Schicksal Sprüche – abschied
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Wissend, schauend, unverwandt Muß ich mein Geschick vollenden, Fallend in dem fremden Land.
Die Klänge lassen sich nicht mehr verbinden, Die das Geschick zerreißt... Drum kann ich den Akkord auch nicht mehr finden, Der süßer Frieden' heißt.
Nacht am Flusse Liegen eine Sternennacht und lauschen, wie der Kahn an seiner Kette zieht und die Welle flüstert und entflieht und die Wipfel leis dawiderrauschen –. Wie es seufzt und rüttelt ohne Ruh, Freiheit wider Knechtschaft einzutauschen. Armes Herz, so zerrst und stöhnst auch du. Eine Nacht so seinem Schicksal lauschen...
Mir ward zu tragen viel An Leid und tiefem Gram. Das Schicksal kam und nahm Und ist noch nicht am Ziel. Was ich aus Liebe gab, wird mir als Schuld geziehn. Das, ich dess' schuldig bin, Das büß ich reulos ab.
Wolkenbild Düstergraue Wolken ragen Trotzig auf, Felsen gleich. Naht mit Brausen Sturmessausen Fährt in's Wolkengebirg. Und die Berge zerbrechen, Und die Felsen zerschellen – Sah's und dacht' des Menschenlooses.
Das Schicksal zerstreut, der Mensch muss sammeln.
Widersacher, Weiber, Schulden, Ach! kein Ritter wird sie los.
Vor des Schicksals Zwanggebot ist kein Entfliehn.
Das Schicksal entreißt nichts, was es nicht erst gegeben hat.
Schicksal und Wille stets in Fehden, So daß der Wille sich am Schicksal bricht, Nur der Gedank' ist dein, der Ausgang nicht.
Das ist Menschenlos, – bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.
Trag's, wenn sich's nicht ändern läßt.
Es ist eine Sache, sich in sein Los zu schicken, eine andere, sich schicken zu lassen.
Daß vieles sich nicht verwindet, wenn's einmal empfunden ist, daß es immer wiederkehrt, ist nicht traurig; aber daß die Ufer ewig unerreichbar bleiben, das schärft den Schmerz.
Dahin gelassen gehn, wohin das Schicksal zieht, Soll jeder, der den Faden sieht.
Das ist das Schicksal aller holden Dinge: Erkauft mit Thränen und mit Schmerz verloren.
Wir Menschen führen uns nicht selbst; bösen Geistern ist Macht über uns gelassen, daß sie ihren höllischen Mutwillen an unserm Verderben üben.
Das Schicksal ist wie ein Netz voll Fische, sie ziehen, ziehen zu fest, dann platzt es und die Fische sind weg.
Des Schicksals Zwang ist bitter: Doch seiner Oberherrlichkeit Sich zu entziehn, wo ist die Macht auf Erden? Was es zu tun, zu leiden uns gebeut, Das muß getan, das muß gelitten werden.
Die Bestimmung. Tränen und Seufzer löschen nicht aus die Tafel des Schicksals; Bitten und Schmeichelein ändern kein Pünktchen auf ihr. Kümmerte sich der Engel, der über die Winde gesetzt ist, ob sein brausender Hauch irgendein Lichtchen verweh’?
Entwurzelt sein ist das gemeinste Schicksal, das uns trifft!