Liebe Sprüche – romantisch

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Lieben und Untergehn: das reimt sich seit Ewigkeiten. Wille zur Liebe: das ist, willig auch sein zum Tode.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Von der unbefleckten Erkenntnis

Die Liebe ist die Gefahr des Einsamsten, die Liebe zu Allem, wenn es nur lebt! Zum Lachen ist wahrlich meine Narrheit und meine Bescheidenheit in der Liebe!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Der Wanderer

Mit Tönen tanzt unsre Liebe auf bunten Regenbögen.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Der Genesende

Gib Liebe mir - wer wärmt mich noch? Wer liebt mich noch? - gib heiße Hände.

Nietzsche, Dionysos-Dithyramben, 1889. Klage der Ariadne

Alle große Liebe will nicht Liebe: — die will mehr.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Vom höheren Menschen

Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte, das Amen des Universums.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Mystizismen

Welten bauen genügt dem tiefer dringenden Sinn nicht: Aber ein liebendes Herz sättigt den strebenden Geist.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke philosophischer Enzyklopädistik

Liebe ist der Grund der Möglichkeit der Magie.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Magische Philosophie

Mit den Tönen Kommt das Sehnen, Reget sich der Liebe Schmerz. Wie sie beben Und verschweben, Bebt, verschwebt das stille Herz.

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Man ist allein mit allem, was man liebt.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke psychologischer Enzyklopädistik

Die Tat allein beweist der Liebe Kraft.

Goethe, Die natürliche Tochter, 1803. 5. Akt, 9. Auftritt, Gerichtsrat zu Eugenie

Die Liebe duldet es nicht, daß man sich anders als durch sie bindet.

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Wenn ein Mann einer Frau verspricht, sie ewig zu lieben, dann setzt er voraus, daß sie immer liebenswert bleiben wird.

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Man sei eher im Besitz einer verehrenden als einer hingebenden Liebe: so ist sie ganzen Leuten angemessen.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [290.]

Die Liebe führt die Vertraulichkeit ein, und mit jedem Schritt, den diese vorwärts macht, macht die Hochachtung einen zurück.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [290.]

Gefesselt Liebesglück und Liebesschmerz – Die Minute macht zum Sklaven, O des Gottes Pfeile trafen Mein gestählt gewappnet Herz. Trage Ketten, golden süß, Aber immer sind es Ketten, Goldne Ketten, süße Ketten, Aber Ketten sinds gewiß. In des Lebens Blütenzeit Tief verletzt und schwer gebunden, Und in Fesseln und in Wunden Dennoch diese Seligkeit?

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Die Menschen sollen einander lieben, aber damit ist nicht gesagt, daß ihnen dies nicht so schwer wie möglich gemacht wird und fallen soll, denn es gibt keine wohlfeile Liebe.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1912

In diesen Erzählungen von Liebe sehe ich immer nur eines: die Liebe als Selbstpreis. Selten oder nie, daß diese Menschen durch ihre Liebe zu einander wachsen wollen, daß sie sich über sich hinaus lieben. Daher denn auch die Übersättigung, ja der Ekel, der einen nach und vor derlei erfaßt, ein Verlangen, es möchte doch auch hier endlich eine neue Optik Platz greifen, eine tiefere, religiösere Betrachtung des Liebeslebens.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1909

Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir, hält's nicht aus, hält's nicht aus mehr bei mir. Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein, sinkt hinein, zu dem deinen hinein. Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh, liegt auf dem Grund seines ewigen Du.

Morgenstern, C., Gedichte

Der moderne Mensch ›läuft‹ zu leicht ›heiß‹. Ihm fehlt zu sehr das Öl der Liebe.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1910

Schauder Jetzt bist du da, dann bist du dort. Jetzt bist du nah, dann bist du fort. Kannst du's fassen? Und über eine Zeit gehen wir beide die Ewigkeit dahin – dorthin. Und was blieb? ... Komm, schließ die Augen, und hab' mich lieb!

Morgenstern, C., Gedichte. Melencolia