Religion Sprüche – tiefgründig

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Versteht mich aber nur nicht wunderlich als meinte ich etwa [...] es könnte etwa einer Religion haben und fromm sein, dabei aber unsittlich. Unmöglich ist ja dieses. Aber eben so unmöglich, bedenkt es wohl, ist ja nach meiner Meinung, daß einer sittlich sein kann ohne Religion, oder wissenschaftlich ohne sie.

Schleiermacher, Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern, 1799

Das Bekehren der Missetäter vor ihrer Hinrichtung läßt sich mit einer Art von Mästung vergleichen, man macht sie geistlich fett, und schneidet ihnen hernach die Kehle ab, damit sie nicht wieder abfallen.

Lichtenberg, Sudelbuch C, 1772-1773. [C 206]

Man begreift die Erde erst, wenn man den Himmel erkannt hat. Ohne die religiöse Welt bleibt die sinnliche ein trostloses Rätsel.

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Die Protestanten sind im allgemeinen viel unterrichteter als die Katholiken, und das erklärt sich dadurch, daß die Lehre der einen die kritische Besprechung verlangt, die Lehre der anderen hingegen blinde Unterwerfung fordert.

Rousseau, Bekenntnisse (Confessions), verfasst 1765-70, posthum veröffentlicht 1782-89

Die verschiedenen Religionen sind nur verschiedene Tore zu derselben Stadt.

Müller, F. M., Essays. Erster Band: Beiträge zur vergleichenden Religionswissenschaft, 2. vermehrte Auflage 1879. Vorrede

Religion und Wissenschaft sind die beiden Flügel, auf denen sich die Intelligenz des Menschen in die Höhe aufschwingen, mit denen sie fortschreiten kann. Es ist nicht möglich, nur mit einem Flügel zu fliegen.

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Denn, du weißt es, die Religionen sind wie die Leuchtwürmer: sie bedürfen der Dunkelheit um zu leuchten.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 15. Über Religion

Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.

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Der Kluge sieht das Gemeinsame in den verschiedenen Religionen, der Dummkopf die Unterschiede.

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Das Kleid macht den Mönch – Gott verlangt von uns nur das Herz religiös.

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Das unheilbare Übel dieser religiösen Streitigkeiten besteht darin, daß der eine Teil auf Märchen und leere Worte das höchste Interesse der Menschheit zurückführen will, der andere es aber da zu begründen denkt, wo sich niemand beruhigt.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Skizziertes. Zweifelhaftes. Unvollständiges

Die Irreligiösen sind religiöser, als sie es selbst wissen, und die Religiösen sind's weniger, als sie meinen.

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Und um die Menschen in harter Knechtschaft zu halten, verbietet ihnen der Priester den Vernunftgebrauch. Der Priester ist ehrgeizig, aber der Ehrgeiz beim Laien ist ihm verhaßt; denn dieser durchkreuzt seine Pläne.

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Es ist mehr Verwandtschaft zwischen Opium und Religion, als sich die meisten Menschen träumen lassen.

Heine, H., Gespräche. Zu Adolf Stahr, Oktober 1850

Eine Religion – scheint es – kann sich nur erhalten, wenn sie vieles tut, was sie verbietet, vieles unterlässt, was sie befiehlt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Am wenigsten stützt Religion und Sittlichkeit auf Gründe; eben die Menge der Pfeiler verfinstert und verengt die Kirchen.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Neuntes Kapitel. Über den Kinderglauben. § 74

Ein Herrscher kann gar nicht genug Verachtung für die frivolen Streitigkeiten der Priester beweisen, und er kann nicht genug Aufmerksamkeit darauf verwenden, daß der Aberglaube und der religiöse Wahnsinn, den er in seinem Gefolge hat, sorgfältig vertilgt werden.

Friedrich II., Der Anti-Machiavel oder Widerlegung des Fürsten von Machiavelli (L'Antimachiavel ou Réfutation du Prince de Machiavel), 1740

Was mir an deinem System am besten gefällt? Es ist so unverständlich wie die Welt.

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In früheren Jahrhunderten war die Religion ein Wald, hinter welchem Heere halten und sich decken konnten. Aber nach so vielen Fällungen ist sie nur noch ein Buschwerk, hinter welchem gelegentlich Gauner sich verstecken.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 15. Über Religion

Religion ist für mich ein Haus mit sehr vielen Bausteinen, das nie vollendet wird.

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Religion ist für mich wie ein Buch mit vielen Bildern. Ich verstehe es nur, wenn ich darüber nachdenke.

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