Seele Sprüche

Sprüche über Seele

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Der Schmerz ist ein heiliger Engel, und durch ihn sind Menschen größer geworden, als durch alle Freuden der Welt.

Stifter, A., Briefe. An August Pechwill, 3. Februar 1853

Erlebnisse der Seele sind Zustände der Begeisterung und prophetischer Ahnung, die sich auf Grund von Traumerfahrungen einstellen.

Aristoteles, Über Philosophie (De philosophia). Fr. 10 Ross

In den Anziehungskräften, die in unserer Seele leben, wird offenbar, wohin sie gehört, ob zu niedrigen, ob zu höheren Weltreligionen.

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Der denkenden Seele wohnen die Bilder der Einbildungskraft gleich dem Wahrgenommenen inne; wenn sie nun etwas Gutes oder Schlechtes bejaht oder verneint, so verabscheut oder verlangt sie danach. Deshalb denkt die Seele niemals ohne die Bilder der Einbildungskraft.

Aristoteles, Über die Seele (De Anima). 431a (III, 7.) Übersetzt von J. H. von Kirchmann (1871)

In seiner eigenen Seele trägt der Mensch die Saat, daraus er all sein Frohes und sein Leides zieht.

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Der Panther (Im Jardin des Plantes, Paris) Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht. Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille – und hört im Herzen auf zu sein.

Rilke, Gedichte. Neue Gedichte, entst. zwischen 1903 und 1907, Erstdruck 1907

Nirgends, Geliebte, wird die Welt sein, als innen. Unser Leben geht hin mit Verwandlung. Und immer geringer verschwindet das Außen.

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Das beste Tischgespräch ist das Schweigen schwelgender Gäste.

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Je klarer die Psyche, um so heller das Licht!

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Fürchte nicht, daß der Körper, sondern daß die Seele altert.

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Ein Tier folgt den Fesseln der Natur, ein Mensch dem Licht der Seelen.

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PsycholithSeelen-Versteinerung, die Werke der Griechen in Marmor.

Lichtenberg, Sudelbuch L, 1796-1799. [L 590]

Aber eben so gut [...] [kann] sogar das ganze Reich des Unbewußten einmal als Reich des Bewußten erobert werden; und wir wissen nicht, wie weit die Besonnenheit steigen kann in höhern Verhältnissen, da sie ja in unsern niedern bekannten sich in den großen Unterschieden und Sprüngen von Wilden zu Weltweisen offenbart.

Jean Paul, Vorläufige Gedanken, entstanden 1816 (posthum veröffentlicht). IV. Geist und Körper

Erheb, o Seele, deinen Sinn! Was hängst du an der Erden? Hinauf, hinauf zum Himmel hin; Denn du mußt himmlisch werden!

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Der Seele wegen muß man den Körper üben.

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Es gibt eine gewisse Eintracht der Seelen, die sich sogleich beim ersten Anblick bemerkbar macht.

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Nicht von außen wird die Welt umgestaltet, sondern von innen.

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Fürchte nichts und niemanden. Das Teuerste in dir kann durch nichts und niemanden Schaden erleiden.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Diese Welt ist ein Nichts, was ist, das bin ich, meine Seele.

Tolstoi, Tagebücher. 1900

Menschen, die vom Mißgeschick verfolgt scheinen, können die anständigsten, die besten Menschen sein, aber sie sind 'hartmäulig' an ihrer Seele.

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Nach der Beschaffenheit der Gegenstände, die du dir am häufigsten vorstellst, wird sich auch deine Gesinnung richten; denn von den Gedanken nimmt die Seele ihre Farbe an.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 5,16. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879