Liebe Sprüche – romantisch

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Und ich frug jene Kraft in mir: wer bist du? Und sie antwortete: ich bin die Liebe, die Himmelsbeherrscherin, und will als Liebe die Herrscherin auf Erden sein. Ich bin die mächtigste von allen Himmelskräften und bin gekommen, um das Reich der Zukunft zu gründen.

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Ein vernünftiger Mensch liebt nicht deshalb, weil dies für ihn vorteilhaft ist, sondern deshalb, weil ihn die Liebe selbst glücklich macht.

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Verzweiflung Wenn ich sonst im alten Buch gelesen, Daß die Liebe Menschen hingerafft, Sprach ich wohl, ein Märchen ist's gewesen, Liebe hat ja nicht zum Tödten Kraft. Anders, anders lehrte sie's mich kennen; Qualen fand ich, ihre Freuden nicht. Hör' ich heut der Liebe Freuden nennen, Denk' ich, ach, daß man in Märchen spricht.

Wildenbruch, Lieder und Balladen, 1887

Wie soll ich dich denn nennen Wie soll ich dich denn nennen, Da allem Namen ward? Das sel'ge Wort zu kennen, Blieb mir noch aufgespart. Ich denk' an Himmel und Sterne, An Meer und Blumen der Flur – Das sel'ge Wort bleibt ferne, Wie nenne, nenn' ich dich nur? Ei Himmel, Sonnen und Sterne, Und Flur und Perlen gesellt! – Du bist mir mehr als alles, Du bist mir eine Welt!

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Die Liebe wird dieser müden, alten Welt, in der wir als Heiden und Feinde untereinander leben, ein neues Aussehen verleihen; sie wird die Herzen derart erwärmen, daß wir es sehen werden, wie leicht und rasch die eitle Diplomatie der Staatsmänner, Armee und Flotte und die Festungslinien von einem wehrlosen Kinde überwunden werden.

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Der wesentliche Kern in der Liebe ist die Unbeständigkeit.

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Auf der Höhe eines Liebesverhältnisses bleibt kein Interesse für die Umwelt übrig.

Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930

Mir ist, als müßt' ich dir was sagen, Als wollte dir mein Herz was klagen; Mein tiefster Sinn beweget sich, Mit vielen Tränen lieb' ich dich. Mir ist, als müßt ich zu dir wallen, Als Pilgrim dir zu Füßen fallen, Von mancher Regung heilen mich Und, ach! nur seh'n und lieben dich. Mein Herz den Banden will enteilen, Mein Auge möcht' an deinem weilen, Und Herz und Aug' ergießen sich – Mit vielen Tränen lieb' ich dich.

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Wahre Liebe kennt kein Maß.

Properz, Elegien (Elegiae). 2,15,30

Wem die Liebe nie begegnet ist, dem ist niemand begegnet.

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Wenn du wirklich die Liebe ersehnst, wirst du sie irgendwo auf dich wartend finden.

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Bekenntnis So bist du mein, ich halte dich umschlungen In meiner tiefsten Seele mit Gewalt, In dir hab' ich mein eig'nes Selbst errungen, Es ward mein Traum zu freundlicher Gestalt; Und als ich mich in dich erst ganz verloren, War ich mir selbst gewonnen und geboren. Es rauschten wohl, eh' ich dich sah, die Bäume, Und Sturm und Wolke zogen d'rüber hin, Vorbei die Menschen und die bunten Träume, Verschlossen und gefesselt war mein Sinn, Bis deine Arme plötzlich mich umwanden, Da hatt' ich mich und alle Welt verstanden. Es war mein Blick, eh' ich dich sah, verhüllet Und in mir eine Steppe öd' und leer; Nun ist das ganze All von dir erfüllet, Ich sehe nichts, was nicht durch dich erst wär'; Und so muß ich mit innigem Entzücken An meine Brust in dir mein Leben drücken.

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Alt und Jung Der Alte sieht die junge Maid, Und fällt, versucht vom alten Triebe, Mit höchster Alters-Zierlichkeit Auf's Knie und stottert schamhaft: Liebe! Sie lacht ihm nicht in's Angesicht, Sie kniet nur hin, wo er gelegen, Drückt seine Hand auf's Haupt und spricht: "Mein Vater, gebt mir Euren Segen!"

Hebbel, F., Gedichte

Nur in der Liebe zärtlichem Hauch bildet im Menschen der Engel sich aus.

Gotthelf, Die Wassernot im Emmental am 13. August 1837, entstanden ab 1838, Erstdruck 1852

Liebe ist Glut, Haß ist Kälte. Sehnsucht und Angst sind Feuer und Eis. Die ganze Welt der Gefühle liegt dazwischen.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Lieben ist nichts Besonderes, sich gegenseitig lieben sehr selten. Die Liebe ist ein Gesetz, die Gegenseitigkeit der Liebe ein Zufall.

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Liederschmuck Mein Herz ist von der Liebe Zur Liebsten so erfüllt, Daß sie in tausend Tropfen Darüber strömt und quillt. Und jeder dieser Tropfen Glänzt wie ein Edelstein, Und all' die tausend Tropfen Die fange ich mir ein. Und füge sie zusammen Zu einem dichten Kranz, Um meiner Liebsten Stirne Wind' ich den lichten Glanz. Daß rings die Erde lachet, Wenn sie vorübergeht, Und alles steht und staunet; "Seht die Holdselige, seht! Das ist gewiß 'ne Fürstin, Von Ländern reich und hehr?" Nein, eines Dichters Liebste – Und das ist noch viel mehr!

Wildenbruch, Lieder und Balladen, 1887

Die Liebe ist göttlichen Ursprungs; sie wirkt wie der Sonnenstrahl, alles durchdringend, erwärmend, erleuchtend, verklärend, belebend: sie ist die Sonne der Seele.

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Was ist Liebe? Nicht Gedanke, nicht Stimmung, nicht Wille, – alles in Einem!

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Unerklärbar Ich weiß es nicht, warum die Blume blüht, Ich weiß, sie muß erblühn und Düfte spenden; Ich weiß es nicht, warum der Stern entglüht, Ich weiß es nur, er muß die Strahlen senden. Ich weiß es nicht, warum die Welle fließt, Ich weiß es nur, sie muß und darf nicht weilen, Warum der Strom sich in das Meer ergießt, Ich weiß es nicht, er muß zum Meer enteilen. Ich weiß es nicht, warum so nah als fern Dein Bild so treu im Herzen mir geblieben; Vergebens fragst du Blume, Well' und Stern So weiß auch ich allein, ich muß dich lieben.

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Die Leidenschaft der höchsten Liebe findet wohl auf Erden ihre Befriedigung nie!

Gontard, Briefe. An Friedrich Hölderlin, Dezember 1798