Seele Sprüche
Sprüche über Seele
761 Sprüche in dieser Kategorie
In jedem Menschen ist ein Abgrund. Den kann man nur mit Gott füllen.
So prostituiert sich die Seele, wenn sie sich von Dir abwendet und außerhalb von Dir das sucht, was sie rein und ungetrübt nur findet, wenn sie zurückkehrt zu Dir. Reichlich miserabel äffen sie Dich nach - alle, die so tun, als hätten sie sich weit von Dir entfernt, und sich dann aufspielen gegen Dich. Aber selbst dieses Imitieren beweist noch, daß Du der Schöpfer des Weltalls bist und daß es keinen Ort gibt, nirgends, um loszukommen von Dir.
Werde heiter, mein Gemüte, Und vergiß der Angst und Pein! Groß ist Gottes Gnad und Güte, Groß muß auch dein Hoffen sein. Kommt der helle goldne Morgen Nicht hervor aus dunkler Nacht? Lag nicht einst im Schnee verborgen Dieses Frühlings Blütenpracht? Durch die Finsternis der Klagen Bricht der Freude Morgenstern; Bald wird auch dein Morgen tagen: Gottes Güt ist nimmer fern.
Das Zentrum der Seele ist Gott. Wenn sie ihn liebt mit allen Fasern ihres Seins, mit der ganzen Kraft ihres Tuns und Wünschens, gelangt sie zu ihrer tiefsten Mitte.
Was bringt uns dazu, eine Seele anzunehmen? Warum nennen wir ein Tier beseelt, die Pflanze nicht?
Wir müssen auf die Stimme unserer Seele hören, wenn wir gesunden wollen!
In der schwarzen Nacht der Seele ist es immer drei Uhr morgens, Tag für Tag.
Bewahre deine Seele frei von Unaufrichtigkeit, um dessentwillen, der Herz und Nieren prüft.
Sing, unsterbliche Seele, der sündigen Menschen Erlösung.
Nur in seiner Seele findet der Mensch die Kraft zur Erfüllung seiner wirklichen Bestimmung in der Welt.
Die Menschheitsseele Ich war bei dir, in einem andern Leben, und doch, ein andres Leben war es nicht. Ich sah dich wie in Lichtes Fluten schweben, und doch und doch gebrach es mir an Licht. War bei dir, ich weiß nicht, ob am Tage, ob auch vielleicht in sternenarmer Nacht, und finde keine Antwort auf die Frage, welch Intervall mich dir emporgebracht. Es schien mir wie in unbekannter Ferne, und doch war diese Ferne mir bekannt; du strahltest wie auf einem andern Sterne, und doch war dieser Stern mein Vaterland. Wir trafen uns so weltenabgelegen, ich weiß es nicht, in welchem Geisterreich; du kamst wie eine Fremde mir entgegen, und doch und doch erkannte ich dich gleich. Ich hatte dich so oft, so gern gesehen, als pilgernd ich zum Morgenlande kam; ich sah dich leiden, und so ist's geschehen, daß ich dein Bild im Herzen mit mir nahm. Du gingst von dort nach allen, allen Landen. Doch, wo du grüßtest, dankte man dir kaum. So bliebst du unbeachtet, unverstanden, ein armes Weib der Menschheit Jugendtraum. Nun war ich bei dir, jetzt, emporgetragen von meiner Liebe, die dir treu verblieb, denn wie sie dich geliebt in jenen Tagen, so hat dich meine Seele jetzt noch lieb. Und wie mein Herz dein Weh mit dir gelitten, der Menschheit großes, selbstverschuldet Leid, so hab ich mutig stets für dich gestritten und bin für dich auch ferner kampfbereit. Mir ist ja die Erkenntnis aufgegangen, die leider nicht ein Jeder in sich trägt, daß der Verwandtschaft Bande uns umfangen und daß mein Puls grad wie der deine schlägt. Ich weiß es, daß ich mit dir steh und falle; daß deine Zukunft auch die meine ist und daß als leiser Ton ich mit erschalle in dem Akkorde; dessen Klang du bist. Als dieser Ton bin ich emporgeklungen auch heut zu dir und klinge fort und fort; als dieser Ton hab ich auch mitgesungen dein Klagelied, dein holdes Friedenswort. Ich weiß es wohl, es wird umsonst erklingen, so viel der Mensch vom Völkerfrieden spricht; ihn kann ja nur die wahre Liebe bringen, und diese, diese kennt der Mensch noch nicht. Ich dachte dein und durfte zu dir steigen; es war so licht, so hell, so klar bei dir, und dennoch konntest du dich mir nicht zeigen, denn dunkel, menschendunkel war's bei mir. Du gingst vorüber, und in frommer Feier verklang in mir der Wehmut heilger Ton; es legte sich um mich der Hoffnung Schleier - - du warst verschwunden; warst der Welt entflohn.
Den Menschen ziemt es, auf die Seele mehr Rücksicht zu nehmen als auf den Leib; denn die Vollkommenheit der Seele kann die Gebrechlichkeit des Leibes ergänzen, Körperkraft aber ohne Geist macht die Seele in keiner Hinsicht besser.
Das Auge kann den Zustand unserer Seele malen; aber die Hand teilt gleichzeitig die Geheimnisse des Körpers und die des Gedankens mit.
Die Seele wird nicht satt Ein Bürgersmann, der eine Königstochter geheiratet hatte, umgab sie mit Glanz und Herrlichkeit, jedoch vergebens: alles kam ihr gering vor, nicht der Beachtung wert, weil sie ewig ihre hohe Herkunft im Sinn hatte. So auch die Seele – mag sie der Mensch mit allen irdischen Freuden umgeben, sie wird nicht befriedigt sein, denn sie ist eine Tochter des Himmels.
Seele: du bist eine Lust meiner Gottheit, ein Durst meiner Menschheit, ein Bach meiner Hitze.
Keine Seele hat je vollkommenen Frieden, außer jene, die keinerlei Willen mehr hat.