Liebe Sprüche – romantisch

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Du ahnst gar nicht, in wie großer Gesellschaft du dich manchmal befindest, auch wenn du mit deiner Geliebten allein zu sein glaubst. Viele sind mit euch, von denen du nichts weißt: ihre vergangenen – viele, von denen sie selber nichts weiß: ihre zukünftigen Liebhaber.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Im Wiesengrunde am Baches Strand Ein allerliebstes blau' Blümlein stand; Vom süßen Dufte angezogen, Ein bunter Falter kam geflogen. Sie kosen und tändeln im Sonnenlicht, Manch herziges Wörtlein der Bunte spricht: Zu spät merkt's das Blümlein, daß der Tropf Nur "Raupen ihm setzte in den Kopf".

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Geschenke gibt man, wenn man anfängt und aufhört zu lieben.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die wirklich lieben, stehlen keine Herzen.

Chrétien de Troyes, Iwein oder der Löwenritter (Yvain ou Le Chevalier au lion), entstanden zwischen 1180-90. Botin der Königin

Daß du jeder Schürze nachgerannt, Wird dir mit Unrecht verübelt; Nur weil du niemals Liebe gekannt, Hast du so viel geliebelt.

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Liebesnacht O weile, süßer Geliebter! Es trügt dich nur, noch hellt, nur wolkengetrübter, der Mond die Flur. »Doch nimmer weilen und halten die Wolken dort, es führen sie wilde Gewalten von Ort zu Ort.« Ein Traum ist alle das Treiben in dunkler Höh, doch uns muß ewig verbleiben der Sehnsucht Weh. »Ich seh' nur Kommen und Scheiden am Himmelszelt, es zieht die Seele der Leiden durch alle Welt.« Die Wolken wandern so nächtig ohn Schmerz und Lust, ich aber ziehe dich mächtig an meine Brust.

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Denn wer liebt, der ist voller Sehnsucht und findet nie ruhigen Schlaf, sondern zählt und berechnet die ganze Nacht hindurch die Tage, die da kommen und gehen.

Chrétien de Troyes, Iwein oder der Löwenritter (Yvain ou Le Chevalier au lion), entstanden zwischen 1180-90

Die physische Liebe ist ein Bedürfnis, das dem Hunger gleicht; mit dem Unterschied jedoch, daß der Mensch immer ißt, daß aber in der Liebe sein Appetit nicht so ausdauernd ist und so regelmäßig wie bei Tische.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Wir dürfen die Menschen nicht so lieben, wie die Feinschmecker ihren Hühnerbraten lieben. Alle Speisen lieben wir nur, um sie zu vernichten und uns durch sie zu erquicken. Dürfen wir aber die Menschen lieben, um sie zu vernichten? Es gibt jedoch eine Liebe des Wohlwollens, die uns dazu führt, diejenigen zu beschenken, die wir lieben.

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Nie schien ein Gefängnis schön, noch eine Geliebte häßlich.

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Hochweise Männer gebieten, Um sich vor der Liebe zu hüten. "Die Mädchen und Frau'n Nicht anzuschau'n. Allein noch weisere riethen, Um sich vor der Liebe zu hüten, "Die Mädchen und Frau'n Recht anzuschau'n.

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Was mir wohl übrig bliebe, Wenn Alles von mir flieht? Es bleibet doch die Liebe Und mit ihr manches Lied. Und mit der Liebe theil' ich Des Lebens Fröhlichkeit, Und mit den Liedern heil' ich Der Liebe Gram und Leid.

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Der Tempel der Liebe Zwei der Pforten nur gibt's zum Tempel beglückender Liebe. Offenherzigkeit heißt eine, die andre Vertraun.

Haug/Weisser (Hg.), Epigrammatische Anthologie, 10 Bde., 1807-1810

Erwacht Wie selig hat mich's gemacht, daß unsere Wege sich trafen. Nun lieg ich in der Nacht und kann nicht schlafen. O, welche Liebe war in meinem Herzen verborgen und wartete Jahr für Jahr auf ihren Morgen. Da kam ihr Tag und Licht, und sie erwachte. Du, dein süßes Gesicht wie selig mich's machte!

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Achtung willst du erwerben? Es soll dich Liebe beglücken? Achtung erwirbt, was du tust, Liebe verschafft, was du bist! Richtest du Rühmliches aus, schaffst du Nützliches, hast du die Achtung; bist du ein liebendes Herz, bist du der Liebe gewiß!

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Die Liebe ist das große Theaterstück des Lebens. Es unterscheidet sich von anderen Theaterstücken, daß in der Liebe diejenigen Stücke, in denen sich die Liebenden nicht bekommen, Lustspiele sind, die Stücke aber, in denen sich die Liebenden am Ende bekommen, die Trauerspiele werden.

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Heiß in der Brust, Brennt mir der Eid, Der mich dir, Edlen, vermählt. Was je ich ersehnt, Ersah ich in dir; In dir fand ich, Was je mir gefehlt.

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Die Liebe ist stumm; aber je weniger sie spricht, desto mehr schreibt sie. Die Liebenden, die beisammen sind, schweigen, weil die Empfindungen sie überwältigen. Wenn sie getrennt sind, überwältigen sie die Empfindungen und schreiben.

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Ehe die Menschen die Liebe nicht am Kreuze sehn, glauben sie nicht von ihr erlöst zu sein.

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898

Dem Wesen nach ist die erste Liebe in allen Herzen gleich.

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Die Liebe wird durch nichts mehr erkältet und abgekühlt als durch die Selbstsucht und den Eigennutz, welcher auf die Liebe spekuliert.

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