Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Es ist überaus glücklich, daß die Liebe nicht die Wissenschaft zur Voraussetzung hat.
Bloß eine Träne, eine drückende Hand und eine Singstimme gab der Welt-Genius der Liebe und der Entzückung und sagte: »Sprecht damit!«
Ein Jüngling, stürmisch, ohne Blüth' und Frucht, Ist Jugend ohne Liebe.
Die Liebe wird nicht sterben. Jene Hügel der Gräber, Asche und Staub sind nur die Trophäen ihrer Unsterblichkeit.
Abend Lehnst an meine Schulter du Sanft dein Haupt mit Schweigen, Spiel ich dir ein altes Lied Auf der alten Geigen. Und die Seele, mild gerührt Ob dem süßen Klingen, Fliegt zum hellen Abendrot Auf der Hoffnung Schwingen. Und im Auge dir und mir Glänzt die stille Frage: Bleiben Lieb’ und Seligkeit Bei uns alle Tage? Wenn die Rosen sind verblüht, Wenn die Saiten sprangen, Wird ob unserm Haupte dann So der Himmel prangen? – Stumm noch lauschst du meinem Lied, Ob ich schon geendet; In die Weite traumeshell Ist dein Blick gewendet.
Das ist die wahre Liebe, die immer und immer sich gleich bleibt, Wenn man ihr alles gewährt, wenn man ihr alles versagt. Alles wünscht ich zu haben, um mit ihr alles zu teilen, Alles gäb ich dahin, wär sie, die Einzige, mein.
Das ist unselige Minne, Wenn Weiber das Herz dir rühren, Bei denen Gemüth und Sinne Getrennte Wirtschaft führen.
Wehe, wer die göttliche Sendung der Liebe entweiht!
Liebe bringt uns um Allerhand: Um Zeit, Geld, Reputation und Verstand. Wer nur mit dem Bankrott nicht endet, Hat nie einträglicher verschwendet.
In Liebesflammenqual vorm Jahr, Und doch frisch angesengt schon heuer? Das alte Sprichwort lügt fürwahr: Gebrannte Kinder lockt das Feuer.
Über aller Gerechtigkeit und aller Verpflichtung steht die Liebe, die den Geliebten und das eigene Selbst der reinen Entfaltung ihres Wesens zuführt.
Die Liebe ist ein Gottesbeweis, kein Teufel hätte uns so etwas Himmlisches gegönnt.
Die Liebeslieder sind alle zu laut, die Sprache der Liebe ist: Flüstern.
Der kann von Liebe nicht reden, dem sie nimmer Verlust und Gewinn war – dem sie nie irgendwann der Sinn war vor allem und jedem.
Wo die reichste Liebe, da ist die größte Kraft.
Gebrochenes Herz Die Rosen und die Nelken, Und Flieder und Jasmin, Die müssen wohl verwelken, Und müssen wohl verblüh'n. Die Lieb' ist Gab' und Güte, Die Lieb' ist keine Pflicht, Die Lieb' ist eine Blüte – Verblüht und bleibet nicht! Die Rosen und der Flieder, Und Nelken und Jasmin, Die kommen alle wieder Und werden alle blühn. Nur nicht die Lieb' und Treue, Wenn sie verloren ist! Und keimt kein Herz aufs neue, Das schon gebrochen ist.
Ich darf dich nicht lieben und kann dich nicht hassen, Ich darf dich nicht halten und kann dich nicht lassen: O sage, wie lös' ich den bitteren Streit? Und ach, was das innerste Herz mir zerrissen, Ich kann's nicht ertragen – und möcht' es nicht missen Das quälend-verlockende, wonnige Leid. Ich kann dich nicht hassen und darf dich nicht lieben, So steht es im Buch der Geschicke geschrieben – O schmerzlicher Kampf, der das Herz mir entzweit! Ich kann dich nicht lassen und darf dich nicht halten, So wollen es ewiger Sterne Gewalten – O sage, wie lös' ich den bitteren Streit? Vergebens in einsamen Nächten und Tagen Erneur' ich sie ewig, die schwerste der Fragen, Und nähre das quälende, wonnige Leid. Ich darf dich nicht lieben und kann dich nicht hassen, Ich darf dich nicht halten und kann dich nicht lassen – O sage, wie lös' ich den bitteren Streit?
Doch werdet ihr nie Herz zu Herzen schaffen, Wenn es euch nicht von Herzen geht.
Liebe ist ein Ding, nicht abzuweisen, wenn es kommt, nicht aufzuhalten, wenn es geht. Ein Gefühl ist sie, das entarten kann zur Tyrannei, indem sie das Geliebte zum willenlosen Werkzeug machen will. Diesen Drang zur Entartung muß sie zu unterdrücken wissen.
Wie Nachtigallen am liebsten vor einem Echo schlagen, so spricht unser Herz am lautesten vor Tönen.
Hat die Liebe einen reifen Mann erfaßt und durchdrungen, so schlingt sie sich, wie die Blutadern, durch sein ganzes Wesen und kann nur mit seinem Leben vernichtet werden.