Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Kurze Trennung Früh morgens reist' ich weg, kaum schied die Nacht; Ich habe nur an dich, an dich gedacht. Vor deinem Fenster ging ich noch vorbei: Ahnt' dir's im Traume, wer dir nahe sei? Der Morgenstern am lichten Himmel stand, Die Drossel schlug im nahen Gartenland. Still lag das Haus, dein Fenstervorhang zu – O schlumm're fort, mein Herz, in Herzensruh'! Der blonden Flechten off'ne Welle quillt Wohl um dein liebes Antlitz, liebes Bild! Schütz' dich der Himmel und behüt' dich mir, Bis mich der Abend wieder bringt zu dir! O kurze Trennung, süßes Wiedersehn, Die ihr das Glück macht immer neu erstehn; Nun steigt der Morgen siegreich hell empor, Die Sonne schreitet überm Berg hervor. Weiß wogt's am Walde, der sich licht belaubt, Wie Schleier um ein kränzetragend Haupt. Die Wiesen duften, diament'ner Tau Liegt wie ein Brautschmuck auf der sammt'nen Au. Die Morgenglocken weckt in jedem Thal Das heil'ge Licht, es wächst der Sonne Strahl. O wandle hoch am Tag und neige dich, Zum Westen eilend, über sie und mich!
Die Liebe allein bestimmt den Wert unseres Tuns.
Vierzeilen 1 Du weißt doch, was ein Kuß bekennt? Sonst hör du auf zu küssen! Ich dächt, er sei ein Sakrament, Das alle Völker wissen. 2 Und weißt du, warum so trübe, So schwer mir das Herz muß sein? Du hast mich geküßt ohne Liebe, Das wolle dir Gott verzeihn! 3 Die Lieb ist wie ein Wiegenlied; Es lullt dich lieblich ein; Doch schläfst du kaum, so schweigt das Lied, Und du erwachst allein.
Nimm an, es gäbe einen Himmelsherrn; so wollen wir von ihm für einst erflehn: er lasse uns auf irgendeinem Stern als einen Strauch voll Rosen auferstehn. Ich will die Wurzel sein, Du sei der Strauch, ich will die Zweige sein, Du sei das Blatt, ich sei die Rose, Du sei ihr Arom. So ineinander unaufhörlich satt, so eins in jeder Faser, jedem Hauch, sei unser Leben dann Ein Dankesstrom.
An der einen Seite zieht mich die Liebe, an der anderen die Logik.
Wen die Liebe ergreift, der ist ihr verfallen […] Und wenn sie kommt, ist sie uns stets willkommen, gleichgültig, ob sie tötet oder nicht.
Schlußseufzer Hab' manches Land durchmessen müssen, Verstürmte Sehnsucht im Gemüt, Und wurde früh in puncto Küssen Begeisterter Kosmopolit. Doch internationales Lieben Greift eine deutsche Wade an. Ich wollt', ich wär' daheim geblieben Als wohlrasierter Bürgersmann!
Liebe! Welch gigantisches Gedächtnis hast du!
Vorüber! O darum ist der Lenz so schön Mit Duft und Strahl und Lied, Weil singend über Tal und Höhn So bald er weiter zieht; Und darum ist so süß der Traum, Den erste Liebe webt, Weil schneller wie die Blüt' am Baum Er hinwelkt und verschwebt. Und doch! Er läßt so still erwärmt, So reich das Herz zurück; Ich hab' geliebt, ich hab' geschwärmt, Ich preis' auch das ein Glück. Gesogen hab' ich Strahl auf Strahl Ins Herz den kurzen Tag; Die schöne Sonne sinkt zu Tal. Nun komme, was kommen mag! Sei's bittres Leid, sei's neue Lust, Es soll getragen sein: Der sichre Schatz in meiner Brust Bleibt dennoch ewig mein.
Ich habe zur letzten guten Nacht Ich habe zur letzten guten Nacht Dein liebes Bild geküßt, Da war mir, als hätte der Mund gelacht, Das Auge mich freundlich begrüßt. Die Züge lebten in warmem Glanz, Durchhaucht vom atmenden Weh'n, Du warst es selbst, du warst es ganz, Als sei ein Wunder geschehn. Da hab' ich zur letzten guten Nacht Noch einmal dein Bild geküßt; Mir ist, als hättest du gelacht, Und als ob ich weinen müßt'. –
Ja oder nein? Ach, so zu lieben, Ist eine Pein! Liebst du mich, sag' mir Ja oder nein? Ach, was erlitt ich, Seit ich dich sah! Sag' mir doch endlich Nein oder ja? Hoffe kein Wörtchen Groß oder klein; Eh' du mir sagest Ja oder nein! Wochen vergingen, Monden beinah – Und noch nicht hör' ich Nicht nein, nicht ja! All mein Sehnen, Still wird es sein, Hör' ich ein ernstes Ja oder nein! Lieben wird Sterben, Sterben, ja, ja, Höret man niemals Nein oder ja!
Der Quell, aus dem die Liebe schöpft, hat Begrenzungen.
Wie gern nährt sich doch eine tollgewordene Liebe mit Hirngespinsten.
Die frühe Liebe Schon im bunten Knabenkleide Pflegten hübsche Mägdelein Meine liebste Augenweide, Mehr als Pupp' und Ball zu sein. Ich vergaß der Vogelnester, Warf mein Steckenpferd ins Gras, Wenn am Baum bei meiner Schwester Eine schöne Dirne saß. Freute mich der muntern Dirne, Ihres roten Wangenpaars, Ihres Mundes, ihrer Stirne, Ihres blonden Lockenhaars. Blickt auf Busentuch und Mieder, Hinterwärts gelehnt am Baum; Streckte dann ins Gras mich nieder, Dicht an ihres Kleides Saum. Was ich weiland tat als Knabe, Werd' ich wahrlich immer tun, Bis ich werd' im kühlen Grabe Neben meinen Vätern ruhn.
Nicht im Vorübergehen Mutwillig sollst Du keine Blume brechen, Sie wegzuwerfen oder zu zerpflücken; Sollst einem Mädchen nie von Liebe sprechen, Willst du sie nicht mit deiner Hand beglücken. Der Kuß, den dir errötend sie gegeben, Ein süßrer Mund kann wieder ihn verwehen; Sie aber fühlt den deinen all ihr Leben: Es liebt das Weib nicht im Vorübergehen!
Sonett Vom Schloß die Legende, kennt ihr sie? Der sich umsonst mit gläubigem Gemüte Den Gruß der Engel zu erlernen mühte – ›Ave Maria‹ – weiter kam er nie. Und als er starb mit dieser Melodie – Aus seinem Herzen eine Rose blühte, Durchdrang das Grab und auf den Blättern glühte In goldner Schrift: Gegrüßt seist du, Marie!" So muß mein Lied alleinig dir erklingen, Von andern Frauen weiß ich nichts zu singen, Nur du lebst klar in meiner Dichtung Rahmen; Und noch bevor mein Auge sich geschlossen, Im Herzen ist ein Blütenzweig entsprossen, Und alle Blüten tragen deinen Namen!
Die Liebenden Es sitzen drei Burschen bei funkelndem Wein Und denket ein jeder der Liebsten sein. Der erste schauet betrübt in sein Glas, Seine Wange ist bleich und sein Auge ist naß: "Die einst mich geliebet mit Herz und mit Mund, Sie lieget gebettet im Grabesgrund. Ihr holdes Wesen und Angesicht Vergesse ich all mein Lebtag nicht! So lange ich wandle im Erdental, Werd ich sie missen in Schmerz und Qual. Der zweite schiebet sein Glas beiseit: "Mein Liebste hat einen andern gefreit. Sie gab sich als Gattin dem lieblosen Mann, Der mit blinkendem Golde ihr Herz gewann. Sie küßt ihn, die Falsche, und lächelt dazu, Ich aber finde nicht Friede noch Ruh'." Der Dritte hebet sein Glas in der Hand: "Das Glück der Liebe hat nicht Bestand. Ich küsse mein Liebchen mit glühendem Kuß, Weil ich weiß, daß ich wieder es lassen muß. Und gehn wir vonsammen für ewige Zeit, So haben wir dessen noch Reu noch Leid. Die Liebe ist flüchtig, das Leben ists auch Und Finden und Scheiden ist überall Brauch!"
Und bin der Ärmste von der Welt Ach, nur die Lieder unserer Stunden, Leg ich als den Entgelt dir hin Für deine Lieb', der täglich wieder Ich neue Lieder schuldig bin. Ich bin der Reichste von den Reichen, So lang es deinem Blut gefällt Und kann die Schuld doch nie begleichen, Und bin der Ärmste von der Welt, Wenn mal mein Tag kein Lied enthält.
Wenn das Blut einmal von Liebe schwillt, reißt es gar leicht der Ehrfurcht Grenzen nieder.
Eine liebende Seele ist unbesiegbar.
Ebenso vermag reine Liebe nicht nur alles, sondern sie ist alles.