Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Kann, was das Herz so tief empfand, Gleich einem Traum entschweben? Verfliegt das heiligste Gefühl? O eitles, eitles Leben!
Was wäre das für eine Frau, die nicht weiß, wenn sie geliebt wird?!
Einer letzten Liebe folgt gewöhnlich immer noch eine vorletzte.
Die Liebe verleiht uns so etwas wie eine Religion für unser eigenes Ich: Wir halten in uns ein anderes Leben hoch.
Die Liebe ist eine Falschmünzerin, die beständig aus plumpen Sousstücken Louisdor und manchmal auch aus Louisdor Sousstücke macht.
Reichtum Perlen gleiten durch meine Hand –: Das war Wasser, das verschwand; Gold kam über mich hergelaufen –: Wolkenberge, Wolkenhaufen; Nichts ist mehr in meiner Hand, Und ich kann mir garnichts kaufen, Und mir blieb nur, was ich fand: Ein Herz für mich, ein Glück für mich, Zwei Augen, die leuchten: Ich liebe dich, Und eine Wärme innerlich: Du, du und ich ...
Gieß in meine Seele deine Gieß in meine Seele deine, Meine hast du längst getrunken, Wie im Morgensonnenscheine Untergehn der Sterne Funken: Daß mit wonnevollen Schmerzen Gleiche Flammen uns durchwühlen! Dass wir beide tief im Herzen Eines Blutes Pulsschlag fühlen.
Wir lieben nicht unseresgleichen: Zwischen zwei Liebenden müssen Streitigkeiten auszugleichen, Entfernungen zu überbrücken sein.
Bitte Senke mir die Rosenkrone tief in meine Stirne. – Sehnsucht ließ zu dir mich finden und den fernen, müdgetäuschten, lieben, dummen Kinderglauben hast du wachgerufen – du – – wie zuweilen noch die Sonne eine Apfelblüte zaubert spät im Herbst. Oh, ich weiß es: Diese vollen, roten Tage, die nun kommen, tragen schwer – schwer an Lust und Weh – ich weiß es. Drücke mir der Liebe Rosenkrone tief in meine Stirne – tief – – dass ich ihre Dornen fühle.
Der beste Moment in der Liebe ist, wenn du die Treppe hinaufsteigst.
Wenn die Liebe einmal brennt, so mag die Flamme immerhin erlöschen, die sie ursprünglich anzündete.
Darfst du von einer Menschenseele sagen: "sie ist mein", so wirst du mit zartester Hand mit ihr umgehen, daß du sie nicht verletzest und verderbest. Wen du dein weißt, nicht wahr, dem möchtest du so gerne etwas sein?
Endlich liegt in den Jahren der Liebe, jener Spanne also, die sich in den südlichen Ländern oft auf nur zwölf oder fünfzehn Jahre, freilich die schönsten unseres Lebens beschränkt, unser Glück vollkommen in der Hand der Frau.
Die Liebe und der Champagner gleichen sich in vielem – auch im Katzenjammer, wenn die Qualität nicht gut war.
Genügsam Wie irrig wähnest du, Aus Liebe gehöre das Mädchen dir zu. Das könnte mich nun gar nicht freuen, Sie versteht sich auf Schmeicheleien. Dichter: Ich bin zufrieden, dass ich's habe! Mir diene zur Entschuldigung: Liebe ist freiwillige Gabe, Schmeichelei Huldigung.
Die Liebe ist ein gegenseitiges sich Nachbilden.
Zwischenspiel VI Daß wir uns heute – heute erst fanden – Wie nenne ich sie mit brennenden Namen, die es verschuldet! Wie treff' ich uns mit zorniger Klage, die wir's geduldet! Denn was in uns beiden heute nach Offenbarung drängt, das hat sich vor Jahrmillionen in schaffenden Keimen vermengt. Ich bin das erfüllte Umschlingen und du das bereite Warten, ich bin dir Sonne und Regen und du die Erde im Garten. – Durch hundert blühende Tage und tausend Nächte voll Leid sind wir zu Menschen geworden mit Grauen und Seligkeit – und liefen aus fremden Weiten in eine Spitze zusammen und lodern aus feindlichen Polen in einiger, jauchzender Flamme!
Aber das Schicksal gewährte ihr die schlimme Gunst, die erste Liebe des unentwickelten Herzens zu erfüllen.
Denn die Liebe ist wie ein Baum: sie treibt von selbst, schlägt ihre Wurzeln tief in unser ganzes Wesen, und grünt noch oft auf einem gebrochenen Herzen weiter.
Es ist ordentlich unbegreifflich wie und auf welche Art sich der Gedanke an ein geliebtes Wesen sich in alles mengt; immer die vorherrschende Farbe ist, immer der Maasstab zu allem, kurz wie ein in das Lebensgewebe gewirkter Faden sich mit allen Krümungen Freuden und Leiden deßelben vereinigt.
Sonett aus dem Portugiesischen Ich trug ein schweres Herz von Jahr zu Jahr, bis ich dein Antlitz sah, Geliebter. Mir ward Schmerz, wo's anderen natürlich war Freuden zu tragen, aufgereiht; und ihr vom Tanzen rasches Herz hob Perle nach Perle ins Licht. Zu trostlosem Erleben schlug kurze Hoffnung um. Gott war zu schwach, mein überladnes Herz hinauszuheben über die bange Welt. Bis du mir riefst, es zu versenken, wo du dich vertiefst zu ruhigem Großsein. Durch die eigne Schwere sinkt es in deine Tiefen, die wie Meere sich drüber schließen, füllend alle Ferne zwischen dem Schicksal und dem Stand der Sterne.