Religion Sprüche
Sprüche über Religion
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Die Religion ist die Metaphysik des Volks, die man ihm schlechterdings lassen und daher sie äußerlich achten muß.
Es gibt keine Religion, die nicht Christentum wäre.
Bei den Alten war die Religion schon gewissermaßen das, was sie uns werden soll – praktische Poesie.
Einen Gott erkennen, sich die würdigsten Begriffe von ihm zu machen suchen, auf diese würdigsten Begriffe bei allen unsern Handlungen und Gedanken Rücksicht nehmen: ist der vollständigste Inbegriff aller natürlichen Religion.
Alle Religionen seindt gleich und guht, wan nuhr die Leute, so sie profesieren, erliche Leute seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land pöbplieren, so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen.
Jeder Priester, der sich in die politischen Angelegenheiten mischt, verdient die Rücksicht nicht, die man seinem Stande schuldig ist.
Herrschende Religion! Das klingt bedenklich. Man sagt auch: ›Herrschende Dynastie‹, ›herrschender Typhus‹ und so.
Zuversicht und Ergebung sind die echten Grundlagen jeder bessern Religion, und die Unterordnung unter einen höheren, die Ereignisse ordnenden Willen, den wir nicht begreifen, eben weil er höher als unsere Vernunft und unser Verstand ist.
Nur eine Religion, die alle anderen duldet und so deren Wohlwollen würdig ist, kann aus der Menschheit ein Volk von Brüdern machen.
Das Bekehren der Missetäter vor ihrer Hinrichtung läßt sich mit einer Art von Mästung vergleichen, man macht sie geistlich fett, und schneidet ihnen hernach die Kehle ab, damit sie nicht wieder abfallen.
Einer fragt Bâyazîd, warum Himmel und Erde so seien, wie sie sind; warum die Erde stehe und der Himmel sich drehe. Bâyazîd antwortet: "Wir reden nicht über den Grund des Ganzen, daher suchen wir auch nicht nach dem Grunde für das Einzelne. Die Philosophie fragt nach den Gründen, darum hat sie keinen Anteil an der Religion Muhammeds. In dieser Religion und Gemeinde gibt es nichts, als die Dinge hinzunehmen, wie sie sind, und sich darein zu ergeben."
Ist es nicht sonderbar, daß die Menschen so gerne für die Religion fechten, und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?
Eine Religiosität, die keine Opfer bringt, ist keinen Pfennig wert.
Kraft und Liebe sind zwei Gegensätze des innern Menschen; aber Religion ist die göttliche Gleichsetzung beider, und der Mensch im Menschen.
Wenn es einen Gott gibt, muß der Atheismus ihm wie eine geringere Beleidigung vorkommen als die Religion.
Die Religion ist doch nichts als der Schatten, den das Universum auf die menschliche Intelligenz wirft.
Man begreift die Erde erst, wenn man den Himmel erkannt hat. Ohne die religiöse Welt bleibt die sinnliche ein trostloses Rätsel.
Die Protestanten sind im allgemeinen viel unterrichteter als die Katholiken, und das erklärt sich dadurch, daß die Lehre der einen die kritische Besprechung verlangt, die Lehre der anderen hingegen blinde Unterwerfung fordert.
Die verschiedenen Religionen sind nur verschiedene Tore zu derselben Stadt.