Schicksal Sprüche – erfahrung
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Wer die eigenen Lebensbegebenheiten durchmustert, kann nicht länger leugnen: jedes Übel ist zuletzt Quelle des Guten für uns; das Schicksal ist die unsichtbare Vaterhand Gottes.
Im Schicksal gibt es keine Zufälligkeiten; der Mensch hat sein Schicksal geschaffen, bevor es äußerlich an ihn herantritt.
Eigenes Schicksal will eigenen Rat.
Nicht, was wir erleben, ist unser Schicksal, sondern wie wir’s ertragen.
Wir werden eher durch das Schicksal als durch unsere Vernunft gebessert.
Das Schicksal verbessert manche Fehler an uns, welche die Vernunft nicht verbessern könnte.
Ganz einfach gesprochen, man kann sich zu den Dingen, die einem widerfahren oder die man tut, mehr allgemein oder mehr persönlich verhalten. Man kann einen Schlag außer als Schmerz auch als Kränkung empfinden, wodurch er unerträglich wächst; aber man kann ihn auch sportlich aufnehmen, als ein Hindernis, von dem man sich weder einschüchtern noch in blinden Zorn bringen lassen darf, und dann kommt es nicht selten vor, daß man ihn überhaupt nicht bemerkt.
Die Ereignisse lehren uns oft, dass wir nichts von ihnen lernen.
Nicht die Größe der Schicksale, sondern die Größe in ihrer Bewältigung macht den Wert des Jahres aus.
Nur in ersten Jugendjahren scheint Zufall noch mit Schicksal identisch. Später weiß man, daß die eigentliche Bahn von innen bestimmt war; wie kraus und sinnlos unser Weg von unseren Wünschen abzuweichen scheint, immer führt er uns doch schließlich zu unserem unsichtbaren Ziel.
Wenn ich mir die Geschehnisse meines bisherigen Lebens vor Augen führe, erkenne ich, wie subtil die Einflüsse sind, die das menschliche Schicksal formen.
Sich fügen und in sein Los sich finden kann auch zur Kunst werden.