Religion Sprüche – hoffnung

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Überall auf Erden hat man sich der Religion bedient, um Böses zu tun, aber sie wurde überall eingesetzt, um zum Guten zu führen; und wenn das Dogma den Fanatismus und den Krieg entstehen läßt, so flößt die Moral hingegen allerorts die Eintracht ein.

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Ich sehe eine neue Religion, die sich auf das Zutrauen zum Menschen gründet; die uns an die unberührten Tiefen mahnt, die in uns leben; die daran glaubt, daß der Mensch das Gute ohne den Gedanken an eine Belohnung lieben kann; daran, daß der göttliche Urgrund im Menschen lebt.

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Die Religion ist der Idealismus des Volkes.

Scherr, Blätter im Winde, 1875

Eine Religion kann nicht dadurch Anhänger gewinnen, daß sie den Begierden schmeichelt, sondern dadurch, daß sie das Heldenhafte, das in jedem Herzen schlummert, wachruft.

Carlyle, Über Helden, Heldenverehrung und das Heldentümliche in der Geschichte (On Heroes, Hero-Worship, and The Heroic in History), 1841

Die Bekenner aller Konfessionen – haben viele Unglaubensgenossen.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Die Religion ist die beste Führerin durch das Leben, die beste Leiterin in frohen Tagen, die beste Trösterin im Unglück.

Seume, Kurzes Pflichten- und Sittenbuch für Landleute (Ein Nachlaß moralisch-religiösen Inhalts von J. G. Seume), 1811 (posthum). Von der Religion

Der Protestantismus ist gut für's Leben, aber der Katholizismus für's Sterben.

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Vom gemeinen Manne geht sie [die christliche Religion] aus. Sie beseelt die große Majorität der Beschränkten auf Erden. Sie ist das Licht, was in der Dunkelheit zu glänzen anfängt.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Religiöse Fragmente

Es ist die Religion, die fromme Gesinnung, worin zu allen Zeiten die Kraft und der Vorzug der besten Menschen beruhte.

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Nur die Religion kann Europa wieder aufwecken und die Völker versöhnen und die Christenheit mit neuer Herrlichkeit sichtbar auf Erden in ihr altes friedenstiftendes Amt installieren.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Die Christenheit oder Europa

Groß ist die Religion der Macht, aber größer ist die Religion der Liebe. Groß ist die Religion der unversöhnlichen Gerechtigkeit, aber größer ist die Religion der verzeihenden Barmherzigkeit.

Castelar, Reden

Das Herz macht den Pastor.

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Religion: Tochter der Hoffnung und der Furcht, welche der Unwissenheit die Natur der Unbegreiflichkeit erklärt.

Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Der Mensch ohne Religion verarmt im Gemüt. Für diese Verarmung gibt es kein Heilmittel. Und besäßest du alle Schätze und blendenden Geist, dein Zustand wäre nur glänzendes Elend.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Das ist Religion! Sie schafft Den hohen Sinn der Ruh', sie adelt rohe Triebe Zu Schwüngen edler Leidenschaft. Verzeihn ist ihr Gebot, und ihr Gesetz heißt: Liebe, Und all ihr Tun und Leiden: Kraft! Ihr Blick, ihr Sonnenblick, ergießet Auf den verschlungnen Pilgerlauf Des Lebens, Wärm' und Licht, und schließet Uns dunkle Rätselstellen auf.

Tiedge, Wanderungen durch den Markt des Lebens, 1835

Wenn es keine Versprechungen gäbe, womit sollte die Religion bezahlen?

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Religion und Moral können der Kraft des Temperaments einen Zügel anlegen; sie können sie nicht zerstören.

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Eine Religion, die den Menschen finster macht, ist falsch; denn er muss Gott mit frohem Herzen und nicht aus Zwang dienen.

Kant, Über Pädagogik. Bemerkungen aus den über diesen Gegenstand bei der Universität mehrmals gehaltenen Vorträgen, hg. von D. Friedrich Theodor Rink 1803. Von der physischen Erziehung

Ich ehre jede Konfession, sehe in jeder den Weg zum Himmel, ich möchte Frieden mit jeder; aber ich hoffe, daß einmal vielleicht die verschiedenen Wege zusammenlaufen, und zwar nicht erst im Himmel.

Gotthelf, J., Briefe

Wenn man die Gefahr vor Augen sieht oder der Mensch viele Leiden hat, so nimmt er seine Zuflucht zum Gebet.

Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel, Briefe

Goldene Kirchen, hölzerne Herzen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846