Religion Sprüche

Sprüche über Religion

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Keine Religion macht an und für sich selig, sondern allein die Tugend, die durch Religion erwärmt und gebildet werden soll.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Weitere Religionsbetrachtungen eines einfältigen Laien

Die beste Vermittlung der Religion geschieht dadurch, daß die Mutter das Kind beten lehrt und mit ihm betet. Dagegen ist es nicht wohlgetan, den Glauben an Gott zunächst auf irgend ein Räsonnement über äußere Dinge zu stützen.

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In seiner Religion muß man aufrichtig sein: wahre Heiden, wahre Juden, wahre Christen.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Allen Frauen, denen die Sitte und die Scham die Befriedigung des Geschlechtstriebes untersagt, ist die Religion, als eine geistigere Auslösung erotischer Bedürfnisse, etwas Unersetzbares.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Sommer – Herbst 1882

Wo Gottesfurcht fehlt, muß ein Reich in Verfall geraten, oder es muß durch die Furcht vor einem Fürsten, der den Mangel der Religion ersetzt, aufrechterhalten werden.

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Die wahre Gottesverehrung besteht darin, dass man nach Gottes Willen handelt.

Kant, Über Pädagogik. Bemerkungen aus den über diesen Gegenstand bei der Universität mehrmals gehaltenen Vorträgen, hg. von D. Friedrich Theodor Rink 1803. Von der praktischen Erziehung

Nicht der Inbegriff gewisser Lehren als göttlicher Offenbarungen (denn der heißt Theologie), sondern der aller unserer Pflichten überhaupt als göttlicher Gebote, ist Religion.

Kant, Der Streit der Facultäten, 1798

Die Religion wäre für das Volk nicht so unentbehrlich, wenn die Reichen nicht so wenig Moral hätten.

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Die Kutte ist ein Schelmenfutteral.

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Religion in des Griechen Gemüt war sittliche Handlung, aber sie ward Handwerk, schwatzender Pöbel, in dir!

Platen, Gedichte. Ausgabe 1834. Epigramme

Selbst wenn Gott nicht existierte, blieben die Religionen etwas Göttliches.

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Unsere Protestanten Kampf gegen jede Fäulnis und Zermorschung! Gewissensfreiheit! Freie Bibelforschung! Wie hab ich euern Mut so oft bewundert; Das alles fordert ihr - fürs sechzehnte Jahrhundert!

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Die Religion verspricht den Gläubigen eine Luxuswohnung im Himmel, ohne ihnen die genaue Adresse zu geben.

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Eine Religion, die sich auf den Verstand gründen will, anstatt auf das Gemüt, ist keine mehr.

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Religion ist schließlich nicht, was den Menschen an Gott, sondern an das Leben knüpft.

Gött, E., Briefe. An Herrn und Frau Professor K., 18. Juni 1902

Da der menschliche Verstand dazu nicht fähig ist, ist es unnütz, eine andere Erklärung als die traditionelle zu suchen; also heißt es: Rückkehr zur katholischen, apostolischen und römischen Religion. Ich schließe mich ihr an.

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Wer die Religionsquellen studieren will, der reise nicht nach den Sandwichinseln, sondern gehe in seine Kirche.

Chesterton, Heretiker. Eine Kritik der Zeit, übersetzt von Germaine Kolb-Stockley 1912

Ich erkenne das Böse nicht an. Der Mensch ist vollkommen. Die Seele verkommt nicht. Der Fortschritt existiert. Das Gute ist unerschütterlich. Die Antichristen, die strafenden Engel, die ewigen Qualen, die Religionen sind das Erzeugnis des Zweifels.

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Selbst die moderne Religion in Europa, die sich auf die Sonntage beschränkt, ist besser als gar keine.

Blavatsky, Die Geheimlehre (The Secret Doctrine), 1888

Alle wahre Religion scheitert am Konfessionswesen.

Seume, Vorrede zu: Bemerkungen über einige schwierige Stellen des Plutarch, 1808

Sobald eine Religion herrscht, hat sie alle die zu ihren Gegnern, welche ihre ersten Jünger gewesen wären.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Drittes Hauptstück. Das religiöse Leben