Liebe Sprüche – romantisch

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Man kann niemand lieben, als den, dessen Gegenwart man sicher ist, wenn man seiner bedarf.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Liebe und Freundschaft der meisten Menschen ist einFüllenihrer eignen Leere mit fremdem Inhalt.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Was lebst du denn, wenn du nicht lieben kannst!

Hebbel, Genoveva, 1843. 3. Akt, 8. Szene, Tristan

Nur durch die Liebe kann der Mensch von sich selbst befreit werden.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Ein Mensch spiegelt sich im andern. Liebe.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1846

Über alles hat der Mensch Gewalt, nur nicht über sein Herz.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1847

Wenn ich bei meiner Liebsten bin, Dann geht das Herz mir auf; Dann bin ich reich in meinem Sinn, Ich biet die Welt zu Kauf. Doch wenn ich wieder scheiden muß Aus ihrem Schwanenarm, Dann schwindet all mein Überfluß, Und ich bin bettelarm.

Heine, H., Gedichte. Nachlese

Ich hab' dich geliebet und liebe dich noch! Und fiele die Welt zusammen, Aus ihren Trümmern stiegen doch Hervor meiner Liebe Flammen.

Heine, H., Gedichte

Ei! kennt ihr noch das alte Lied, Das einst so wild die Brust durchglüht, Ihr Saiten dumpf und trübe? Die Engel, die nennen es Himmelsfreud, Die Teufel, die nennen es Höllenleid, Die Menschen, die nennen es: Liebe!

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder, 1827. Junge Leiden. Aus: Traumbild Nr. 8

In der Jugend ist die Liebe stürmischer, aber nicht so stark, so allmächtig wie später.

Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. V. Frauen, Liebe und Ehe

Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Knospen sprangen, Da ist in meinem Herzen Die Liebe aufgegangen. Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Vögel sangen, Da hab ich ihr gestanden Mein Sehnen und Verlangen.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Lyrisches Intermezzo

Nach der Erzählung einer edlen Tat, der Ausruf: Größer als alle Pyramiden, als der Himalaya, als alle Wälder und Meere, ist das menschliche Herz – es ist herrlicher als die Sonne und der Mond und alle Sterne, strahlender und blühender – es ist unendlich in seiner Liebe, unendlich wie die Gottheit, es ist die Gottheit selbst.

Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. VI. Vermischte Einfälle

Was Prügel sind, das weiß man schon; was aber die Liebe ist, das hat noch keiner herausgebracht.

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Die Bäder von Lucca. Kapitel 7

Du fragst mich, Kind, was Liebe ist? Ein Stern in einem Haufen Mist.

Heine, H., Gedichte. Aus: Unstern, 1844

Die Liebe ist immer eine Art Wahnsinn, mehr oder minder schön.

Heine, H., Aufsätze und Streitschriften. Shakespeares Mädchen und Frauen. Schluß

Es schauen die Blumen alle Zur leuchtenden Sonne hinauf; Es nehmen die Ströme alle Zum leuchtenden Meere den Lauf. Es flattern die Lieder alle Zu meinem leuchtenden Lieb; Nehmt mit meine Tränen und Seufzer, Ihr Lieder, wehmütig und trüb!

Heine, H., Gedichte. Nachlese

Weil ich dich liebe, wird so bläßlich, So elend mager mein Gesicht – Du fändest mich am Ende häßlich – Ich will dich meiden – zürne nicht.

Heine, H., Gedichte. Aus: Neuer Frühling, 21

Sie liebten sich beide, doch keiner Wollt es dem andern gestehn; Sie sahen sich an so feindlich, Und wollten vor Liebe vergehn. Sie trennten sich endlich und sahn sich Nur noch zuweilen im Traum; Sie waren längst gestorben, Und wußten es selber kaum.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Die Heimkehr, 33.

Solidität Liebe sprach zum Gott der Lieder, Sie verlange Sicherheiten, Ehe sie sich ganz ergebe, Denn es wären schlechte Zeiten. Lachend gab der Gott zur Antwort: »Ja, die Zeiten sich verändern, Und du sprichst jetzt wie ein alter Wuchrer, welcher leiht auf Pfändern. Ach, ich hab nur eine Leier, Doch sie ist von gutem Golde. Wieviel Küsse willst du borgen Mir darauf, o meine Holde?«

Heine, H., Gedichte. Romanzero. Zweites Buch. Lamentationen

Daß du mich liebst, das wußt ich, Ich hatt es längst entdeckt; Doch als du mir's gestanden, Hat es mich tief erschreckt. Ich stieg wohl auf die Berge Und jubelte und sang; Ich ging ans Meer und weinte Beim Sonnenuntergang. Mein Herz ist wie die Sonne So flammend anzusehn, Und in ein Meer von Liebe Versinkt es groß und schön.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Verschiedene. Seraphine, 4.

Weil ich nichts anders kann als nur dich lieben, Will ich dich lieben denn soviel ich kann. Zu hassen dich hatt' ich mir vorgeschrieben, Mit Hasse sah das Herz die Vorschrift an. Dich zu vergessen hatt' ich mich getrieben; Vergessen war es, eh ich mich besann. Da so der Haß ward von sich selbst zerrieben, So das Vergessen in sich selbst zerrann; So laß mich denn, soviel ich kann, dich lieben, Weil ich nichts anders als dich lieben kann.

Rückert, Gedichte. Vorfrühling. I. Amaryllis