Liebe Sprüche – romantisch

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Wo ich nicht lieben kann, mag ich nicht leben.

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Mit keinen sonstigen Begriffen des Lebens wird so viel Missbrauch getrieben wie mit denen der Freundschaft und Liebe.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Die Liebe selbst ist niemals ein Mißverständnis, nur stößt oder verwundet sie sich leicht an den Mißverständnissen des Lebens und der Wirklichkeit.

Tieck, Der Hexensabbat. Novelle, 1831

Liebesschauder Unter einer Trauerweide, Vor dem Tor im Sternenschein Flüstern, von der Mailuft trunken, In ihr süßes Glück versunken, Junggesell' und Mägdelein. Unterm Gras ruht ein Vergess'ner, Von den Wurzeln treu bewacht. Ruhig schaun die tiefen, dunklen Augenhöhlen in das Funkeln Einer seligen Liebesnacht. Was verstummt das traute Lispeln? Kam ein Schauder jenen Zwei'n, Daß auf einem Grab sie küssen, In der Jugend Vollgenüssen, In dem Kreis des Todes sei'n?

Bosshart, J., Gedichte

Bei einem beinah alten Mann Bei einem beinah alten Mann Meldete sich klein Amor an (Ein Mädchen wars in einer Hosenrolle). Der Überraschte fragte, was er wolle. "Dich prüfen will ich", sprach das liebe Ding (Halb Gassenbub, halb Schmetterling), "Ob du noch brennen kannst" und küßt ihn so, Daß augenblicks er Feuer fing. Darüber war der Mann natürlich froh. Denn allzulange war er wie ein Besen, Zwar dürr, doch ohne Glut gewesen. Wie aber dann der Kleine wieder ging, Da trat herein zur Türe groß Madam Vernunft, setzt schwer sich auf den Schoß Noch warm von Amors Hinterteilchen Und sprach: Herr Lichterloh, glaubt nicht dem Mädel, Das jetzt zu Euch in Amors Maske kam Und augenblicks Besitz von Euerm Schädel, Von Euerm Torenschädel nahm, Denn es vertrieb sich bloß ein Langeweilchen. Da bot der Mann Madam Vernunft den Arm Und führte sie zur Tür und sprach: "Au revoir, Ihr sprecht wahrscheinlich wie gewöhnlich wahr, Doch allzukühle, und ich bin von Herzen Froh, daß mir endlich wieder einmal warm Zumute ist. Der Liebe helle Kerzen Lösch ich nicht aus. Wer weiß, wie bald ein Wind Sie niederweht und ich im Finstern träume Von hellen Kerzen, die erloschen sind."

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Ach das ist eben das Unglück der Menschen, daß sie einen solchen Unterschied zwischen Liebe und Freundschaft machen, als könnte man je etwas anderes oder Höheres oder Schöneres als die Seele lieben.

Jean Paul, Briefe. 29. April 1796

Die Liebe Liebe darff nicht lernen mahlen, weil sie nicht die Farbe kennt, Weil sie blaues oft für rothes und für weisses schwartzes nennt.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Die Liebe lebt von Idealen, aber sie stirbt auch daran.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Liebende wissen nichts von Schamhaftigkeit.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Das Duell Um eine Ziege balgten sich Zwei Böcke, warm von Herz und Stirne. Der Kampf war lang und fürchterlich Zum Glück erschien zuletzt die Dirne Und rief: Ihr Herren, haltet ein; Weswegen rauft ihr? "Nur um dich allein!" Um mich? den Streit kann ich entscheiden. Ich liebe keinen von euch beiden.

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Du klarer Stern, der… Du klarer Stern, der meine Nacht Mit freud'gem Kuß hinweggelacht, Wer je dich sah, vergißt dich nicht. Wo gingst du hin, du schönes Licht? Ich suche dich auf Berg und Höhn; Denn ach! – Du warst so schön, so schön! In deines Augens mildem Glanz Verlor sich meine Seele ganz. Und im Verlust ward mir erst klar, Daß in mir Geist und Leben war. Nun such ich mich in dir, mein Stern, Doch ach! – Du bist so fern, so fern!

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Wandlung Willst du erschau'n, wie viel ein Herz kann tragen, O blick' in mein's! So reich an Wunden, vom Geschick geschlagen, War wohl noch kein's. Doch mitten in den wütendsten Orkanen Erhob ich mich, Und schritt dahin auf meinen fernen Bahnen – Wie stark war ich! Wie ward mir doch nun so mit einemmale Die Kraft geraubt? Es trotzte mutig dem Gewitterstrahle Mein stolzes Haupt, Doch als du zu mir sprachst mit leisem Grüßen: "Ich liebe dich!" Da sank ich still und weinend dir zu Füßen – Wie schwach bin ich!

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Der Lohn der Liebe ist, daß dein Wesen Liebe wird.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Ein Mensch, der liebt, tritt fast aus aller übrigen Gerichtsbarkeit heraus. Liebe – dann kannst du tun, was du willst.

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Die Liebe selbst hat im Bereich des Endlichen verschiedene Arten und Formen: als Liebe des Niederen zum Höheren hat sie mehr vom Verlangen an sich und ist vornehmlich auf Empfang gestellt; als Liebe vom Höheren zum Niederen ist sie mehr freies Schenken aus eigener Überfülle. Immer muss sie aber Hingabe sein, um echte Liebe zu sein. Ein Begehren, das nur für sich gewinnen will, ohne sich selbst zu geben, verdient den Namen Liebe nicht. Man darf wohl sagen, dass der endliche Geist in der Liebe seine höchste Lebensfülle erreicht.

Stein, Endliches und ewiges Sein. Versuch eines Aufstiegs zum Sinn des Seins, 1951

Wetterleuchten Zerrissene Wolken schimmern hell; Matt funkeln vereinzelte Sterne. Ein Wetterleuchten, feuergrell, Zuckt auf in dämmernder Ferne. Die flammende Unrast, abends spät Von der Tagesschwüle geboren, Dies Lenzgewitter, das rasch vergeht, Im Grenzenlosen verloren: Gemahnt an deine Liebe mich, Die einst in heißen Stunden So blendend kam, so jäh verblich Und längst in Nacht entschwunden.

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Wenns dämmert Und Tag um Tag geht still dahin, Und meine ruhigen Augen sehn, Wie alle Wünsche wunschlos still In eine blasse Dämmerung gehn. Dich lieb ich, du! Oh komm, sei mein! Ein grauer Nebel kommt und steht. Wo bist du?! Alles grau und leer. Und mein Begehren wankt und geht. Wohin, wohin!? Ich seh kein Licht, Ins Graue schwindet, was ich will. Laß gehn dahin und frage nicht, Laß gehn dahin und blicke still. Wunsch geht und Welt geruhig hin, Und meine ruhigen Augen sehn, Wie alle Wünsche wunschlos still In eine blasse Dämmerung gehn.

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Nur eine Rose wollt ich pflücken Nur eine Rose wollt ich pflücken Für ihren Busen. Doch sie wurde rot Und sagte, während ihre Stimme bebte: "Du hast dich nie gekümmert, als sie lebte, Um meine Liebe. Nun ist sie kalt und tot, Willst du ihr Grab mit Blumen schmücken?"

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Glücklich! glücklich!Dichhab ich gefunden, Hab aus Millionendichumwunden, Und aus Millionenmeinbist du.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Freundschaft, 1782

Wenn man nicht unbedingt lieben darf, sieht es mit der Liebe schon mißlich aus.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811, 2. Teil, 9. Buch

Ich will nur das, was von selbst aus dir kommt, und ich lehne alle Liebesbezeugungen ab, die du in dir zu unterdrücken vermöchtest.

Alcoforade, Portugiesiche Briefe, 1669