Liebe Sprüche – romantisch

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Ich wollte, ich wäre ein Malzbonbon Und du, du würdest mich lutschen.

Ringelnatz, J., Gedichte. Flugzeuggedanken, 1929. Aus: Offener Antrag auf der Straße

Wolle keiner mich fragen Wolle keiner mich fragen, Warum mein Herz so schlägt. Ich kann's nicht fassen, nicht sagen, Was mich bewegt. Als wie im Träume schwanken Trunken die Sinne mir; Alle meine Gedanken Sind nur bei dir. Ich hab die Welt vergessen, Seit ich dein Auge gesehn; Ich möchte dich an mich pressen Und still im Kuß vergehn. Mein Leben möcht' ich lassen Um ein Lächeln von dir Und du – ich kann's nicht fassen, Versagst es mir. Ist's Schicksal, ist's dein Wille? Du siehst mich nicht; – Nun wein' ich stille, stille, Bis das Herz mir zerbricht.

Geibel, E., Gedichte. Hundertste Auflage, Jubel-Ausgabe, Stuttgart 1884

Ich bin so reich in deinem Angedenken Ich bin so reich in deinem Angedenken, Daß ich mich nimmer kann ganz einsam nennen, Nur wenn ich ganz mich kann hinein versenken, Vergeß ich es, daß Tal und Flut uns trennen. Will mir die Welt die eitlen Freuden schenken, Ich fliehe sie, und mag sie nimmer kennen, Welt, Himmel, Lenz und Liebe sind vereint, Wo mir dein Bild, ein süßer Stern, erscheint.

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Brief Mir war die Liebe lange nur ein Spiel; Leicht setzt ich wenig ein und holte viel, Und lustig warf den goldenen Gewinn Ich gerne bald in andre Schürzen hin. Oh ja, das Herz, es war wohl auch dabei, Leis klang es mit wie ferne Melodei Dem lauten Sang der tanzbewegten Lust, Doch Stille war im Innersten der Brust. Was da, von Friedensrosen mild umblüht, Dem einen Herzen heiß entgegenglüht, Du hasts zuerst geweckt; – nun ist es weh, Das leichte Herz, ein wildbewegter See Voll Ungetümen, die die Qual gebar, Die doch nur Liebe, Liebe, Liebe war. Ich weiß, du lachst, wenn du von Qualen liest, In deinem Herzen eine Blume sprießt, Die leicht im Winde ihre Blüte trägt, Die nichts nach Qualenungetümen frägt; Im eigenen Dufte wiegt sie her und hin – : Die Blume ist dein glücklich-leichter Sinn. Sie soll dir nie im Herzensfrost vergehn, Aus jedem Leide soll sie auferstehn Wie Maitaghelle, da der Winter schwand Dem Sonnensiege in das Nebelland… Was mir die Liebe und ihr Leid beschied? Ich fühl es schon; es keimt ein neues Lied. Das wird von dir ein glühend Singen sein, Das wird aus Qualenwust mein Herz befrein. Wie Thränensturz schwillt heiß sein starker Fluß, Und aus dem Herzen kommts in einem Guss, Ich halte nichts, ich halte nichts zurück, Im Lied verströme ich mein ganzes Glück. Ob du es fühlst, was ich dir hier gesteh? Das fühlst du wohl, es ist ein tiefes Weh Und eine Gnade doch; es raubt und giebt… Oh, Mädchen du, wie hab ich dich geliebt.

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Ein Liebhaber, der gefallen will, muß edle Empfindungen zur Verfügung haben.

Molière, Die lächerlichen Preziösen (Les Précieuses ridicules), 1659

Liebeslied Dich sehen, ist: die Heimat haben! dich sehen, ist: zu Hause sein! alle Sehnsucht ist begraben, alle Wünsche schlummern ein! Und ich weiß nichts mehr von draußen, weiß nichts mehr von Müh und Plag, und wie einsam es gewesen und wie freudlos jeder Tag! Alles ach ist selig schöner Friede nur und Sonnenschein! dich sehen, ist: die Heimat haben! dich sehen, ist: zu Hause sein!

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Der reichste Tag Das war mein schönster Tag, als ich dich fand: Es war ein selig staunendes Begegnen, Ein stummes Ineinanderglühn, ein Segnen, Das in der Blicke Wechselsprache stand. Und als ich dann gewährend durfte geben: Das war der schönste Tag in meinem Leben! Dann kam ein Tag, da ließ mich dein Vertraun Auch deine ewig tiefen Schmerzen schaun, Damit ich sie mit dir gemeinsam trage: Und dieser war der reichste meiner Tage. –

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Suleika Nicht im Rosenschmuck der Jugend fand ich dich und liebt ich dich, grau schon ringelten die Locken um der Stirne Weisheit sich, doch in deinem Kusse lodert ungezähmte Jugendkraft, stimmt die Harfe meiner Seele zur Musik der Leidenschaft. – Deine grauen Haare bergen, was in deiner Seele ruht, wie die Asche des Vulkanes Zeuge ist der innern Glut, und aus deiner Augen Tiefen, sprühet blitzend, göttlich rein, ewig junges Leben kündend, deines Geistes Feuerschein.

Müller-Jahnke, Gedichte, Gesamtausgabe, hg. von Oskar Jahnke 1910

Schlimm ist es, nicht zu lieben, Schlimm aber auch, zu lieben.

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Die Liebe übersteigt immer den Glauben an sie. Die alltäglichen Worte: wenn du wüßtest, wie ich dich liebe! haben eine tiefe und unendliche Wahrheit.

Humboldt, W., Briefe. An Caroline von Wolzogen, 18. Juli 1829

Die Liebe? … ihr flücht'ger Genuß ist der Mühe nicht wert, Und ewig lieben ist unmöglich. Im Herzen wird bald jede Spur des Vergangnen verzehrt, Und Freude, wie Gram, ist hier kleinlich und kläglich.

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Feuer im Herzen schickt den Rauch in den Verstand.

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Liebe und Tod Die Liebe schritt, als voll das Mondlicht schien, Des Paradieses Thymianflur entlang Und spähte hell umher auf ihrem Gang. Da sah sie plötzlich unterm Eibenbaum Alleine wandelnd, redend wie ein Traum, Den Tod; zum ersten Male sah sie ihn. Flieh, sprach der Tod; denn dieser Pfad ist mein! Die Liebe weint' und wandte sich, zu fliehn; Doch scheidend sprach sie: Diese Stund ist dein; Du bist des Lebens Schatten; wie der Baum Im Sonnenlicht beschattet rings die Matten, So wirft im lichtbestrahlten Weltenraum Das große Leben rings des Todes Schatten; Der Schatten schwindet mit des Baumes Fall, Ich aber herrsche ewig ob dem All.

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Das Glück des Menschenherzens ist das Licht, das weder Ozean noch die Weltteile alle jemals gesehen: die menschliche Liebe.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Wenn die Liebe erkaltet, wächst die Abneigung, je mehr man geliebt wird.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Und kann die Frau wohl anders als im Herzen Des Mannes, den sie liebt, die Heimath finden? Wo ihre Freudenklänge, ihre Schmerzen, Im trauten Echo enger sie verbinden? Ein reinlich Stübchen, helle Fensterscheiben, Dort hinter Blumen lauschen voller Lust, Und ängstlich schauen, sollt' er lange bleiben, Dann, wenn er heimkehrt, eilen an die Brust, Mit Hochentzücken Aug' in Auge schauen, Ist das nicht Heimathlust – Ihr lieben Frauen?

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Leid der Liebe Das Leid ist unsrer Liebe Erdenpflicht, Die Wonne aber ihre Himmelfahrt. Kennst du dies Golgatha und Ostern nicht? Hat Gott je deiner Liebe Leid erspart? Wenn ja – dann sahst du nie ihr Gottgesicht, Erlebtest nie die tiefe Seligkeit. Das alte Wort ist wahr: "Durch Nacht zum Licht!" Die Liebe leidet und liebt selbst ihr Leid.

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In Liebesdingen kann jede Frau schneller hören, als der Mann zu sprechen vermag.

Ronner (Hg.), Die treffende Pointe, 3. Auflage 1979 (EA: 1974)

Ich liebe die Liebe, die Liebe liebt mich; doch die, die ich liebe, die liebt mich nicht.

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Die Liebe, diese Himmelsblume, ist immer noch nicht heimisch geworden auf Erden; sie hat immer noch nicht, wie in ihrer Heimat, unzerreißbare Wurzeln geschlagen.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Und was ist des Strebens wert, wenn es die Liebe nicht ist?

Kleist, H., Briefe. An Karl Freiherr von Stein zum Altenstein, am 4. August 1806