Liebe Sprüche – romantisch

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Kurz Lachen, langes Weinen, Das ist der Liebe Brauch.

Geibel, E., Gedichte. Neue Gedichte. Vermischte Gedichte. Erstes Buch. Lübeck und Carolath. Lieder zu Volksweisen. Aus: Lieb' und Leid

Ein Mann, der nie mit Gefühlen gespielt und sie nie mißbraucht hat, liebt anders, wenn die Leidenschaft ihn faßt, als der, welcher hundertfach sein Herz und andere belogen hat.

Stahl, Die Tochter der Alhambra, 1869

In der Liebe, meint man ja, gelte nur ein Gesetz: unendlich gut sein!

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900

In der Liebe haben alle Frauen Geist.

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Schön ist das Leben, Schön ist die Liebe: Gäb's nur in Beiden – Nicht so viel Diebe!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wer ist glücklicher? Der, der viel geliebt hat oder der, welcher viel geliebt wurde?

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Für den Eid des Liebenden gibt es keine Strafe.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Originaltext: Amantis iusiurandum poenam non habet.

Es gibt kein Wesen ohne Liebe, keine vollkommene Liebe ohne Eifersucht, keine Eifersucht frei von Täuschungen, keine Täuschungen ohne Grund.

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Die Liebe nimmt die Furcht hinweg.

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Trauriges Lied Sie wuchsen auf und waren jung Und liefen Hand in Hand, Und eines Abends, keiner weiß, Da hob ein Stern mit Neigen leis Ein Goldgespinste los – Sie sanken nieder glanzumspannt Und sanken tief in Traumes Schoß Mit langer leiser Liebkosung. Und wachten auf im Wunderwald Und liefen Hand in Hand, Und eines Abends, keiner denkt, Da ward aus seiner Bahn gelenkt Der Stern zu anderm Ort – Sie fanden alles unbekannt Und irrten um, der da, der dort, Geworden leer und alt.

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Liebe ist weder ein Erzeugnis des Verstandes noch der Religion. Sie ist das eigentliche Wesen des Menschen, das gleichmäßig sein sinnliches, seelisches und geistiges Wesen umspannt und in die Vollkommenheit rückt.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Nur wer uns liebt, wird mit uns teilen.

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Waltete Liebe nicht, ewige Güte, Irdisches triebe nicht himmlische Blüte.

Hamerling, Sinnen und Minnen, 1860

Der Liebe Lohn ist: was sie liebt, und daß sie liebt.

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Wann Lieb' und Einfalt sich zu reden nicht erdreisten, dann, dünkt mich, sagen sie im Wenigsten am meisten.

Shakespeare, Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night’s Dream), Erstdruck 1600

O Liebe, deine Gedanken Sind höher als Himmelshöh! O Liebe, deine Gedanken Sind tiefer als die See! O Liebe, deine Gedanken Sind schneller als der Wind, Und leuchtender viel tausendmal, Als Sonnenstrahlen sind.

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Nie kommt das Ich weniger zur Geltung, als an dem Krankenlager eines geliebten Menschen, da konzentriert sich alles in dem einen Wunsche, lindern, helfen, retten zu können; da werden Wunder des Mutes und der Kraft vollbracht, die Staunen erregen: die zarteste und schwächlichste Natur entwickelt eine Stärke und Ausdauer im Pflegen und Wachen, welche überrascht; mit brechendem Herzen lächelt der Mund, und die heißen Tränen fließen nach innen, nur um dem teuren Kranken seine eigene Gefahr zu verbergen.

Verena, Über Alles die Pflicht. Roman, 1870

Der Liebende scheint mir immer weniger genießen als gefallen zu wollen, und dennoch ist er Egoist: er will gefallen, um zu genießen.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Wo Liebe ist, da steht man alles aus und hat noch Freud’ dabei.

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Die Liebe zwang noch stets zur Gegenliebe.

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Die Freiheit ist ein Meer Und seine Fische Herzen; Sie schwimmen ohne Schmerzen Behaglich hin und her. Doch diese Lust, wie Schade! Ist von geringer Dauer; Es wohnet am Gestade, Es stehet auf der Lauer Liebe, die Fischerin. Sie fischt mit eignen Angeln; Sie fischt mit Ambralocken; Die purpurrothen Fischchen, Sie kommen unerschrocken, Sie lassen von der argen Sich gar zu gerne locken, Und eines um das andre Ist ihrer List Gewinn.

Daumer, Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte, nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern, 1846