Seele Sprüche

Sprüche über Seele

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Jede Seele ist so groß wie die Welt und in jeder Seele ist Raum genug, daß sich darin alle Tragödien der Welt von neuem abspielen, wie auch die Pfütze groß genug ist, um die ganze Sonne darin zu fassen.

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Wir sind keine Feinde, sondern Freunde. Wir dürfen keine Feinde sein. Leidenschaft mag die Bande unserer Zuneigung anspannen, aber zerreißen darf sie sie nicht. Die mystischen Klänge der Erinnerung werden ertönen, wenn – und das ist sicher – die besseren Engel unserer Natur sie wieder berühren.

Lincoln, Reden. Antrittsrede als 16. Präsident der USA am 4. März 1861

Ich beugte mich über deinen Schlummer diese Nacht: Wie keusch dein ganzer Leib durchs arme Lager fließt! Da sah ich, gleich einem, der angespannt liest, Sah: Unter dieser Sonne ist alles umsonst gemacht. Das Leben, wie sacht nur wird dies Wunder vollbracht, Maschine, nicht standhafter als die Blume sprießt – O wie der Gedanke mit dem Wahnsinn schließt! Du, Lieber, schlaf, ich bin aus Furcht um dich erwacht. Zu fühlen nur dies endliche Gefühl, das birst! Du atmest wie du einst verhauchen wirst, Geschlossen die Augen, die der Tod ganz so bricht! O Mund, der lächelnd im Traum an den meinen denkt, Bis später ein wüstes andres Lachen ihn verrenkt – Rasch, wach auf, und sagte mir: Die Seele stirbt nicht?

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Eine hübsche Seele will auch einen hübschen Leib haben.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Vergönne es mir, daß ich im Inneren meiner Seele schön bin und dass alle meine äußeren Reichtümer in Harmonie mit meinem inneren Ich sind.

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Nicht Seelen erziehen, nicht göttlich Ewiges nach menschlich kurzen Gedanken modeln sollt ihr, sondern Seelen erkennen. Ihr Gefängnis ist so durchsichtig.

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Zu jeder Seele gehört eine andre Welt; für jede Seele ist jede andre Seele eine Hinterwelt.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Der Genesende

Träume nur, Seele… In den verdämmernden Herbsttag hinein zauberst du lachenden Sonnenschein, und aus der Blätter vergilbendem Flor blühen dir duftige Veilchen empor, träumende Seele – Tönt denn der Glocken dumpfhallender Klang dir wie ein schmetternder Lerchengesang? Siehst du der Erde verweintes Gesicht, fühlst du die eisigen Nebel denn nicht, träumende Seele? – Träume nur, träume… der Frühling ist weit; Rosen hat's nimmer im Winter geschneit – dumpf; nur und klagend, verweht vom Nordwest, läuten die Glocken zum Totenfest. Träume nur, Seele…

Müller-Jahnke, Gedichte, Gesamtausgabe, hg. von Oskar Jahnke 1910

Wer seine Seele heilen will, soll über die Veränderung der kleinsten Gewohnheiten nachdenken. Mancher sagt zehnmal des Tages ein böses kaltes Wort an seine Umgebung und denkt sich wenig dabei, namentlich nicht, dass nach einigen Jahren er ein Gesetz der Gewohnheit über sich geschaffen hat, welches ihn nunmehr nötigt, zehnmal jedes Tages seine Umgebung zu verstimmen.

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Erkunden wollt' ich, wo der Garten Eden Und wo die Hölle sei, der Marterort; Da hört' ich meinen Meister also reden: »In dir sind beide; such sie dort!«

Chayyam, Strophen des Omar Chiijam, übersetzt von Adolf Friedrich Graf von Schack 1878

Auch die menschliche Seele hat keinen Anschluss an die Engel, eher an die Tiere, diese rätselhaftesten, verschlossensten Geschöpfe.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Die Seele des Menschen ist göttlich.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt In euch? Was, wie der Klang der Narrenschellen, Um Beifall bettelt und um Würde wirbt Und endlich arm ein armes Sterben stirbt Im Weihrauchabend gotischer Kapellen, – Nennt ihr das Seele? Schau' ich die blaue Nacht, vom Mai verschneit, In der die Welten weite Wege reisen, Mir ist: Ich trage ein Stück Ewigkeit In meiner Brust. Das rüttelt und das schreit Und will hinauf und will mit ihnen kreisen ... Und das ist Seele.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Advent, 1897

Das Reifen der Seele ist mehr wert als Glanz und strotzende Kraft, und das Ewige in uns muß sich die Zerstörung zu gute machen, die die Zeit in uns bewirkt.

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In einer edlen Seele wohnt immer Selbstlosigkeit und Heldenmut.

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Die Seele bildet den Leib.

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Himmel und Hölle liegen in den Tiefen der Menschenseele.

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Die Seele verlieren heißt nicht zu ewiger kirchlicher Hölle vorausbestimmt sein, sondern heißt sich im Dickicht der Leidenschaften verlieren, sich im Kreise selbstsüchtiger Gedanken drehen.

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Wie Gott alles sieht, selbst aber unsichtbar ist, so ist auch die Seele – das Wesen, unsichtbar, obzwar sie alles ist.

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Die kleinen Begebenheiten gehen spurlos an der Seele vorüber, aber die großen vergißt sie nie! Wehe der Seele, wenn es ungesühnte Sünden sind, denn der Wurm der Reue ist auch unsterblich!

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Die Mitte ist in jeder Sache dasjenige, was die gesunde Vernunft für das schicklichste hält.

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