buch der Natur. Drei Ständchen

Wir alle hungern nach Menschenliebe, und wenn man hungert, schmeckt auch schlecht gebackenes Brot.

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Das ist ja die Macht der Liebe, daß sie blind vertraut, und gerade die hohen, stolzen Seelen sind am leichtesten zu täuschen.

Habicht, Vor dem Gewitter. Roman, 4 Bde., 1873

Die echte Liebe verzeiht auch dann, wenn das Herz selbst tödlich getroffen ist.

Detlef, Ein Dokument, 4 Bde., 1876

Es ist kaum glaublich, wie schwach viele Menschen werden, wenn die Liebe über sie kommt, und wie stark unzählige andere!

Hesekiel, Eine brandenburgische Hofjungfer. Historischer Roman aus Joachim Nestor's Tagen, 3 Bde., 1868

An die Nachtigall Er liegt und schläft an meinem Herzen, Mein guter Schutzgeist sang ihn ein; Und ich kann fröhlich sein und scherzen, Kann jeder Blum und jedes Blatts mich freun. Nachtigall, Nachtigall, ach! Sing mir den Amor nicht wach!

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Erster und zweiter Teil

Höre, lieber laufe ich mit nackten Füßen über glühende Kohlen, als auf die Süße des Mannes zu verzichten.

Aristophanes, Lysistrata, 411 v. Chr. Kleonike zu Lysistrata

Wenn ein Herz liebt, echt und recht, so werden die Augen hellsehend und erkennen die echte und rechte Liebe in den Herzen anderer.

Polko, Musikalische Märchen, Phantasien und Skizzen, 3 Bde., 1852-72