Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Es kommt selten vor, daß einer sagen kann: Ich war ehrgeizig. Entweder ist man es gar nicht, oder man ist es immer. Aber es kommt eine Zeit, in der man eingesteht, daß man geliebt hat.
Man respektiert einen Mann wegen seiner Stärke, aber lieben kann man ihn nur wegen seiner Schwächen.
Es gibt auch eine Gewohnheit des Gefühls, die fortfährt, ein Wesen zu lieben, von dem man längst losgelöst ist. Als höre man eine Uhr weiterticken, die stille steht.
So ist die Liebe: erst wollen sie für einander sterben, dann nicht einmal mit einander leben.
Geliebt werden ist nur gut, wenn man selbst liebt.
Holde Liebe! Immer aufs neue ersinnst du Sommernachtsträume und Wintermärchen! Du umspinnst die irdische Bedürftigkeit mit goldigem Schimmer und täuschest über die Größe der Opfer, welche wir bringen. Selbst wenn du uns eine Dornenkrone auf das Haupt setzest, zauberst du Rosenglanz darum.
Das ist die köstlichste der Gaben, Die Gott dem Menschenherzen gibt, Die eitle Selbstsucht zu begraben, Indem die Seele glüht und liebt. O süß Empfangen, sel'ges Geben! O schönes Ineinanderweben! Hier heißt Gewinn, was sonst Verlust. Je mehr du schenkst, je froher scheinst du, Je mehr du nimmst, je sel'ger weinst du - O gib das Herz aus deiner Brust!
Warm schlägt das Blut ja überall; die Sonne färbt nur die Haut, die Seelen färbt sie nicht, und Lieb' und Mitleid hängt an keiner Farbe.
In jeder starken Männerliebe ist ein Zug von Wildheit, der, wenn er erschreckt, gerade auch die zartesten Frauen mit allen Wonnen durchschauert.
Nevermore Warum, Erinnerung, warum erstehst du wieder? – Die herbstlichmüde Luft durchklangen Drossellieder, Die Sonne strahlte matt auf gelbe Bäume nieder und dürr und herbstentlaubt war Weide schon und Flieder. Wir schritten träumerisch, ganz einsam durch den Hag, und unser Denken flog wie jener Drosselschlag dahin im Wehn der Luft. Da wandte sie sich zag und sah mich an und frug: »Was war dein schönster Tag?« Wie süss, wie engelhaft die Stimme klang, wie golden! Ein stilles Lächeln gab die Antwort drauf der Holden, und leise küsst' ich sie auf ihre weisse Hand. O jener erste Duft im Lenz, im Veilchengrunde! O jener Wunderlaut, der alles Glückes Pfand, der Klang des ersten »Ja!« von dem geliebten Munde!
Liebe ist kein Solo. Liebe ist ein Duett. Schwindet sie beim einen, verstummt das Lied.
Alle Gefühle können zur Liebe, zur Leidenschaft führen, alle: der Haß, das Mitleid, die Gleichgültigkeit, die Ehrfurcht, die Freundschaft, die Furcht, selbst die Verachtung – nur eines nicht, die Dankbarkeit.
Schwerlich kennt die Frau unter der Liebe etwas größers als die Liebe – der Mann kennt mitten darunter noch seine Lieblingsarbeit, seine Philosophie als das Größere. Bei ihr ist sie Ziel; bei uns ist sie Spaliergewächs an den Schranken zum Ziel.
Nicht die Geliebte, die entfernt ist, sondern Entfernung ist die Geliebte.
Kennt ihr der starken Liebe heiße Flammen, Die in das Herz vom Himmel stürzen nieder, Zum Himmel auf die Herzen reißen wieder? Ihr kennt sie nicht und wollt sie doch verdammen! Was diese Gluten einten, hält zusammen; Ein Gott, der mit dem Zucken seiner Lider Die Erde schüttert, kann's nicht trennen wieder, Denn ewig lohen solcher Liebe Flammen. Sie trotzt dem kalten Spott der Herzensarmen, Die nur für sich vermögen zu erwarmen, Sie schreitet selig auf den trübsten Wegen, In eigner Brust des Himmels reichsten Segen, Sie lacht des Elends und sie lacht der Noth, Sie trotzt der Welt, der Hölle und dem Tod.
Der Zauber der ersten Liebe ist: Wir wissen noch nicht, daß sie je enden kann.
Ein Mann liebt seine Geliebte am meisten, seine Frau am besten und seine Mutter am längsten.
Die Strafe für den, der nicht liebt, ist, daß er auch das Geliebtwerden nicht genießen kann.
Tote Liebe Was mir erwarb Ihr süßes Licht Was ihr verdarb Mein Angesicht Warum sie starb Ich weiß es nicht. Die Märchenbraut Lag so im Tod Dem Blick vertraut; Der Wange Rot Wer es geschaut Fiel neu in Not. Als hübe sie Die er gewann Die wie der Früh- Tau ihm zerrann Als hübe sie Zu sprechen an: Was dich mir warb Damals im Licht Was mich verdarb Für dein Gesicht Warum ich starb Ich weiß es nicht. Wir wissen beid Nicht wie's geschah Wir sind im Leid Uns nun ganz nah An deine Seit Sehnt ich mich ja. Reiche mir Lieber Noch deine Hand. Ist sie im Fieber Wie ich sie fand Als sie hinüber Gab mir den Brand?
Die Liebe vermindert die weibliche Feinheit und verstärkt die männliche.
Für den die Liebe kämpfet, der ist stark.