Religion Sprüche

Sprüche über Religion

530 Sprüche in dieser Kategorie

Der Kluge sieht das Gemeinsame in den verschiedenen Religionen, der Dummkopf die Unterschiede.

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... in allen Konfessionen findet es sehr häufig statt, daß unter "Freiheit der Kirche" die Herrschaft der Priester verstanden wird; – ich nehme unsere Konfession nicht aus.

Bismarck, Reden. Im Reichstag, 15. März 1884

Die Religion ist der Anker des Lebens.

Hille, Gestalten und Aphorismen, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 2, hg. von seinen Freunden 1904 (posthum)

Religion: Das Falsche, was recht scheint, und das Rechte, was falsch scheint.

Hille, Ich bin, also ist Schönheit, 1975 (posthum). Aphorismen, verstreut und aus dem Nachlaß

[...] es wurde eben über alles was zur echten Religion des Herzens gehört, gesprochen und auf die Unsterblichkeit, womit jene ja anfängt und schließt, führte uns leicht alles, der Sternhimmel das Abendrot, ja das Abendgeläute, jede Rührung, vielleicht mancher Schmerz.

Jean Paul, Selina oder über die Unsterblichkeit der Seele, 1827 (Fragment, posthum veröffentlicht). V. Vesta

Die Religion ist eine Krücke für schlechte Staatsverfassungen.

Schopenhauer, A., Nachlass. Adversaria (1828)

Von dem Augenblick an, wo eine Religion bei der Philosophie Hülfe begehrt, ist ihr Untergang unabwendlich.

Heine, Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland, 1793. Zweites Buch

Geht man allen Religionen auf den Grund, so beruhen sie auf einem mehr oder minder widersinnigen System von Fabeln. Ein Mensch von gesundem Verstand, der diese Dinge kritisch untersucht, muß unfehlbar ihre Verkehrtheit erkennen.

Volz (Hg.), Ausgewählte Werke Friedrichs des Großen in deutscher Übersetzung, 2 Bde., hg. von Gustav Berthold Volz 1916. Die preußische Kirchenpolitik

Die Religion eines Zeitalters ist die literarische Unterhaltung des nächsten.

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Das Kleid macht den Mönch – Gott verlangt von uns nur das Herz religiös.

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Wo die Religion steht, beginnt das Unendliche. Dem Unendlichen aber ist der endliche Mensch nicht gewachsen. Er schaut die ewigen Dingen im atembeschlagenen Silberspiegel. Wer vermag die Unendlichkeit zu begreifen?

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Ich predige nicht die Duldsamkeit. Unbeschränkte Religionsfreiheit ist in meinen Augen ein so geheiligtes Recht, daß das Wort Duldsamkeit, als Ausdruck hierfür gebraucht, mir gewissermaßen selbst tyrannisch erscheint.

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Religion ist das letzte Ziel, wohin alle unsere Gedanken und Handlungen gehen müssen.

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Eine Religion, die sich vor der Wissenschaft fürchtet, schändet Gott und begeht Selbstmord.

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Religion geht auf die letzte schöpferische Ursächlichkeit der Freiheit.

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Die Katholiken sitzen vor ihrer Hütte. Ein Heide geht vorbei und pfeift sich eins. Die Katholiken tuscheln: "Der wird sich schön wundern, wenn er stirbt!" Sie klopfen sich auf den Bauch ihrer Frömmigkeit, denn sie haben einen Fahrschein, der Heide aber hat keinen, und er weiß es nicht einmal. Wie hochmütig kann Demut sein!

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schnipsel, in: Die Weltbühne, 03.02.1931, Nr. 5 (Peter Panter)

Aus dieser Unkenntnis, wie Träume und andere starke Vorstellungen von Visionen und Empfindungen zu unterscheiden sind, ist der größte Teil der Religion der Heiden in der Vergangenheit entstanden, die Satyrn, Faune, Nymphen und dergleichen verehrten, und ebenso heute die Meinung, die primitive Leute von Feen, Geistern, Kobolden und der Macht der Hexen haben.

Hobbes, Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und staatlichen Gemeinwesens (Leviathan or the Matter, Forme and Power of a Commonwealth Ecclesiasticall and Civil), 1651

Nur durch die innigste Wechselwirkung und gegenseitige Durchdringung von Philosophie und Empirie entsteht das unerschütterliche Gebäude der wahren monistischen Wissenschaft, oder, was dasselbe ist, der Naturwissenschaft.

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Ob man mit einer Leiter, einem Seil oder einer Treppe auf das Dach des Hauses gelangt, ist nicht wichtig. Ebenso ist es mit den Religionen.

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Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenns ihm gut geht, und eine, wenns ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Der Mensch, in: Die Weltbühne, 16.06.1931, Nr. 24 (Kaspar Hauser), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Ich kann sagen, daß ich der jüdischen Religion so ferne stehe wie allen anderen Religionen, d. h., sie sind mir als Gegenstand wissenschaftlichen Interesses hochbedeutsam, gefühlsmäßig bin ich an ihnen nicht beteiligt.

Freud, S., Briefe. An den Herausgeber der "Jüdischen Pressezentrale Zürich", 1925