Liebe Sprüche – trauerkarte
509 Sprüche gefunden
Sie war nicht liebenswürdig, wenn sie liebte, und das ist das größte Unglück, das einem Weibe begegnen kann.
Jägers Abendlied Im Felde schleich' ich still und wild, Gespannt mein Feuerrohr. Da schwebt so licht dein liebes Bild, Dein süßes Bild mir vor. Du wandelst jetzt wohl still und mild Durch Feld und liebes Tal, Und ach, mein schnell verrauschend Bild, Stellt sich dir's nicht einmal? Des Menschen, der die Welt durchstreift Voll Unmut und Verdruß, Nach Osten und nach Westen schweift, Weil er dich lassen muß. Mir ist es, denk ich nur an dich, Als in den Mond zu seh'n; Ein stiller Friede kommt auf mich, Weiß nicht, wie mir gescheh'n.
Meine Ruh' ist hin, Mein Herz ist schwer; Ich finde sie nimmer Und nimmermehr. Wo ich ihn nicht hab', Ist mir das Grab, Die ganze Welt Ist mir vergällt. Mein armer Kopf Ist mir verrückt, Mein armer Sinn Ist mir zerstückt. Meine Ruh' ist hin, Mein Herz ist schwer; Ich finde sie nimmer Und nimmermehr. Nach ihm nur schau' ich Zum Fenster hinaus, Nach ihm nur geh' ich Aus dem Haus. Sein hoher Gang, Sein' edle Gestalt, Seines Mundes Lächeln, Seiner Augen Gewalt, Und seiner Rede Zauberfluß, Sein Händedruck, Und ach sein Kuß! Meine Ruh' ist hin, Mein Herz ist schwer; Ich finde sie nimmer Und nimmermehr. Mein Busen drängt Sich nach ihm hin. Ach dürft' ich fassen Und halten ihn, Und küssen ihn, So wie ich wollt', An seinen Küssen Vergehen sollt'!
Erster Verlust Ach, wer bringt die schönen Tage, Jene Tage der ersten Liebe, Ach, wer bringt nur eine Stunde Jener holden Zeit zurück! Einsam nähr' ich meine Wunde, Und mit stets erneuter Klage Traur' ich ums verlorne Glück. Ach, wer bringt die schönen Tage, Jene holde Zeit zurück!
Geben in Liebe heißt nie verlieren; und wenn man Liebe nicht schenken könnte, wenn man sie nicht hätte, so hat man sie erst, wenn man sie schenkt.
… Wenn Lieb' erkrankt und schwindet, Nimmt sie gezwungne Höflichkeiten an.
Ein liebevolles Herz ist der Anfang allen Verstehens.
Ich meine, es müßte einmal ein sehr großer Schmerz über die Menschen kommen, wenn sie erkennen, daß sie sich nicht geliebt haben, wie sie sich hätten lieben können.
Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir, hält's nicht aus, hält's nicht aus mehr bei mir. Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein, sinkt hinein, zu dem deinen hinein. Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh, liegt auf dem Grund seines ewigen Du.
Wir sollen die Liebe, die wir den Toten mit ins Grab geben, nicht den Lebenden entziehen –.
Es schauen die Blumen alle Zur leuchtenden Sonne hinauf; Es nehmen die Ströme alle Zum leuchtenden Meere den Lauf. Es flattern die Lieder alle Zu meinem leuchtenden Lieb; Nehmt mit meine Tränen und Seufzer, Ihr Lieder, wehmütig und trüb!
Sie liebten sich beide, doch keiner Wollt es dem andern gestehn; Sie sahen sich an so feindlich, Und wollten vor Liebe vergehn. Sie trennten sich endlich und sahn sich Nur noch zuweilen im Traum; Sie waren längst gestorben, Und wußten es selber kaum.
Liebe erblüht im Staunen einer Seele die nichts erwartet und sie stirbt an der Enttäuschung des Ichs, das alles fordert.
Der Liebe Wunden kann nur heilen, wer sie schlug.
Seliger Tod Gestorben war ich Vor Liebeswonne; Begraben lag ich In ihren Armen; Erwecket ward ich Von ihren Küssen; Den Himmel sah ich In ihren Augen.
Liebeslied Wie soll ich meine Seele halten, daß sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen? Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas Verlorenem im Dunkel unterbringen an einer fremden stillen Stelle, die nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen. Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, der aus zwei SaiteneineStimme zieht. Auf welches Instrument sind wir gespannt? Und welcher Geiger hat uns in der Hand? O süßes Lied.
Die Stille Hörst du Geliebte, ich hebe die Hände - hörst du: es rauscht... Welche Gebärde der Einsamen fände sich nicht von vielen Dingen belauscht? Hörst du, Geliebte, ich schließe die Lider und auch das ist Geräusch bis zu dir. Hörst du, Geliebte, ich hebe sie wieder...... ... aber warum bist du nicht hier. Der Abdruck meiner kleinsten Bewegung bleibt in der seidenen Stille sichtbar; unvernichtbar drückt die geringste Erregung in den gespannten Vorhang der Ferne sich ein. Auf meinen Atemzügen heben und senken die Sterne sich. Zu meinen Lippen kommen die Düfte zur Tränke, und ich erkenne die Handgelenke entfernter Engel. Nur die ich denke: Dich seh ich nicht.
Die Liebende Ja ich sehne mich nach dir. Ich gleite mich verlierend selbst mir aus der Hand, ohne Hoffnung, daß ich das bestreite, was zu mir kommt wie aus deiner Seite, ernst und unbeirrt und unverwandt. ...jene Zeiten: O wie war ich Eines, nichts was rief und nichts was mich verriet; meine Stille war wie eines Steines, über den der Bach sein Murmeln zieht. Aber jetzt in diesen Frühlingswochen hat mich etwas langsam abgebrochen von dem unbewußten dunkeln Jahr. Etwas hat mein armes warmes Leben irgendeinem in die Hand gegeben, der nicht weiß, was ich noch gestern war.
Mein Liebchen hat das Herz sich abgeschlossen, Den Schlüssel drauf geworfen in die See. Dort hängt er tief, wo die Korallen sprossen, Vergebens taucht nach ihm hinab mein Weh.
Du bist ein Schatten am Tage Du bist ein Schatten am Tage Und in der Nacht ein Licht; Du lebst in meiner Klage Und stirbst im Herzen nicht. Wo ich mein Zelt aufschlage, Da wohnst du bei mir dicht; Du bist mein Schatten am Tage Und in der Nacht mein Licht. Wo ich auch nach dir frage, Find' ich von dir Bericht, Du lebst in meiner Klage Und stirbst im Herzen nicht. Du bist ein Schatten am Tage, Doch in der Nacht ein Licht; Du lebst in meiner Klage Und stirbst im Herzen nicht.
Die Einsiedlerin O lasse Geliebter mich einsam leben! Dem Tode bin ich früh geweiht, Ich kann dir nicht Friede nicht Freude geben, Doch beten für dich in Einsamkeit. Ich will dir Geliebte dein Zellchen bauen Mein Herz ist einsam und dir geweiht. Und durch meine Augen kannst du wohl schauen Den Himmel so nah, die Welt so weit. Die Arme, ich will sie dicht um dich schlingen, Wie Liebeszweige, an Früchten schwer, Die Lippe, sie soll dir wie Echo klingen, Wie Vöglein springen mein Lied umher. Dein Händchen, o leg's an mein Herz, es schläget Im Busen mir ein lebend'ger Quell Und wie sich in Liebe Liebe beweget, Springt er dir entgegen so freudig hell. Du kannst nicht lieben, nicht glauben, so ziehe So ziehe nur hin in deinen Tod, Die Sonne schien in dein Bettchen zu frühe, Verschlafe nur nicht dein Abendrot. Noch alle Tag' ist's nicht Abend geworden, Mir bringet die Zeit noch Rosen einst, Ich ziehe nach Süden, leb' wohl in Norden, Du lachst mir noch, wie du nun weinst. Und hinter dem Berge der Freund verschwindet, Die Sonne geht durchs Himmelstor, Sein Bündelchen traurig das Mädchen bindet, Steigt mit dem Mond am Berg empor. Es stehen die Wälder so stille, stille, Des Berges Ströme sausen wild, O stärke den Mut mir, stark ist der Wille, So betet sie am Heil'genbild. Da läutet im Winde ein Silberglöckchen, Sie tritt in die Zelle von Rosenholz, Und nimmt das braunseidene Klausnerröckchen, Legt an die Demut, legt ab den Stolz. Und wie sie die bunten Kleider hinleget, Schlägt ihr das Herz im Busen laut, Die Flöte der Wanduhr so sanft sich reget, Und singt das Nachtlied der Himmelsbraut. »Gut Nacht, o mein Liebchen, auf seidnem Moose, Ach wie so sehnend die Nachtigall singt, Am Fensterchen glühet die treue Rose, Die Rose, die einst die Zeit mir bringt. Ich mußte die Hütte, den Garten geben, Zu bauen dein Zellchen so schön und fein, Und muß nun wie du in der Wildnis leben, Mit meiner Sehnsucht so einsam sein. O Liebchen schlaf wohl, von deinem Schoße, Fällt klingend der perlene Rosenkranz, Es schläft nicht der Treue auf seidnem Moose, Ihm flicht wohl die Liebe den Dornenkranz.« So singt ihr die Flöte, doch verstehen Kann Liebchen nicht des Liedes Leid, Der Liebe Bitten, der Liebe Flehen, Scheint ihr das Lied der Einsamkeit. So lebt sie lange, ungeschmücket Die Tage hin, die Nächte hin, Und schon die Rose sich niederbücket Sieht nicht mehr nach der Klausnerin, Die Stürme sausen in wilden Nächten, Wohl lauter als die Flöte sang, Im Walde die Hirsche brünstig fechten Die Welt wie wild, die Zeit wie lang. Und sitzet sie traurig an der Türe, So eilen auf verschlungner Bahn Die Rehe paarweis, die scheuen Tiere Und stehen still und sehn sie an. »O Zeit o wolle die Rosen brechen, Wie einsam ist Liebchen, wie allein, In Sehnsucht will ihr das Herz zerbrechen,« So schreibt sie oft auf Täfelein. Und heftet sie dann an die Geweihe Der Hirsche, die sie zahm gemacht, Und mustert sie ängstlich nach der Reihe, Ob keiner Antwort ihr gebracht. Weint Liebestränen, schlingt durch die Locken So weltlich den perlernen Rosenkranz, Und schürzt das Röckchen, schmückt ihre Socken Mit Waldes Blumen, möcht' gern zum Tanz. Und regen die Büsche im Mond sich helle, Und flötet die Nachtigall süß und mild So kann sie nicht schlafen, steht an der Zelle, Und glaubet, sie sähe des Lieben Bild. Umarmt die Bäume mit Liebesgeberde, Und reicht den blühenden Zweigen die Hand, Und kühlt sich den Busen an kühler Erde, Und zeichnet sein Bildnis in reinen Sand. Oft hebt sie die Füßchen, sie tanzt so gerne Und beißt sich die Lippen, sie küßt so gern, Am Himmel da stehen so ruhig die Sterne, O weh mir wie einsam, die Liebe ist fern. So eilet der Frühling, der Sommer gehet, Es senken die Büsche das grüne Dach, Und sie wird nicht ernten, die nicht gesäet, Nicht ruhig schlafen, die Reue ist wach. »Du hast nicht geglaubt, nicht geliebt, so blühe, Verblühe nur hin in deinen Tod Die Sonne schien in dein Bettchen zu frühe, Verschlafe nur nicht dein Abendrot.« So wiederholt sie im Traum seine Worte Es pochet im Herzen, ja poche nur, Sie gehet im Traume wohl an die Pforte, O wehe es pochte im Herzen nur! Sie weinet getäuschet, und bleibet stehen, Da tönen Worte zu ihr hin, O laßt ohn' Obdach mich nicht gehen Gott lohnt euch, fromme Klausnerin. Sie öffnet die Türe, in lauter Freude Kann sie nicht reden, ihr Auge bricht, In Liebestränen, und Freud und Leide, Denn ach es ist der Geliebte nicht. Und wie sie so weinet, steht still der Alte Das Haupt gesenket, blickt sie nicht an, O Jungfrau verzeih', daß ich krank dich halte, Du bist wohl der Welt noch zugetan. So redet er zürnend, und vor ihm nieder, Kniet weinend die arme Klausnerin, Und fleht, gieb mir den Geliebten wieder, O führ' mich wieder ins Leben hin. Der Alte spricht ruhig in jener Klause, Die gestern mein Dach gewesen ist, Ist Andacht und Friede wohl mehr zu Hause Da wohnet wohl ein beßrer Christ. Da wohnet ein Jüngling, fromm und stille, Und tuet Gutes, ist ohne Tand, Er wählte durch der Geliebten Wille Sich also schwer betrübten Stand. Die Klausnerin jammert und ringet die Hände, Und will nicht bleiben, will zu ihm hin, O sage mir Greis, wohin ich mich wende, In welchem Tale finde ich ihn. Es weinet der Alte, so tief gerühret Hat ihn der ird'schen Liebe Streit, Es schmückt sich die Holde, als Braut gezieret Steht sie im braunen seidnen Kleid. Und hastig zieht sie ihn von der Schwelle, Will mit ihm nach dem Tale gehn, Die Nacht ist so ruhig, der Mond so helle, Der Greis bleibt bei den Rosen stehn. Und bricht die Rosen, und knieet nieder Ein Jüngling vor der geliebten Braut, Sie kann ihn umarmen, und wieder, wieder, Sie weint so stille und lacht so laut. Schlaf' wohl, o mein Liebchen auf seidnem Moose, Die Zeit bringt Rosen, o süße Zeit! Das Einsiedlerröckchen ist leicht und ist lose, Der Himmel so nahe die Welt so weit. Auf, auf o mein Liebchen, ich will uns bringen, Zur Freude hin, geschwind wie der Wind, Und auf die gesattelten Hirsche sich schwingen. Der Jüngling und sein getreues Kind. Es fliehen die Berge, es fliehen die Haine, Die Städte stehen, und sehen nach, Dann setzt er sie nieder und küßt sie am Rheine, O Liebchen, wer flöhe den beiden nicht nach.