Religion Sprüche – hoffnung

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Die Religion ist eine Krücke für schlechte Staatsverfassungen.

Schopenhauer, A., Nachlass. Adversaria (1828)

Die Katholiken sitzen vor ihrer Hütte. Ein Heide geht vorbei und pfeift sich eins. Die Katholiken tuscheln: "Der wird sich schön wundern, wenn er stirbt!" Sie klopfen sich auf den Bauch ihrer Frömmigkeit, denn sie haben einen Fahrschein, der Heide aber hat keinen, und er weiß es nicht einmal. Wie hochmütig kann Demut sein!

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schnipsel, in: Die Weltbühne, 03.02.1931, Nr. 5 (Peter Panter)

Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenns ihm gut geht, und eine, wenns ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Der Mensch, in: Die Weltbühne, 16.06.1931, Nr. 24 (Kaspar Hauser), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Die Religion mussfrohmachen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Ein jeder kann bei mir glauben, was er will, wenn er nur ehrlich ist. Was die Gesangsbücher angeht, so steht einem jeden frei zu singen: "Nun ruhen alle Wälder" oder dergleichen dummes oder törichtes Zeug mehr. Aber die Priester müssen die Toleranz nicht vergessen, denn ihnen wird keine Verfolgung gestattet werden.

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Wer seine Religion lobt, der hat keine.

Baer-Oberdorf, Wetterleuchten. Aphorismen, 1909

Wenn die Religion im Lande wankt, so wankt sie nicht allein.

Schiller, Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung, 1788

Die Religion droht und verspricht; könnte sie noch schmeicheln, es gäbe auch nichteinenUngläubigen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Religion ist für mich wie ein Ordner: Man kann ihn zuklappen und vergessen; doch, wenn man Hilfe braucht, kann man ihn öffnen und nachschlagen.

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Religion ist für mich wie Feuer: Sie gibt mir Wärme und Geborgenheit.

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Religion ist für mich wie das Fundament eines Hauses; es stützt das Haus.

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Religion ist eine Lebenshilfe. Wenn man die Welt nicht mehr versteht, hilft sie einem oft, eine Lösung zu finden.

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Religion ist für mich wie eine unendliche Wüste, wo man sich an kleinen Wasserstellen orientieren kann.

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Religion ist für mich wie die Melodie eines Liedes.

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Die Religion und Moral sind die unentbehrlichsten Stützen der Staatswohlfahrt. Vergeblich würde der sich seines Patriotismus rühmen, welcher diese beiden Grundpfeiler des gesellschaftlichen Gebäudes zersprengen sollte.

Washington, Reden. Inauguralrede an den Kongress, 1789

Religion ist für mich wie eine Blume: Sie gibt mir Freude, weil sie schön ist.

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Religion ist der beste Panzer, aber der schlechteste Mantel.

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Die Luftschiffahrt wird dem religiösen Genie der Menschheit neue Nahrung geben. Zu den großen Beförderern kosmischer Stimmungen: Wald, Meer und Wüste wird nun noch der Luftraum kommen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1909

Die Religion ist das Spital der Seelen, die die Welt verwundet hat.

Petit-Senn, Blüthen und Knospen (Bluettes & Boutades). Frei bearbeitet von Franz August Stocker, 1861

Wo die meiste sogenannte positive Religion war, war immer die wenigste Moralität.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Die Religion verspricht den Gläubigen eine Luxuswohnung im Himmel, ohne ihnen die genaue Adresse zu geben.

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