Religion Sprüche – freundschaft

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Milde gegen andere Sekten, die aufrichtigste Nachsicht gegen die Verschiedenheit der Meinungen und ein redliches Bestreben, die Nächstenliebe und das Wohlwollen beiderseits zu fördern – dies sind die wahrsten und die besten Beweise einer Kirche für den göttlichen Ursprung der Religion.

Fox, C. J., Reden

Der Ursprung der Religionen kann ebenso leicht aus der Dankbarkeit, dem Glück, etwas Tödlichem entronnen zu sein, hergeleitet werden als aus der Feigheit, sich einem allmächtigen Beschützer gegen Bedrohungen zu befreunden.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Es gibt Völker, die sich gegenseitig dulden – sogar lieben! ... aber Religionen...?

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Zwischen der zur Kirche verhärteten Religion und zwischen dem Staate gibt es so wenig irgendein gesundes Verhältnis, als zwei Füße in einem Schuh stecken.

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900

Das ABC des Wissens muss Verständnis für das Nächste, das ABC der Religion Pflichtgefühl für das Nächste sein.

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Unser Verhältniß ist – wenn Du diesen Ausdruck verstehen kannst – wie die geoffenbahrte Religion, auf den Glauben gestützt. Die Resultate langer Prüfungen, langsamer Fortschritte des menschlichen Geistes sind bei dieser auf eine mystische Weise avanciert, weil die Vernunft zu langsam dahin gelangt seyn würde.

Schiller, F., Briefe. An Gottfried Körner, 8. August 1787

Religion, in welcher Form sie auftritt, bleibt das ideale Bedürfnis der Menschheit. Deshalb ihre unauflösliche Verwandtschaft mit der Kunst.

Feuerbach, Ein Vermächtnis, hg. von Henriette Feuerbach, 2. vermehrte Auflage 1885

Patriotismus ist ein Korrektiv für den Aberglauben; und je mehr wir uns für unser Vaterland einnehmen lassen, desto weniger interessieren wir uns für unsere Sekte.

Buckle, Geschichte der Zivilisation in England (History of Civilization in England), 2 Bde., 1857-61

Die ganze Religion, mein Freund, hat sich schlicht und einfach aus dem Betrug, der Angst, dem Vorteil, der Phantasie und aus der Poesie entwickelt.

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In dem, was dem Menschen am teuersten ist, in seiner Verbindung mit Gott, darin erkühnst du dich, mir meine Freiheit zu nehmen?

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Sammel eine Gruppe von Menschen auf der Grundlage ihrer starken religiösen Überzeugungen, und du hast einen – garantiert – morbiden Zustand, der sich in Kriminalität, Anomalitäten und Paranoia ausdrückt.

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Der Mensch ist das religiöse Tier. Er ist das einzige Tier, das seinen Nächsten wie sich selber liebt und, wenn dessen Theologie nicht stimmt, ihm die Kehle abschneidet.

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Ich gebe nicht viel auf die Religion eines Mannes, für dessen Hund oder Katze sie nichts Gutes bedeutet.

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Religion ist für die meisten etwas, woran man glaubt, weil man glaubt, daß der andere daran glaubt.

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Die Menschen sollen sich untereinander als Brüder verhalten; dieser erhabene Grundsatz schließt alles ein, was es an christlicher Religion Göttliches gibt.

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Gebundenheit ist die Wurzel der Religion, Hingebung ihre Blüte.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Ich ehre jede Konfession, sehe in jeder den Weg zum Himmel, ich möchte Frieden mit jeder; aber ich hoffe, daß einmal vielleicht die verschiedenen Wege zusammenlaufen, und zwar nicht erst im Himmel.

Gotthelf, J., Briefe

Nichts ist für eine Religion oder für ein System unheilvoller, als vom Gendarmen beschützt zu werden.

Stendhal, Aphorismen aus Stendhal. Ueber Schönheit, Kunst und Kultur. Ausgezogen und in deutscher Uebersetzung zusammengestellt von Benno Rüttenauer, Straßburg 1901

Was mich Euch zum Christen macht, das macht Euch mir zum Juden!

Lessing, Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 4. Akt, 7. Auftritt, Nathan zu einem Klosterbruder

In einer Beziehung hat die Religion ihren Einfluss noch ganz bewahrt: als Vorwand gegenseitiger Verfolgung.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Was alle Religionen gegenseitig voneinander halten, halte man von allen zusammen.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)