Seele Sprüche

Sprüche über Seele

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Wer machte dich so krank? Daß du so krank geworden, Wer hat es denn gemacht? – Kein kühler Hauch aus Norden Und keine Sternennacht. Kein Schatten unter Bäumen, Nicht Glut des Sonnenstrahls, Kein Schlummer und kein Träumen Im Blütenbett des Tals. Kein Trunk vom Felsensteine, Kein Wein aus vollem Glas, Der Baumesfrüchte keine, Nicht Blume und nicht Gras. Daß ich trag' Todeswunden, Das ist der Menschen Tun; Natur ließ mich gesunden, Sie lassen mich nicht ruhn.

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Wie wertvoll auch immer die Gesundheit sein mag – nicht ein Herkules leistet das meiste. Eine große Seele in einem schwachen Körper ist immer Weltbeherrscherin.

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Der Körper spricht immer irgendwie, was die Seele ist.

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Nur durch höchste seelische Tatbereitschaft kann ein großes Werk geschaffen werden.

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Kein Schicksal vermag etwas über das Innere seiner Seele.

Humboldt, Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen, 1792. VII. Religion. (Anmerkung: Gemeint ist die Seele des innerlich Freien.)

Es ist oft wünschenswerter, bloß mit der Oberfläche unsers Wesens beschäftigt zu sein, als immer seine ganze Seele, sei es in Liebe oder in Arbeit, der zerstreuenden Wirklichkeit auszusetzen.

Hölderlin, F., Briefe. An seinen Bruder, 14. März 1798

Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden.

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Das wäre eine schwache Innerlichkeit, der das äußere Kleid aufhelfen müßte: das Innere soll dem Äußeren aufhelfen.

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Es wäre eine mystische Sache um die Telegraphie ohne Draht, wenn nicht jede Übertragung seelischer Eindrücke eigentlich dasselbe wäre. Ich sehe ein Kind lachen – und mein Herzdruck steigt meßbar; ich lese eine Todesanzeige – und meine Pulse stocken. Das ist das Mysterium des nervus sympathicus: Millionen kleinster empfindlicher Fangschirme aller Weltall-Wellen, eingestellt gewiß auf alle X-, Y- und Z-Strahlen von Mensch zu Mensch, von Unbeseeltem zu Beseeltem.

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920

Es gibt viele hochbegabte Naturen, die nur selten im Stande sind, die gesammelten Schätze ihres Innern zum bündigen Ganzen zu gestalten, weil ihnen sehr oft – wie sie selbst sagen – die »rechte Stimmung« dazu fehlt.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Die Seele dieses Menschen sitzt in seinen Kleidern.

Shakespeare, Ende gut, alles gut (All's Well That Ends Well), Erstdruck 1623. 2. Aufzug, 5. Szene, Lafeu

Die Seele liebt das vernünftige Maß, und Essen und Trinken können ihr bei Unmäßigkeit Schaden zufügen.

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Eine große Seele ist erhaben über Beleidigungen, Ungerechtigkeit, Schmerz und Spott; sie wäre unverwundbar, wenn sie nicht aus Mitgefühl litte.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

Ein toter Körper wiegt ebensoviel, wie ein lebendiger, die Seele fügt dem Gewicht keine Unze hinzu.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1839

Wer in sich blickt, der findet eine Welt, die schadlos er für die da draußen hält.

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Die Seele kann oft in ganz anderen Klimaten gedeihen als der Leib.

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Über die Seele haben wir durch Vorsatz und Sammlung des Gemüts eine große Gewalt.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 29. Oktober 1834

Dem rauhen Troß verbirg, verhehle Das Lenzgeheimnis deiner Seele.

Grün, Pfaff vom Kahlenberg. Ein ländliches Gedicht, 1850. Aus: List gegen List

Eine gesunde Seele erträgt alles, eine kranke nicht einmal das Glück.

Pauly, Aphorismen, 1905

Das ist leider so, daß, wenn das Gemüt verstimmt ist, es alles unrecht auslegt und jede Berührung falsche Töne gibt.

Gotthelf, Wie Anne Bäbi Jowäger haushaltet und wie es ihm mit dem Doktern geht, 2 Bde., 1843/44

Starke Seelen ertragen auch das Trostlose ungebeugten Mutes.

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